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5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das nachdenklich macht, 19. März 2004
Von Ein Kunde
Ein Buch, das für Angehörige der Geburtsjahrgänge 1930 - 1950, aber auch für die später Geborenen, sehr interessant sein kann. Erstmals wird deutlich, wie Kinder durch die Erlebnisse des Krieges und der Nachkriegszeit, durch das Erleben extremer Angst, Hoffnungslosigkeit und Hunger traumatisiert worden sind und welchen Einfluss das auf das spätere Leben hatte, gerade deshalb, weil das Thema gesellschaftlich tabuisiert war. Man erkennt, dass sinnlos prügelnde Lehrer und Eltern nicht individuell erlebtes Schicksal, sondern gesellschaftliches Problem dieser Zeit waren, sieht den Einfluss dieses Erlebens auf die 68er Bewegung, auf Probleme in der eigenen Bindungsfähigkeit, die durch die Folgen der Nazipädagogik Schaden nahm. Der Beginn der Therapiewelle in den 70er Jahren erscheint plötzlich als logische Folge des Vorausgegangenen. Das Buch ist auch für diejenigen interessant, die in den 60er/70er Jahren geboren sind, um ihre Eltern besser zu verstehen.
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178 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine längst überfällige Untersuchung, 24. August 2004
Von Ein Kunde
Einfühlsam und ohne jemals zu polarisieren, Anklagen zu erheben oder Vorwürfe in den Raum zu stellen, nähert sich die Autorin einem Thema, das bei allem Bemühen um Vergangenheitsbewältigung auf der Strecke geblieben ist: Wie haben die Deutschen, deren Kindheit durch den II. Weltkrieg überschattet war, ihre Erfahrungen verarbeitet? Haben sie das überhaupt? Welchen Einfluss hatten die bitteren Erfahrungen der Kriegskinder auf die Art und Weise, wie sie wiederum ihre Kinder erzogen haben?
Als Mitte der 60er Jahre geborenes Kind zweier Kriegskinder hat mich die Lektüre außerordentlich bewegt und Zusammenhänge aufgezeigt, die mir bis dahin nicht klar geworden waren. Sind wir eigentlich sicher, dass all die Verweise auf im deutschen Namen begangene Verbrechen, so notwendig und berechtigt sie auch sind, es diesen schon aufgrund ihres damaligen Alters unschuldigen Deutschen nicht faktisch unmöglich gemacht haben, über ihre Wunden und Verluste zu trauern?
Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung an die 60er Jahrgänge, dieses Buch zu lesen. Wer bei der Lektüre von "Generation Golf" zu Recht eine Menge zu lachen hatte, erfährt hier nun vieles Wichtiges über die Eltern jener Generation - und mag manches Mal sehr traurig werden.
Es ist für die heute längst im Rentenalter lebende Kriegskinder-Generation noch nicht zu spät, die oft zitierte "Unfähigkeit zu Trauern" abzulegen. Dieses Buch könnte dabei helfen.
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58 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Schmöker, 5. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Taschenbuch)
Dieses Buch kann nur die aufrütteln, die dazu auch bereit sind, sich mit diesem Thema auseinander zusetzen.
Ich bin weder Kriegskind noch vertrieben worden, doch ist diese Thematik aktueller denn je, da besagte Generation nun endlich zur "Ruhe" kommt.Und mitten in diesen Ruhestand hinein, schlägt mit aller Wucht die Vergangenheit.
Es ist sehr mutig und wichtig, daß wir nachgeborenen erfahren, wie es der "vergessenen Generation" ergangen ist, warum sie sich verhalten wie sie sich verhalten(haben).Daß dies auch von wissenschaftlicher Seite betrachtet wird, halte ich für besonders wertvoll.Es gibt ja leider immer weiter Kriege und somit immer weiter Vertreibungen, und ein, zwei ....Generationen danach, die mit den Auswirkungen leben müssen.
Die Autorin hat ein, meiner Meinung nach, sehr "aufregendes"Buch geschrieben.Allerdings nur für die die sich auch auf - regen (!!!) wollen.Nicht wegsehen, weghören, ignorieren, sondern zuhören, hinschauen, teilhaben und verstehen(lernen)ist der Sinn dieses Buches.Damit es keine vergessenen Generationen mehr gibt.
Für mich ein bereicherndes Buch.
Ich bin manchmal immernoch erstaunt, daß es Menschen gibt, die zu diesem Thema einen "Schmöker" suchen.
Da gibt es wirklich mehr als genug.(z.B. "Ich war fünf und hatte das Leben noch vor mir"v. A.Panzner)
Genauso daneben sind hier"angebliche Korrekturleser".In erster Linie ist der INHALT wichtig, aber wer ein Haar in der Suppe sucht, wird eins finden und wenn es sein eignes ist.
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