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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
53 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Faszinierend,
Rezension bezieht sich auf: Die unsichtbare Frau (Taschenbuch)
Die intelligente und schöne New Yorker Literaturstudentin Iris ist auf der Suche nach einem Job, besucht Partys und natürlich ihre Universität. Durch die Begegnung mit einem Schriftsteller, die Übersetzung der Geschichte „Der brutale Junge" und die Beziehung zu einem ihrer Professoren wird sie von der Faszination ihrer persönlichen Komplexität erfasst.Mit einem neuen Namen und einem veränderten Aussehen lebt sie nachts andere Seiten ihrer Persönlichkeit aus. Durch ihre Bekanntschaften gerät sie jedoch nicht nur in einen Dr. Jekyll/Mr. Hyde-Sog. Sie wird auch von dem Verlangen verschiedener Männer, sie nach deren Vorstellungen zu gestalten - Teile ihrer Persönlichkeit beliebig auszublenden oder hervorzuheben - zum Objekt künstlerischer und erotischer Interessen. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschiebt sich bedrohlich. Der Originaltitel „The Blindfold" (heißt ungefähr: Die mit verbundenen Augen) charakterisiert den Romaninhalt sehr deutlich. Das Im-Dunklen-Tappen im Selbstversuch, das Herumgestoßen-Werden wie beim Blindekuh-Spiel. Nur in Momenten höchster Gefahr reißt Iris sich das Tuch von den Augen... Der Roman „Die unsichtbare Frau" von Siri Hustvedt ist ein faszinierender Roman über das Suchen, sich treiben lassen, Erahnen von Persönlichkeit. In der Mentalität dieses Romanes meine ich eine tiefe Seelenverwandschaft mit Paul Auster zu erkennen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Virtuos geschrieben und von atemberaubender Spannung,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die unsichtbare Frau. (Broschiert)
Der Studentin Iris Vegan geht es nicht gut: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, chronischer Geldmangel und die Hitze des New Yorker Sommers quälen sie; was andere mit ihr geschehen lassen, verstört sie. George, ein Bekannter ihres Liebhabers Stephen, überredet sie zu einer Fotosession und stellt ein Bild von ihr aus, das sie entblößend und zugleich unkenntlich findet und das zusammen mit dem Foto einer Frau bei einem epileptischen Anfall gezeigt wird. Paris, ein fast zwergenwüchsiger, grell geschminkter Kunstkritiker fordert auf einer Halloween-Party heraus, zu der Iris in Männerkleidern erscheint. Von ebenso großer Bedeutung ist ihre Begegnung mit dem eher intellektuelle als körperlich attraktiven Literaturprofessor Michael Rose. Er verhilft ihr zu einer Anstellung, animiert sie, eine Erzählung für ihn zu übersetzen, kritisiert aber das Ergebnis erbarmungslos. Iris identifiziert sich derart mit der Hauptperson dieser Erzählung - einem gewalttätigen Phantasien (und Taten) nachhängenden Jungen namens Klaus - dass sie sich bei ihren in Männerkleidung unternommenen Streifzügen durchs nächtliche New York mit dessen Namen vorstellt. In einer Bar begegnet sie nach eineinhalb Jahren auch wieder Professor Rose, der sie aus ihrer Misere herausholt und eine Liebesaffäre mit ihr beginnt. Iris Vegan scheint etwas zu suchen, doch was ihr begegnet und widerfährt, verstärkt nur das Gefühl, von einem schwarzen Loch aufgesogen zu werden. Iris Hustvedts Roman ist virtuos geschrieben und geprägt von atemloser, innerer Spannung. Die Hauptfigur wird in ihrer bis zur Hysterie gesteigerten Nervosität trotz des sexuell aufgeladenen Plots nicht aus männlich-besitzergreifendem, sondern aus weiblichem Blickwinkel beschrieben. Übrigens scheint der deutsche Buchtitel in die Irre zu führen, denn der Originaltitel "The Blindfold" bedeutet, wörtlich übersetzt, "Die mit den verbundenen Augen" oder "Die Verblendete".(Literaturgruppe Quarrendorf) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mutig und kreativ, aber letztendlich nicht überzeugend,
Rezension bezieht sich auf: Die unsichtbare Frau (Taschenbuch)
Angesichts der positiven Kritiken hatte ich, sowohl inhaltlich als auch sprachlich, deutlich mehr erwartet.Für meinen Geschmack findet die Erzählung nicht den richtigen Ton, Hustvedt öffnet Türen zu Räumen, die sie dann nicht betritt, die Wendungen der Geschichte sind teilweise interessant aber insgesamt nicht rund genug. Von der ersten Seite an war das Lesen untergründig von dem Gefühl einer undeutlichen Beklemmung begleitet und dem wie ich finde der gesamten Erzählung unwürdigen Ende gelang es nicht einmal annähernd, dieses Gefühl greifbarer zu machen oder es in eine positive Empfindung umzuwandeln. Die Themenwahl ist interessant und insofern mutig, als ein an sich wenig ereignisreicher Handlungsstrang auf eine wie ich finde unkonventionelle Weise zu einer Erzählung verwoben wird. Die 'Umsetzung' konnte mich insgesamt aber nicht wirklich überzeugen, was letztendlich aber natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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