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Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry: Roman [Gebundene Ausgabe]

Rachel Joyce , Maria Andreas-Hoole
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (334 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. Mai 2012
Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß.
Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert.

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

»Wer Harold begegnet, den lässt er nicht wieder los.« The Times

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Produktinformation

Brief an die Leser Jetzt reinlesen [0kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 10 (14. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810510793
  • ISBN-13: 978-3810510792
  • Originaltitel: The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (334 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 249 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Hape Kerkelings Pilgerreise war gut. Besser geht es nicht. Dachte ich ... Harold Frys Geschichte ist unglaublich stimmig, berührend. Am Ende dieses Buches habe ich mich wie verzaubert gefühlt.« Christine Westermann, WDR 2 Bücher

»Ein unglaubliches Lesevergnügen.« Cosmopolitan

»Eine Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt.« Maxi

»An alle, die durch sind mit dem ›Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg‹: Macht euch mit Rachel Joyce auf ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹. Der ist zwar erst 65, verschwindet aber genauso aufsehenerregend.« Brigitte

»Rachel Joyce erzählt in wundervoll poetischen Metaphern, und überrascht den Leser immer wieder aufs Neue. ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹ zwingt den Leser dazu, sich mit seinem Leben und seinen Lieben auseinanderzusetzen.« NDR Kultur

Über den Autor

Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹ ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Ländern auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
335 von 349 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionale Tiefe 14. Mai 2012
Format:Gebundene Ausgabe
'Beim Laufen habe ich mich an so vieles erinnert. An Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sei vergessen hatte, Manche Erinnerungen waren hart. Aber die meisten waren schön. Ich habe Angst, dass ich sie eines Tages, vielleicht bald, wieder verliere'.

Nicht nur körperlich, auch emotional zutiefst mitgenommen zeigt sich Harald Fry am Ende seines Fußmarsches von über 1000 Kilometern in 87 Tagen.

Er, der zu Beginn des Buches wirkte wie ein Teil einer typisch auseinandergelebten, englisch distanzierten, Familie. Seine Frau Maureen und er in getrennten Zimmern, nur das Nötigste wird gesagt, entfremdet auch von David, dem Sohn, der nicht mehr zu Hause anzutreffen ist. Der nach 45 Jahren als Handelsvertreter nun im nichtssagenden Ruhestand ist. Der sich vorwirft, Zeit seines Lebens da, wo es nötig gewesen wäre, aus seiner inneren, emotionalen Distanz, fast Starre nicht herausgekommen zu sein. Gerade in wichtigen Momenten mit seinem Sohn David. Oder auch, als seine Mutter ihn und die Familie einfach verließ.

Gedanken, die Harold zugeflogen kommen, als er sich, unvorbereitet und spontan, auf den Weg macht. Eine alte Kollegin, seit 20 Jahren nicht mehr gesehen, schreibt ihm einen Brief. Sie liegt im Sterben. Ein Mädchen an der Tankstelle, kurz vor dem letzten Briefkasten des Ortes, erzählt von der Kraft des Glaubens an Besserung.
'Man muss daran glauben, dass ein Mensch wieder gesund werden kann'.

So gibt Harold, ganz spontan, per Telefon dem Hospiz Bescheid, dass er sich auf den Weg macht und Queenie mit ihrem Sterben warten soll. Er käme zu Fuß.

Und Harold macht sich auf den Weg. In einfachen Segelschuhen, mit nur dem, was er gerade dabei hat. Trifft auf Fremde, setzt Fuß vor Fuß. Mit jedem Schritt scheint da auch etwas in ihm selber wieder zurecht gerückt zu werden. Erinnerungen kommen, schamvolle, peinvolle, schöne Erinnerungen. Erinnerungen, die er unter Schmerzen ansehen und verarbeiten muss. Und so erlebt der Leser an der Hand der Autorin einen allmählichen Gang in die Tiefe eines Menschen und seines Umfeldes und derer, denen er begegnet, der bald ahnen lässt, dass hier Geheimnisse, wichtige Dinge noch vorliegen, die erst langsam an der Oberfläche kratzen.

Kommt man zum Ende des Buches, schließt sich der Kreis, gelingt es Joyce, diese eigentlichen Dinge unglaublich überraschend zu enthüllen. In einer Art und Weise, die emotional tief berührt und fast sprachlos zurücklässt. Wie es ihr überhaupt gelingt, Seite für Seite in wunderbarer und immer treffender Sprache eine emotionale Erlebnisreise auf Papier zu bannen, die sich (auch das wieder erst ganz am Ende) tatsächlich als eine echte Pilgerreise des Glaubens (ohne jede Religiosität) darstellt.
'Wenn er den Blick immer auf die Dinge gerichtet hielt, die größer aren als er selbst, dann würde er es schaffen. Ganz sicher'.

Mit menschlichen Erkenntnissen, einer inneren Geschichten, mit Begegnungen, die immer wieder, Seite für Seite, an die Grundfesten der Substanz der Persönlichkeiten reichen. Genau beobachtetes Leben, aus dem Joyce ebenso treffsicher die dahinter liegenden Emotionen zu beschreiben versteht, diese im wahrsten Sinne des Wortes für den Leser erlebbar macht.

Was das Eigentliche ist, was Harold mit Queenie verbindet, was diese für ihn getan hat, warum er sie nun unbedingt noch einmal sehen muss, was sein eigentlicher, tiefer Schmerz ist, der ihn und seine Frau so voneinander getrennt haben und wie sich er, aber auch seine Frau Maureen durch diesen Fußweg entwickeln und verändern, innerlich wieder wie jung werden können, dies alles führt Joyce sprachlich mit fast spielerischer Leichtigkeit vor Augen, ohne je die Gefahr zu geraten, zuviel Pathos oder zu vordergründige Emotionen in den Mittelpunkt zu stellen.

Harold geht einen langen Weg in einer durchaus langen Geschichte, die dennoch keine Längen aufweist, bei der jede Seite und jedes Wort seinen Platz findet. Und in der Rachel Joyce tatsächlich an die Substanz ihrer Figuren, die Substanz der Dinge, die geschehen sind und letztendlich an die Substanz des Lebens selbst geht. Wo der Tod nicht ausgespart wird, der Schmerz seinen Platz findet, die Liebe alles begleitet (oft ohne ins Bewusstsein zu dringen) und das Leben sich lösen darf auch in die eigene Nichtigkeit hinein. Bis dahin, dass man wirklich daran glauben muss (und darf) dass ein Mensch sich in diesem Leben finden kann. In all den Einrahmungen, Einbildungen, im eigenen Versagen und im Anblick schmerzlicher Verluste, welche die eigene Schale hart machen.

Dieses Buch verändert nicht die Welt, aber den, der es liest. Und nach der Lektüre weiß man, dass Joyce nicht übertreibt. 'Ich habe mein Herz in diese Geschichte gelegt'. Spürbar.
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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman, der Spuren hinterlässt 22. Mai 2012
Von Anette1809 TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ausgelöst durch den Brief seiner früheren Arbeitskollegin Queenie Hennessy startet der Rentner Harold Fry auf eine unwahrscheinliche Pilgerreise quer über den britischen Kontinent. Zunächst wollte er nur einen Brief in den nächsten Briefkasten werfen, doch dann läuft er daran vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter...
Queenie ist an Krebs erkrankt und Harold hat es sich in den Kopf gesetzt, dass er mit seiner Reise und dem festen Glauben ihre Krankheit aufhalten kann. Letztendlich liegen 87 Tage und 1000 Kilometer zwischen dem Aufbruch in Südengland und der schottischen Grenze, an der Queenies Hospiz liegt.

'Ich breche jetzt auf. Solange ich gehe, muss sie leben. Bitte sagen Sie ihr, dass ich sie diesmal nicht im Stich lassen werde.' S.28

Harold Fry bricht aus seinem alten Leben aus, dass in einen alltäglichen Trott und Gewohnheiten verfallen ist, seine Frau und er haben sich seit Jahren nichts mehr zu sagen, über der Entwicklung ihres Sohnes und seinen Hang zum Trinken und seiner Perspektivlosigkeit haben sie sich entzweit. Allein die Entwicklung, die Harolds Leben genommen hat, die tägliche Routine und die Eintönigkeit, die sich darin eingenistet hat, zwingen einen dazu, seine Reise Schritt für Schritt zu verfolgen, aus Angst, selbst eines Tages wie er zu enden oder aus Angst, etwas Wichtiges im Leben zu verpassen, falsche Entscheidungen zu treffen, Gelegenheiten ungenutzt verstreichen zu lassen.

'Wenn wir nicht ab und zu was Verrücktes tun, können wir uns gleich begraben lassen.' S.45

Seine Reise beginnt gemächlich, häufig zweifelt Harold an seinem Entschluss und braucht den Zuspruch zufälliger Weggefährten, um an seinem Plan festzuhalten. Er wirft viel alten Ballast aus seinem Leben ab auf seiner Reise zu Queenie, hält aber auch an alten Gewohnheiten fest, möglicherweise, um sich selbst nicht zu verlieren, so sattelt er bis zum Schluss nicht auf Wanderschuhe um, sondern behält seine Segelschuhe, bis diese kaum noch zusammenhalten.
Die Menschen, die Harold auf seiner Reise trifft, gewinnen nicht immer die Sympathie des Lesers, trotzdem ist jeder einzelne von ihnen ein wichtiges und unverzichtbares Mosaiksteinchen auf Harolds Weg, sie spiegeln zum Teil Facetten aus seinem aktuellen Leben und seiner Vergangenheit wieder und zwingen ihn dazu vergangenes Revue passieren zu lassen und zu überdenken. Rachel Joyce stellt so viele Charaktere nur in Momentaufnahmen vor, und trotzdem berührt sie damit stärker das Herz des Lesers, als es manche Autoren mit einem ganzen Buch vermögen.
Je weiter man an Harolds Seite durch England pilgert, desto klarer wird einem, dass Harold nicht nur zu etwas hin, sondern auch vor etwas wegläuft. Im Laufe seiner Wanderschaft werden seine Frau Maureen und sein Sohn David stärker in die Geschichte involviert und es wird immer deutlicher, dass die Freundschaft zu Queenie nicht der einzige Grund ist, weshalb Harold Kilometer um Kilometer zurücklegt.
"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" enthält unheimlich viele bemerkenswerte Textstellen und kleine Lebensweisheiten, dass man ständig beim Lesen innehalten möchte, um sich Wort für Wort zu verinnerlichen. Neben dem leichtfüßigen Schreibstil hat mir bei der Umsetzung besonders die Überschriftenauswahl der Kapitel gefallen. Rachel Joyce setzt sie immer mit einem Protagonisten aus dem Buch in Verbindung.

Fazit:
"Die unwahrscheinliche Reise des Harold Fry" ist eine tiefgründige Geschichte über Liebe, Freundschaft und Vergebung: über wirklich wichtige Dinge im Leben, die man so häufig über Nebensächlichkeiten aus den Augen verliert. Obwohl die Füße auf 1000km schwer werden und manche Themen voller Schwermut sind, gelingt es Rachel Joyce die Geschichte leichtfüßig zu erzählen und nicht nur dem namensgebenden Protagonisten ein Lächeln für die schönen Dinge im Leben auf die Lippen zu zaubern.
Rachel Joyce hat mit ihrem Debütroman eine Geschichte geschaffen, die auf viele Arten berührt, sie bringt einem zum Lachen, Weinen und Nachdenken und hallt noch lange in Gedanken nach.
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102 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert! 15. Mai 2012
Von Ailis TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch war nicht das, was ich angesichts des Covers erwartet hatte, aber in diesem speziellen Fall ist das gut. Denn erwartet hatte ich eher eine kleine Geschichte aus dem All-Age-Bereich, bekommen habe ich jedoch einen Roman mit Tiefgang, Ernst und Nachdenklichkeit.
Rachel Joyce erzählt in ihrem ersten Roman die Geschichte des Rentners Harold, der an einem ganz normalen Vormittag im April einen Brief von einer alten Bekannten bekommt. Er und Queenie arbeiteten für eine Weile in derselben Firma und wurden schließlich Freunde. Nun schreibt Queenie nach zwanzig Jahren, die sie keinen Kontakt mehr hatten, dass sie Krebs hat und in einem Hospiz an der schottischen Grenze ist. Es ist ein Abschiedsbrief, der Harold sehr zusetzt, da es etwas gibt, weswegen er sich in Queenies Schuld sieht. Hilflos versucht Harold, diesen Brief zu beantworten, doch mehr als ein verschämtes Dankeschön und ein kleiner Satz des Bedauerns will ihm einfach nicht gelingen. Er verabschiedet sich von seiner Frau Maureen, um diesen Brief einzuwerfen, doch je näher er dem Briefkasten kommt, desto klarer wird ihm, dass diese kleine Nachricht nicht reicht. Und so lässt er einen Briefkasten nach dem anderen hinter sich, bis er sich entschließt, ein Zeichen zu setzen und zu Fuß nach Berwick upon Tweed zu gehen. Er hinterlässt Queenie eine Nachricht, in der er sie bittet, auf ihn zu warten:

"Solange ich gehe, muss sie leben. Bitte sagen Sie ihr, dass ich sie diesmal nicht im Stich lassen werde." (S. 28)

Und so marschiert Harold los, in Hemd und Krawatte, in seinen ganz normalen Segelschuhen und ohne Gepäck, einfach so, wie er ist. Vor ihm liegt eine Strecke von knapp 1000 Kilometern und schnell wird klar, dass er diesen Fußmarsch nicht nur für Queenie macht, sondern für alles, was in seinem Leben schief lief. Er läuft für seine Frau, zu der er seit 20 Jahren nur noch ein sehr abgekühltes Verhältnis hat. Er läuft für seinen Sohn, dem er nicht der Vater war, der er sein sollte. Und er läuft auch für sich, in dem Versuch, einer lebenslangen Schüchternheit und Ängstlichkeit zu entkommen, die ihn immer lähmte. Und so ist diese Pilgerreise Harolds erster Versuch, in seinem Leben wirklich etwas zu bewegen. Zum ersten Mal ist er nicht nur stiller und duldender Zuschauer, nein, er ist Akteur. Er kommt mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch und dabei lernt er nicht nur etwas über sie, sondern auch ganz viel über sich selbst.
Harold auf dieser Reise zu folgen hat mich sehr berührt. Rachel Joyce vermittelt ihren Lesern mit sehr viel Gefühl, wie falsche Entscheidungen ein ganzes Leben prägen, aber sie lässt uns nicht ganz hoffnungslos zurück, denn sie zeigt auch, dass es immer noch möglich ist, die Notbremse zu ziehen und etwas zu ändern.
Mit "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist der Autorin ein ganz besonderer Roman gelungen, der so viel mehr zu bieten hat, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Hier geht es nicht nur um ein paar kleine Reiseanekdötchen, nein, es geht um ein ungelebtes Leben, um ein letztes Aufbäumen und den Kampf um Liebe, Treue und Loyalität, vor allem aber geht es um Vergebung. Absolut lesenswert!
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5.0 von 5 Sternen Welch ein Roman..
Eines der besten Werke die ich in meinem Leben gehört habe. Nicht ganz alltägliches Thema
aber durch Hape Kerkeling wurde die Pilgerreise ja populär. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von loverboy veröffentlicht
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