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Die verbotenen Evangelien. Apokryphe Schriften
 
 
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Die verbotenen Evangelien. Apokryphe Schriften [Gebundene Ausgabe]

Katharina Ceming , Jürgen Werlitz
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 207 Seiten
  • Verlag: Marixverlag (16. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937715517
  • ISBN-13: 978-3937715513
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 307.779 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Bibel kennt vier Evangelien. Es gab aber in der Frühzeit des Christentums eine Vielzahl anderer Evangelien, die von der Kirche allerdings ausgesondert wurden und deren Gebrauch in den Gemeinden verboten wurde. Dieses Buch versammelt die wichtigsten dieser verbotenen Evangelien, legt sie in einer modernen Übersetzung vor und erzählt ein spannendes Stück Urchristentum: Warum wurden gewisse Evangelien in den Rang des Gotteswortes erhoben, andere Evangelien aber für den kirchlichen Gebrauch verboten? Die apokryphen Schriften, hier in moderner Übersetzung zusammengestellt, sind bedeutende Texte des frühen Christentums und werfen ein faszinierendes Licht auf die Gestalt Jesu und sein Umfeld. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Katharina Ceming, promovierte Philosophin und habilitierte Theologin, arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Universität Augsburg. Jürgen Werlitz ist habilitierter Theologe und seit Januar 2005 außerplanmäßiger Professor für Alttestamentliche Exegese an der Universität Augsburg. Zudem lehrt er seit 2005 als Gastprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuern Altes Testament. Freiberuflich ist er als Buchautor, Dozent und Vortragsredner tätig. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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187 von 200 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Umfangreich - hoch informativ - kompakt, 1. Februar 2005
Von 
timediver® "www.timediver.de" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
"Apocrypha, hoc est, narrationes de Christo, Maria, Josepho, cognatione et famila Christi, extra biblia etc."
(Michael Neander, AD 1564)

Das erste Drittel des Buches befasst sich zunächst mit den kanonischen Evangelien. Nach Erläuterung des Begriffes Kanon, eines Lehnwortes aus dem semitischen, das ursprünglich (Maß)Rohr (Maßstab) bedeutete und im griechischen für Norm, Regel, Vorschrift, Liste oder Verzeichnis verwendet wurde, erfährt der Leser Herkunft und Bedeutung des Wortes Evangelium (Abk. Ev;
griech.: Eu angelion= Frohe Botschaft). Es folgt die Entstehungsgeschichte der kanonischen Evangelien, ihren Quellen, (zugeschriebenen) Urhebern und Verfassern, sowie erschiedene Theorien der kritischen Bibelwissenschaft (Traditionshypothese, Fragmenthypothese, Zwei-Quellentheorie etc.). Den Ausführungen zu den vier kanonischen Evangelien (drei "Synoptiker" und JohannesEv) folgt die Geschichte ihrer Kanonisierung, der mehrere Jahrhunderte in Anspruch nahm. Anschließend werden die historische Gründe der Kanonisierung erläutert: Die Christen der ersten Jahrhunderte lebten in verstreuten Gemeinden und folgten verschiedenen Überlieferungen und Traditionen. Marcionismus, Montanismus und Gnosis, sollten schließlich als Häresien erklärt werden und aus der Geschichte verschwinden. Mit ihrer Konsolidierung zu einer katholischen, allumfassenden Kirche ging auch das Bestreben einher, die Auffassung nach der ursprünglichen Lehre Jesu zu sichern. Umstritten war jedoch nicht nur die Kanonisierung des Hebräerbriefes und der Johannesapokalypse, auch die des JohannesEv war strittig, da seine Grenze zur Gnosis fließend ist. Bei den Kriterien zur Kanonisierung war die Apostolizität (der wichtigste Aspekt. Daneben waren "Erbaulichkeit" (=für das christliche Leben lehrreich) ein hohes Alter und Historizität (!), verbunden mit geistlicher Nähe zu Jesus, sowie die Tradition im Gottesdienst (Rezeption) und die Übereinstimmung mit der Orthodoxie von Bedeutung. Die Autoren hinterfragen die subjektive Auslegung dieser Kriterien, denn z. B. "etwas als geschichtlich wahr zu betrachten" ist mehr eine Frage der Macht, um eigene Vorstellungen durchzusetzten. Auch war nicht jede Ansicht, die nicht kanonisiert wurde, automatisch häretisch. Manchmal hatte die entsprechende Gruppe einfach nicht Macht und Einfluss, um ihr Schrifttum in der Großkirche durchzusetzen. Es folgen Ausführungen über Entstehungszeit, Begriff und Gattungen der apokryphen Quellen, sowie ihrer Erforschung. Apokryph (griech: verborgen/geheim) wurde bei Irenäus von Lyon zum Synonym für häretisch und ist erst seit der Synode von Karthago (397) gleichbedeutend mit verboten. In der apokryphen Literatur, die daneben auch Apokalysen, Briefe und Spruchsammlungen kennt, nehmen die Evangelien eine Sonderstellung ein. Es gibt drei Gruppen apokrypher Evangelien: Eng mit den Kanonikern verbunden sind PetrusEv, ÄgypterEv und KoptEv, ThomasEv und das judenchristliche EbjonitenEv. Bei Evangelien mit (teilweise) gnostischem Inhalt treten Erzählungen über Jesu Wirken in den Hintergrund, da es sich um Sprüche Jesu handelt, in denen er seine Erlösungsbotschaft und Wege zum Heil verkündet. (z. B. ThomasEv, PhillipusEv usw.) Zur dritten Gruppe gehören die zur erbaulichen Literatur gerechneten Erzählungen, die weitere Informationen über das Leben Jesu geben sollen. Sie sind jedoch Vermischungen mit anderen Traditionen und Mythen der Volksliteratur, die auch Einfluss auf die bildenden Kunst genommen haben. Bei ihnen werden Randereignisse ausgeschmückt und in den Mittelpunkt gerückt (z. B. KindheitsEv NikodemusEv und Pilatusakten). Das ProtEv des Jakobus mit seiner Mariologie dient als "verbotenes Evangelium" paradoxerweise als Grundlage für das Dogma der Unbefleckten Empfängnis.

Die anderen zwei Drittel des Buches nehmen acht apokryphe Evangelien ein, die nach jeweilig erläuternder Einleitung mit komplettem Text (und kanonischen Entsprechungen als Randnotizen) abgedruckt sind. Literaturhinweise bilden den Abschluss des sehr empfehlenswerten Buches, mit dem Katharina Ceming und Jürgen Werlitz eine umfangreiche, hoch informative und dennoch kompakte Zusammenstellung gelungen ist. Ein klasse Preis-Leistungsverhältnis kommt noch hinzu. Dafür die Höchstwertung: 5 Amazonsterne.

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103 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Buch, 7. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die verbotenen Evangelien. Apokryphe Schriften (Gebundene Ausgabe)
Habe dieses Buch mit gemischten Gefühlen gekauft.
Für einen interessierten Laien ist es sehr verständlich geschrieben. Am meisten hat mich das Nikodemus-Evangelium gefesselt, da es die Gerichtsverhandlung, Kreuzigung, Auferstehung und das Verhalten der Nachwelt Jesu mal aus einer ganz anderen Perspektive sieht - aus der Sicht der Römer nämlich ("Pilatus-Akten"), und nicht aus der Sicht der Jünger Jesu. Das war für mich spannend wie ein Kriminalfall.
Für interessierte Laien, wie gesagt, sehr spannend!
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95 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Solides Werk, 13. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Die verbotenen Evangelien. Apokryphe Schriften (Gebundene Ausgabe)
Wenn man liest, dass in diesem Buch „geheime" Evangelien vorgestellt werden sollen, ist die Erwartungshaltung ja schon ziemlich hoch. Doch leider wird man etwas enttäuscht.
Doch zunächst zum Aufbau: Das Buch gliedert sich in einen Teil A und einen Teil B.

In Teil A, der ca. 65 Seiten einnimmt, wird die Geschichte der so genannten apokryphen Evangelien dargestellt, d. h. warum sie verfasst und später nicht kanonisiert wurden. Auch Fachbegriffe werden erklärt - zumindest teilweise. Und da liegt das Problem: Die ganze Darstellung sind teilweise ziemlich durcheinander aufgelistet und ohne festen Faden. Man wird mit Autoren, historischen Persönlichkeiten usw. bombardiert und weiß nicht wo man dies alles einordnen soll.

In Teil B findet sich eine Wiedergabe mehrerer apokrypher Evangelien. Vom Layout ist das ganze sehr übersichtlich gestaltet. Allerdings bleibt die große Überraschung beim Inhalt her aus: einzig das Thomasevangelium bzw. die Kindheitsgeschichten Jesu sind sehr interessant.

Nützlich ist die ausführliche Quellenauflistung am Ende.

Fazit: Alles in allem ein solides Werk, das gut für einen Einstieg in das Thema geeignet ist (3 Sterne).

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