Vorne weg: Italo Calvino hat es alleine durch den formalen Aufbau dieses Buches geschafft, die inhaltliche Grundaussage an den Leser zu transportieren, dass nämlich unsere Städte nicht zu fassen sind. Wer glaubt, sie in all ihren Facetten beschreiben zu können, der irrt genauso wie jene, die sie alle besitzen will. So macht sich die Geschichte in diesem Buch auf die Suche nach den Besonderheiten so manch grandioser Städte; der neugierige Leser ist beständig versucht, in den Bildmalereien den einen oder anderen Hinweis auf ein Rom, Venedig, Paris oder wie sie alle heißen mögen, zu erhaschen. Calvino kennt die Unmöglichkeit und hat vielleicht gerade deshalb eine wunderbare Symphonie des Städtischen geschaffen.