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Die verkaufte Kindheit: Wie Kinderwünsche vermarktet werden und was Eltern dagegen tun können
 
 
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Die verkaufte Kindheit: Wie Kinderwünsche vermarktet werden und was Eltern dagegen tun können [Broschiert]

Susanne Gaschke
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Pantheon Verlag; Auflage: 2 (29. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570551725
  • ISBN-13: 978-3570551721
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.953 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die ZEIT-Redakteurin Susanne Gaschke weist in ihrem Buch "Die verkaufte Kindheit" auf die Folgen der immer dreisteren Werbe- und Verkaufsstrategien von Spielzeugherstellern und Software-Industrie hin.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011 )

»Ob sich mit selbstbewussteren Eltern und strengen Regeln für die Werbeindustrie diese Welt noch einmal umkehren lässt? Das klingt mehr nach einem frommen Wunsch. Doch allein das Aufzeigen in Gachkes Buch, wie die Werbung nach unseren Kindern greift, schafft ein Bewusstsein über ein Thema, das bis jetzt noch keiner in dieser Schonungslosigkeit angesprochen hat.« (KLEINE ZEITUNG, 02.10.2011 )

»Eine eindringliche Streitschrift dafür, dass Eltern ihre Kinder besser schützen sollten vor dem Zugriff einer geschickten Marketingmaschinerie, die die Bedürfnisse unserer Kinder erst generiert.« (Fröbel intern, 10/11 )

Kurzbeschreibung

Rettet die Kindheit

Immer dreister greifen Konsumindustrie und Werbung nach unseren Kindern. Vom Kleinkind bis zum Teenager werden sie zu Kunden gemacht – und dadurch ihrer Kindheit beraubt. Susanne Gaschke warnt in ihrem neuen Buch vor diesem Ausverkauf. Sie ermutigt Eltern, ihre Erziehungsverantwortung ernst zu nehmen und zeigt Strategien für die Rückeroberung der Kindheit.

Die Kindheit wird immer kürzer. Schon eine Siebenjährige geniert sich heute mit einer Puppe im Arm gesehen zu werden. Stattdessen nutzen Jungen und Mädchen schon sehr früh die Medien der erwachsenen Kommunikationsgesellschaft. Unmittelbar nach der Grundschule treten sie in eine Phase altersloser Jugendlichkeit ein. Für die Werbeindustrie sind die »Kids«, wie sie ganz bewusst genannt werden, die idealen Kunden: Sie sind spontane, ungehemmte Konsumenten und leicht manipulierbar. Eltern sind zunehmend verunsichert, wollen in dieser bunten Spaßwelt nicht als alt und autoritär gelten oder als Spielverderber dastehen. Wie also reagieren, wenn sich der Junior das iPhone zu Nikolaus wünscht oder zum 13. Geburtstag der Tochter das Louis Vuitton-Täschchen her muss?


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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Ich muss eingestehen - ich war entsetzt als ich mich während eines Fluges von Hamburg nach Köln so durch das Buch DIE VERKAUFTE KINDHEIT von Susanne Gaschke las. Nicht das das Buch an sich schlecht wäre, was ich da lesen musste trieb mir als Vater zweier Söhne die Schamesröte ins Gesicht. Ja, auch ich habe meine Kinder anscheinend dem Konsum und den Marketingstrategen geopfert. Ja, auch ich habe nicht genug auf sinnvolles Spielzeug, auf Quengeleien und auf die immer kürzer werdende Kindheit meiner Söhne geachtet. Ich will es aber wieder gutmachen und den Schaden beheben der offensichtlich gerade angerichtet wird. Das Buch DIE VERKAUFTE KINDHEIT von Susanne Gaschke beschreibt ungeschminkt, direkt und schonungslos, wie unsere Kinder finanziell ausgebeutet werden und wie ihre Kindheit rücksichtslos dem Konsum geopfert wird. Ein Buch das betroffen macht - ein Buch das bitte von allen Eltern gelesen werden sollte - ein Augen-/ und Ohrenöffner!

TOPTITEL sind bei mir sehr, sehr selten und an und für sich vergebe ich das Prädikat nur für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen, doch bei dem Buch DIE VERKAUFTE KINDHEIT von Susanne Gaschke mache ich gerne eine Ausnahme.

DIE VERKAUFTE KINDHEIT von Susanne Gaschke nimmt die Spielzeughersteller aufs Korn, die Marketingfachleute und die Medienunternehmen denen allesamt anscheinend das Kinderwohl nicht wichtig ist, obwohl sie es doch so oft im Munde führen.

Sei es die FSK Freigabe von Filmen die jeder Beschreibung spottet - als Beispiel meinerseits gerne den letzten Harry Potter mit FSK ab 6 - das ist ja wohl gesteuerter Wahnsinn oder die vielen, vielen LEGO - Produkte die die Kreativität nicht mehr anregen und die, wie in meiner Kindheit üblich, nicht mehr auseinander gebaut und anderweitig kombinierbar sind.

Was ist mit Toys`r`us und dem Sortiment? Was mit dem Plastikspielzeug das kurze Zeit nach dem Kauf immer wie Müll aussieht? Was mit der Überfrachtung unserer Kinder mit zu vielen Geschenken und dem Modewahnsinn so auszusehen und sich zu verhalten wie die Teenie Stars?

Wie steht es mit der immer kürzer werdenden Kindheit um möglichst schnell die Kids zu vollwertigen Konsumenten und Erwachsenen zu machen?

Was ist mit den Eltern die Frühförderung wie eine Foltermethode gebrauchen und die Freizeit ihrer Kinder absorbieren?

Was soll man davon halten, wenn das Thema Bücher ein Fremdwort für heutige Kinder ist?! Meine Kinder haben im Übrigen weit mehr als 300 Bücher für ihre Alterstufe ganz zur freien Verfügung und (sic!) ganz ohne Druck von meiner Seite!

Wie soll man sich zu Kindern stellen die den Schutzschild ihrer Eltern durch andauerndes Nörgeln und Quengeln durchdringen? Dieses stände NEIN sagen ist doch auch nicht schön und gut für die Kind - Eltern Beziehung.

Was ist wenn die Kindheit so wie wir sie uns denken als Eltern - nur noch frommes Wunschdenken ist und unsere Kinder sich zu Konsumterroristen entwickeln. Die richtige Kleidung, das Make up, die Gewalt und die Musik sind weitere Faktoren - was soll man davon halten, wenn Kinder und insbesondere Mädchen fast zu Prostituierten werden und in der Werbung oder auf Parties mal eben ein bisschen strippen und das ganze schon mit 11 oder 12 Jahren?

STOP - so geht das nicht weiter - bitte das Buch DIE VERKAUFTE KINDHEIT von Susanne Gaschke lesen und Konsequenzen daraus ziehen!

Hier die Auswege der Autorin:

- Überprüfung aller Spielzeughersteller und Vermarkter sowie Marketingstrategien für Kinder und Jugendliche

- Schluss mit dem Gequengel und dem Nachgeben der Eltern (Beschwichtigung)

- Fernseher abschalten oder zumindest den Konsum drastisch reduzieren und den Zugang reglementieren

- Mehr / ausreichend schlafen

- Mehr Freizeit in der Natur

- Kinder-/ und Jugendzimmer aufräumen (von den Bewohnern!)

- Bitte endlich Manieren und höfliches Verhalten gegenüber Erwachsenen

FAZIT: sehr empfehlenswert!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Neuschäfer TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Susanne Gaschke hat als Journalistin schon so manch "heißes Eisen" angefasst und kein Blatt vor den Mund genommen und dabei von vielen Seiten Kritik einstecken müssen. Dies wird bei diesem Buch nicht anders sein. Denn es greift ein Tabu auf und an: die verkaufte Kindheit.
Hinter wohlgemeinten Produkten für Kinder stecken oftmals nicht mehr als wirtschaftliche und (!) idologische Interessen. Besonders beeindruckend ist, wie Susanne Gaschke die Verführungen vor Augen führt. Ihre Sprache ist direkt, schonungslos und klar. Ohne Wenn und Aber bringt sie die kritischen Punkte auf den Punkt.

Dabei fällt vor allem ins Auge, wie Kindern sämtliche Autoritäten lächerlich gemacht werden. Das fängt bei den Eltern an und hört bei den Lehrkräften und Ordnungshütern wie Polizisten nicht auf. Hier hat sie vor allem auf die Werbung das Augenmerk gelegt und belegt, wie hier Kindern eine falsche Welt mit fragwürdigen, weil manipulierenden Grundlagen vermittelt wird.
Eltern, die andere Werte hochhalten, haben kaum noch eine Chance angesichts des Übergewichts an kritischen Tendenzen.

Allerdings kommt mir zu kurz, dass viele der kritisch angesprochenen Punkte auch auf die Prägungen der jetzigen Elterngeneration zurückzuführen sind, z.B. wenn Astrid Lindgren überall hochgehalten wird, deren antiautoritäre Intentionen sicherlich ihre Zeit hatten, aber bei heutigen Kindern eher kontraproduktiv wirken. Daher ist es fragwürdig, wenn heutige Kindergärten und Schulen sogar nach Astrid Lindgren benannt oder gar "Villa Kunterbunt" genannt werden.

Ein weiterer Punkt, der im Buch leider zu kurz kommt, ist, dass selbst der Bildungsbereich ausgesprochen problematische Tendenzen der Kommerzialisierung aufweist und Kinder auch dort zu Objekten degradiert werden, die um der Bildung willen manipuliert und indoktriniert werden. Letzten Endes sind auch Ganztagsschulen nicht ganz frei von dieser Tendenz.

Besonders gelungen ist der Autorin die Analyse der Schuldgefühle, die schon jungen Eltern gemacht werden, wenn sie sich nicht nach dem Trend richten.

Ein aufwühlendes Buch, das kritisch-konstruktiv nicht nur in die Hände von Eltern und Erziehern gehört, sondern auch in die Hand des Personals in Kinderhorten, Kindertagesstätten, Schulen und Vereinen.

Überaus empfehlenswert!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Dass die Kindheit heute nicht mehr das ist, was sie früher war, dass die Orte unbeschwerten und vor allen Dingen ungefährlichen Spielens und Tobens längst Vergangenheit sind, das wissen Eltern von Kindern schon seit längerer Zeit. Dass aber die Kindheit zu einem Objekt von Geschäften verkommen ist, dass sie regelrecht "verkauft" wird von Firmen und Medien, für die Kinder der ideale Kunde sind, das ist ein Phänomen, das es noch nicht so lange gibt und gegen das sich die ZEIT-Redakteurin Susanne Gaschke in einem engagierten Zwischenruf unter dem Titel "Die verkaufte Kindheit" wehrt.

Gefragt, was sie denn bei all ihrer Kritik unter einer glücklichen Kindheit verstehe, hat Susanne Gaschke geantwortet: "Das wird jeder Mensch unterschiedlich beantworten. Aber einige Dinge gehören dazu: Geborgenheit und Verlässlichkeit, Liebe, Zuwendung, Gelobtwerden, Verstandenwerden. Kinder brauchen ein 'Draußen', sie müssen die Welt erklettern und erkriechen. Sie müssen ausreichend schlafen. Und sie brauchen Bücher."

Doch die meisten Kinder erfahren diese Summe von für ihre Entwicklung wichtigen Dingen nicht mehr. Sie verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher oder dem PC als jede andere Generation vor ihnen Zeit und werden heute von Werbung und Marketing in einer ganz neuen Weise angesprochen, eine Weise, die effektiv ihre Kindheit verkürzt. Zentraler Begriff dabei ist das Wort "Coolness". Cool sein heißt im Verständnis der Werbefachleute, dass das Kind nicht mehr kindlich und neugierig sein darf, sondern abgeklärt daherkommen soll wie die Erwachsenen.

Die Werbung nicht nur in den Kanälen, die von Kindern vorzugsweise angeschaut werden, stellt die Erwachsenen oft dar als doofe Figuren dar, die gar nicht richtig kapieren , wie cool das gerade angebotene Produkt doch ist. Die Eltern selbst, insbesondere die der Mittelschicht sind unsicher, wissen nicht recht, was sie tun oder lassen sollen. Kann meine Tochter das wirklich schon? Muss mein Sohn das, weil er sonst als Loser gilt? Was ist wichtig in der Wissensgesellschaft? Kann und darf ich meinen Kindern elektronische Medien vorenthalten? Wie stark darf der Druck der Gruppe von Gleichaltrigen sein?

Susanne Gaschke, die selbst als berufstätige Mutter genau weiß, von was sie schreibt, tut es nicht anklagend, sondern sie will mit ihrem Buch gerade auch berufstätige Eltern ( es ist wohltuend, dass sie berufstätige Mütter für ganz normal hält) ermutigen. Sie hat die Hoffnung, dass es bewusste Eltern schaffen, wieder souveräner zu werden gegenüber dem, was von außen auf sie und ihre Kinder einstürmt. Sie sollen endlich wieder selbst urteilen, auch wenn der Rechtfertigungsdruck, unter dem sie stehen groß ist. Warum soll mein Kind dies oder das n i c h t dürfen?

Susanne Gaschke möchte, dass Eltern wieder den Mut zu solchen eigenen Entscheidungen haben und will mit ihrem Buch in der Gesellschaft eine Art Beweislastumkehr erreichen: Nicht Eltern, die ihren Kindern verbieten, stundenlang fernzusehen oder Computerspiele zu spielen, müssen sich rechtfertigen. Sondern diejenigen, die potentiell schädliche Produkte für Kinder anbieten.

Der Rezensent ist skeptisch, ob es soweit kommen wird. Er teilt aber aus eigener Erfahrung den Optimismus der Autorin, dass es möglich ist, dass Eltern souveräner werden, selbstbewusster, kritischer - auch gegenüber dem eigenen Konsum. Ihre Kinder werden es ihnen nicht immer sofort danken, weil sie das elterliche Nein zunächst als "uncool" erleben, aber Elternsein hat schon immer bedeutet, erwachsen zu sein oder es zumindest dabei zu werden.

Das ist letztlich die eigentliche Aufgabe, dass Eltern erwachsen sind und handeln, damit ihre Kinder möglichst lange Kinder bleiben können. Vergleiche dazu auch die gerade im Hanser Verlag erschienene Streitschrift der FAZ-Redakteurin Melanie Mühl "Die Patchwork-Lüge".
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ausführlicher Blick ins Buch - sehr dienlich 0 16.12.2011
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