Nachdem der finstere Zauberer Akar Kessel besiegt wurde und der gesprungene Kristall sicher unter einer riesigen Schneemasse begraben liegt, machen sich Drizzt, Bruenor, Wulfgar und Regis auf den Weg, die alte Zwergenfestung 'Mithrilhalle' zu suchen, die sich irgendwo in Faerûn befindet.
Ihr erstes Ziel ist Luskan, eine Stadt, in der Bruenor einen Informanten besuchen will, der eine detaillierte Karte von Faerûn besitzen soll. Nur widerwillig lassen die Torwachen die Gefährten in die Stadt, da sie den Dunkelelfen fürchten.
Während Drizzt und Bruenor die Karte besorgen, wird Wulfgar in seine erste Kneipenschlägerei verwickelt, die er natürlich mit Bravour besteht.
Da ihre Angelegenheiten erledigt sind, ziehen die vier Freunde weiter Richtung Silbrigmond.
Regis drängt seine Gefährten, einen kurzen Abstecher nach Langsattel zur Familie Harpell zu machen, die für ihre Gastfreundschaft berühmt sind. Außerdem besitzt die Familie, die viele Magier in ihren Reihen hat, eine riesige Bücherei, in der vielleicht Informationen über Mithrilhalle enthalten sind.
Währenddessen hat der Meuchelmörder Artemis Entreri, der hinter Regis Rubinanhänger her ist, die Fährte der Gefährten aufgenommen. Als er in Luskan eintrifft, wird er vom Kommandanten der Stadtwache gebeten, einer kleinen Unterredung mit seinem Herrn beizuwohnen. Niemand geringerer als der überall bekannte 'bunte Zauberer' Dandybar erwartet Artemis und bittet ihn, sich auf Drizzts Fersen zu heften, da er vermutet, dass der Dunkelelf den gesprungenen Kristall besitzt. Entreri willigt ein und bekommt von Dandybar den Kommandanten der Stadtwache, eine Magierin und deren Golem 'Bog' zur Unterstützung mit auf den Weg.
Der Meuchelmörder und seine Begleiter nehmen sofort die Verfolgung der vier Freunde auf'
Drizzt und seine Freunde haben in Langsattel interessante Informationen erhalten und schlagen den Weg nach Adbar ein. In einem heftigen Unwetter fliehen die Pferde mitsamt einem Grossteil der Vorräte. Daher beschließen die Gefährten, eine Abkürzung durch das Trollmoor zu nehmen, um einige Tage Reisezeit zu sparen.
Doch der Weg durch das Moor ist äußerst gefährlich. Außerdem ist ihnen Artemis Entreri bereits auf den Fersen und hat zudem noch eine Geisel, die die vier Freunde nur zu gut kennen'
Im bereits dritten Teil der 'Vergessenen Welten' führt Salvatore einen sehr interessanten neuen Charakter ein: den Meuchelmörder Artemis Entreri. Diese neue Figur verleiht der schon etwas angestaubten Dunkelelf-Geschichte neuen Schwung. Außerdem besitzt diese neue Person das Potenzial, ein 'ganz Großer' zu werden.
Die ganze Story ist nicht nur aufs Kämpfen ausgelegt, sondern beschäftigt sich vielmehr mit zwischenmenschlichen Dingen, die Drizzt, Bruenor, Wulfgar und Regis noch mehr als Gemeinschaft von Freunden zusammenschweißt.
Der Dunkelelf überlegt außerdem ernsthaft, ob seine Entscheidung, die Unterwelt zu verlassen richtig war, da er nirgends Anerkennung findet und von allen Menschen die er trifft, gemieden und gefürchtet wird. Die innere Zerrissenheit von Drizzt zwischen Freundschaft, Ablehnung und Selbstbeherrschung ist gut gelungen.
Sogar der sonst so mürrische und gefühlskalte Bruenor lässt ein paar Mal seinen Gefühlen freien Lauf.
Alles in Allem hat dieses Buch alles, was man braucht: Action, gute Charaktere und eine brauchbare Story. 'Die silbernen Ströme' sind meines Erachtens das bisher interessanteste Buch der Reihe und lässt auf mehr hoffen.