Alles beginnt mit der verrückten These eines Wissenschaftlers von der Universität Methumis, die besagt, dass Silem-Horas nie existiert habe. Was zu bedeuten hätte, dass Amene-Horas nicht rechtmässig Herrscherin des Landes wäre. Solche Aussagen entgehen den verschiedenen Mächten im Horasiat, sowie auch dem KGIA, nicht. Die Helden werden zum Spielball hoch-politischer Mächte und selbst die Gotteshäuser schrecken nicht vor Manipulationen zurück. Und was hat Abelmir von Marvinko damit zu tun? Die Aufgaben der Helden reichen von Geleitschutz, Banküberfall, Tempelerstürmung, archäologische Graberkundung, Bibliotheksrecherche, Aufdeckung geheimer Zirkel, bis hin zur Begegnung mit einem längst verstorbenen Mann, der die Lösung zur Bezwingung der Heptarchen kennt. „Die unsichtbaren Herrscher" ist ein Abenteuer für horasisch-erfahrene Helden. Die Geschichte spielt im Lieblichen Feld und die Angabe auf der Coverrückseite (Meister: Experte, Spieler: hoch) ist nicht übertrieben. Die Story ist so umfangreich, dass man von einer kleinen Kampagne reden kann. Die Spielercharaktere werden in ein Netz von Intrigen gespannt, was alles bisher zum Horasiat Erschienene übertrifft. Das Abenteuer umfasst 80 Seiten, welche sehr anregend geschrieben sind. Damit der Meister auch auf seine Kosten kommt, sind vor jedem neuen Kapitel Dialoge zwischen politisch-höchstwichtigen NSC's aufgeführt, und so ist das Lesen dieses Abenteuers eine richtige Freude. Die Aufmachung ist sehr klar gegliedert und alle Abschnitte, die für die Helden gedacht sind, sind grau hervorgehoben und können direkt vorgelesen werden. Um das Abenteuer meistern zu können, sind die Kenntnisse des geschichtlichen Hintergrundes vom Horasiat von Nöten, mindestens zwei Boxen (Fürsten, Händler...; Götter, Magier...) müssen euer Eigen sein und die Gruppe sollte die Kampagne „Unter dem Adlerbanner" und „Shafirs Schwur" gespielt haben. Reine Prügelknaben werden in diesem Abenteuer schnell das Zeitliche segnen und genau das ist das Problem für den Meister: Jede zu offensive Handlung der Gruppe kann schlimmste Konsequenzen für die Helden nach sich ziehen, und sie sollten keine Gnade walten lassen, denn sonst würden eben „die unsichtbaren Herrscher" an Glaubwürdigkeit verlieren, denn weder der KGIA, weder der Innere Zirkel, noch die Hand Borons machen halbe Sachen, wenn es um den Kaiserthron geht.