"Die verborgene Königin" ist der Erste von zwei Bänden der "Changer of Days"-Dilogie von Alma Alexander.
Mit ihrem Roman entführt die Autorin die Leser in ihre eigene Welt, bestehend aus drei Königreichen. Eine Karte zu Anfang des Buches sorgt für eine bessere Vorstellung der Welt, in die man versetzt wird.
Der Anfang des Buches ist wahrlich traurig, eine alte Fehde zwischen zwei verfeindeten Königreichen hat wieder einmal einen Krieg heraufbeschworen und zahlreiche Opfer gefordert, darunter auch den König der Roisinaner. Doch zum Glück ist ein Nachkomme, ein gestandener Mann, zur Hand, um das Heer trotzdem siegreich in die Schlacht zu führen - einziger Wermutstropfen: er ist nicht der legitime Nachfolger. Dieser ist Anghara, Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Gemeinsam mit ihr begibt sich der Leser auf die Flucht vor dem Halbbruder, der, um seine Macht nicht zu verlieren, alles daran setzt Anghara in die Finger zu bekommen. Alma Alexander macht es ihrer Hauptfigur nicht leicht, nach und nach verliert Anghara alles, was ihr lieb und teuer ist, erst ihr Heim, dann ihre Identität und später auch alle treuen Gefährten. Doch zum Glück sorgt die Autorin immer wieder für ein wenig Nachschub - Charaktere, die ihr zu Freunden oder zu einem Lehrer und Führer werden auf dem Weg der ständigen Flucht vor ihrem Halbbruder. Und damit dem Leser auch garantiert nicht langweilig wird, wartet die Autorin noch mit einer Bestimmung auf, die größer ist, als nur die Krone ihres Landes zu tragen. Kein Wunder, dass bei so viel Zündstoff dem Leser kaum Zeit bleibt, sich zu langweilen.
Durch Angharas Flucht bekommt man auch einen guten Einblick in die Welt von Alma Alexander. Speziell die Kultur des Wüstenvolks der Kheldrin erweist sich als sehr durchdacht, was auch nicht unwesentlich mit einem eigenen Vokabular verbunden ist, welches die Autorin hier immer wieder benutzt. Allerdings wird zumindest in dieser Ausgabe dieses Faible für eine eigene Sprache auch zum Wermutstropfen. Zum Ende hat sich nämlich der Fehlerteufel in das Buch eingeschlichen und zwei landestypischen Begriffe sind auffallend oft nicht korrekt, auch wenn es sich meist nur um einen falschen Buchstaben handelt.
Ein Glossar mit Erläuterung der Begriffe und Kennzeichnung, aus welchem Land sie stammen, rundet das Buch ab.
"Die verborgene Königin" ist somit ein interessanter Auftakt dieser Reihe und man darf gespannt sein, wie die junge Erbin ihren Thron wieder zurückerobert.