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Die verbotenen Evangelien: Apokryphe Schriften
 
 
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Die verbotenen Evangelien: Apokryphe Schriften [Gebundene Ausgabe]

Katharina Ceming , Jürgen Werlitz
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Bibel kennt vier Evangelien. Es gab aber in der Frühzeit des Christentums eine Vielzahl anderer Evangelien, die von der Kirche allerdings ausgesondert wurden und deren Gebrauch in den Gemeinden verboten wurde. Dieses Buch versammelt die wichtigsten dieser verbotenen Evangelien, legt sie in einer modernen Übersetzung vor und erzählt ein spannendes Stück Urchristentum: Warum wurden gewisse Evangelien in den Rang des Gotteswortes erhoben, andere Evangelien aber für den kirchlichen Gebrauch verboten? Die apokryphen Schriften, hier in moderner Übersetzung zusammengestellt, sind bedeutende Texte des frühen Christentums und werfen ein faszinierendes Licht auf die Gestalt Jesu und sein Umfeld. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Katharina Ceming, promovierte Philosophin und habilitierte Theologin, arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Universität Augsburg. Jürgen Werlitz ist habilitierter Theologe und seit Januar 2005 außerplanmäßiger Professor für Alttestamentliche Exegese an der Universität Augsburg. Zudem lehrt er seit 2005 als Gastprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuern Altes Testament. Freiberuflich ist er als Buchautor, Dozent und Vortragsredner tätig. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
192 von 206 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Apocrypha, hoc est, narrationes de Christo, Maria, Josepho, cognatione et famila Christi, extra biblia etc."
(Michael Neander, AD 1564)

Das erste Drittel des Buches befasst sich zunächst mit den kanonischen Evangelien. Nach Erläuterung des Begriffes Kanon, eines Lehnwortes aus dem semitischen, das ursprünglich (Maß)Rohr (Maßstab) bedeutete und im griechischen für Norm, Regel, Vorschrift, Liste oder Verzeichnis verwendet wurde, erfährt der Leser Herkunft und Bedeutung des Wortes Evangelium (Abk. Ev;
griech.: Eu angelion= Frohe Botschaft). Es folgt die Entstehungsgeschichte der kanonischen Evangelien, ihren Quellen, (zugeschriebenen) Urhebern und Verfassern, sowie erschiedene Theorien der kritischen Bibelwissenschaft (Traditionshypothese, Fragmenthypothese, Zwei-Quellentheorie etc.). Den Ausführungen zu den vier kanonischen Evangelien (drei "Synoptiker" und JohannesEv) folgt die Geschichte ihrer Kanonisierung, der mehrere Jahrhunderte in Anspruch nahm. Anschließend werden die historische Gründe der Kanonisierung erläutert: Die Christen der ersten Jahrhunderte lebten in verstreuten Gemeinden und folgten verschiedenen Überlieferungen und Traditionen. Marcionismus, Montanismus und Gnosis, sollten schließlich als Häresien erklärt werden und aus der Geschichte verschwinden. Mit ihrer Konsolidierung zu einer katholischen, allumfassenden Kirche ging auch das Bestreben einher, die Auffassung nach der ursprünglichen Lehre Jesu zu sichern. Umstritten war jedoch nicht nur die Kanonisierung des Hebräerbriefes und der Johannesapokalypse, auch die des JohannesEv war strittig, da seine Grenze zur Gnosis fließend ist. Bei den Kriterien zur Kanonisierung war die Apostolizität (der wichtigste Aspekt. Daneben waren "Erbaulichkeit" (=für das christliche Leben lehrreich) ein hohes Alter und Historizität (!), verbunden mit geistlicher Nähe zu Jesus, sowie die Tradition im Gottesdienst (Rezeption) und die Übereinstimmung mit der Orthodoxie von Bedeutung. Die Autoren hinterfragen die subjektive Auslegung dieser Kriterien, denn z. B. "etwas als geschichtlich wahr zu betrachten" ist mehr eine Frage der Macht, um eigene Vorstellungen durchzusetzten. Auch war nicht jede Ansicht, die nicht kanonisiert wurde, automatisch häretisch. Manchmal hatte die entsprechende Gruppe einfach nicht Macht und Einfluss, um ihr Schrifttum in der Großkirche durchzusetzen. Es folgen Ausführungen über Entstehungszeit, Begriff und Gattungen der apokryphen Quellen, sowie ihrer Erforschung. Apokryph (griech: verborgen/geheim) wurde bei Irenäus von Lyon zum Synonym für häretisch und ist erst seit der Synode von Karthago (397) gleichbedeutend mit verboten. In der apokryphen Literatur, die daneben auch Apokalysen, Briefe und Spruchsammlungen kennt, nehmen die Evangelien eine Sonderstellung ein. Es gibt drei Gruppen apokrypher Evangelien: Eng mit den Kanonikern verbunden sind PetrusEv, ÄgypterEv und KoptEv, ThomasEv und das judenchristliche EbjonitenEv. Bei Evangelien mit (teilweise) gnostischem Inhalt treten Erzählungen über Jesu Wirken in den Hintergrund, da es sich um Sprüche Jesu handelt, in denen er seine Erlösungsbotschaft und Wege zum Heil verkündet. (z. B. ThomasEv, PhillipusEv usw.) Zur dritten Gruppe gehören die zur erbaulichen Literatur gerechneten Erzählungen, die weitere Informationen über das Leben Jesu geben sollen. Sie sind jedoch Vermischungen mit anderen Traditionen und Mythen der Volksliteratur, die auch Einfluss auf die bildenden Kunst genommen haben. Bei ihnen werden Randereignisse ausgeschmückt und in den Mittelpunkt gerückt (z. B. KindheitsEv NikodemusEv und Pilatusakten). Das ProtEv des Jakobus mit seiner Mariologie dient als "verbotenes Evangelium" paradoxerweise als Grundlage für das Dogma der Unbefleckten Empfängnis.

Die anderen zwei Drittel des Buches nehmen acht apokryphe Evangelien ein, die nach jeweilig erläuternder Einleitung mit komplettem Text (und kanonischen Entsprechungen als Randnotizen) abgedruckt sind. Literaturhinweise bilden den Abschluss des sehr empfehlenswerten Buches, mit dem Katharina Ceming und Jürgen Werlitz eine umfangreiche, hoch informative und dennoch kompakte Zusammenstellung gelungen ist. Ein klasse Preis-Leistungsverhältnis kommt noch hinzu. Dafür die Höchstwertung: 5 Amazonsterne.

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104 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr interessantes Buch 7. Oktober 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Habe dieses Buch mit gemischten Gefühlen gekauft.
Für einen interessierten Laien ist es sehr verständlich geschrieben. Am meisten hat mich das Nikodemus-Evangelium gefesselt, da es die Gerichtsverhandlung, Kreuzigung, Auferstehung und das Verhalten der Nachwelt Jesu mal aus einer ganz anderen Perspektive sieht - aus der Sicht der Römer nämlich ("Pilatus-Akten"), und nicht aus der Sicht der Jünger Jesu. Das war für mich spannend wie ein Kriminalfall.
Für interessierte Laien, wie gesagt, sehr spannend!
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
informativ, seriös 8. Juli 2009
Format:Taschenbuch
Eine kritische und vollständige Arbeit, die das ergänzt, was uns die kanonischen Texte vorenthalten. Klare Kommentare helfen, wo dem Leser Hintergrundinformationen zu Zeitgeschichte und Umfeld fehlen. Fundiert dargelegte Übersetzungen mit kritischen Anmerkungen, die aus dem Kontex die Arbeit des Übersetzers nachverfolgen lassen. Dennoch leicht lesbar, ohne unnötige pseudowissenschaftliche Formulierungen.
Das Beste jedoch ist, dass die Autorin das Thema ohne wegzulassen angeht, sie zitiert alle belegten und verfügbaren alten Texte, sowie auch ohne eine Tendenz zu verfolgen, wie es leider viele Schriften zu diesem Thema von der ersten Zeile ab tun.
Der Text ist neutral, weder die konservativ-christliche Seite, noch esoterisch abgehobene Spekulationen haben hier Raum.

Aus jeder Sicht ABSOLUT LESENSWERT!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Guter Lesestoff
Etwas trocken geschrieben, aber wenn man erstmal bei den verbotenen Evangelien angekommen ist, lässt es einen nicht mehr los.
Vor 23 Monaten von germanjarhead veröffentlicht
Falsche Ausgabe wurde geliefert, Kapitel fehlten
Ich weiß nicht ob das jedesmal passiert, wenn man dieses Buch bestellt, aber ich erhielt eine andere Ausgabe dieses Buches, das zwar den gleichen (oder zumindes einen sehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2010 von Georg Christine
Unnötiges Buch !!
Ich bin enttäuscht !!!!
Sehr viel Drumherum am Anfang, um einen pseudowissenschaftlichen Anstrich zu haben,
später dann Histörchen, die nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2010 von Bücherfreak
Die verbotenen Evangelien sind von der Kirche zurech abgelehnt.
Man ist ja recht gespannt einmal in diesen "verbotenen Büchern" zu lesen. Und was hörten wir alles für Gründe, warum sie verboten worden seien. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2009 von Gernot Schmitt
Umfangreich - hoch informativ - kompakt
"Apocrypha, hoc est, narrationes de Christo, Maria, Josepho, cognatione et famila Christi, extra biblia etc. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juli 2009 von timediver®
Sachliche Dokumentation
Exakte wissenschaftlich fundierte Arbeit, allgemein verständliche Einleitung und Erklärung der einzelnen Evangelien-Texte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2009 von W. Satzinger
Perfektes Werk für Einsteiger und interessierte Laien
Mit knapp über 200 Seiten präsentieren die Autoren ein hervorragendes Werk für Einsteiger über jene Evangelien, die es nicht geschafft haben, in die Heilige... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2009 von Schelli
Nicht weiter zu empfehlen
Man merkt deutlich das dieses Buch von katholichen Wissenschaftlern geschrieben worden ist. Sie halten vieles zurück was in Nag Hammadi noch gefunden wurde!!!. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2008 von Nanna
die wichtigsten apokryphen Schriften
Auch ich fand das Buch auch ziemlich interessant.In Teil A konnte ich lesen, wie die kanonischen und apokryphen Schriften entstanden sind und allmählich gegeneinander... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juli 2008 von J. Paul
Hat was vom Da Vinci Code
Zahllose spannende Hintergründe hat die Christliche Religion in ihren Kellern verwahrt, mit diesem Büchlein werden manche Fragen von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2008 von Reiner Erdt
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