Die Bücher von Dan Millman üben eine magnetische Anziehungskraft auf mich aus. Seine Art, essenzielle Weisheiten zu vermitteln und nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz des Lesers anzusprechen, ist von schlichter Schönheit und tiefem Verständnis für die Natur und deren Kreaturen geprägt. Bei dem vorliegenden Werk, das übrigens liebevoll lektoriert wurde, handelt es sich weniger um einen Roman, sondern um eine Parabel, in deren Mittelpunkt ein Wanderer steht, der auf seinen Streifzügen durch die heimischen Wälder und Berge eine geheimnisvolle, weise Frau trifft. Beide - Wanderer und Weise -
beschließen, ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen, und so kommt es, dass die geheimnisvolle Fremde zur Lehrerin des Wanderes wird. Sie ist es, die auf fast alle Fragen ihres Gefährten eine Antwort weiss und ihm über das "Medium" Natur zu völlig neuen Einsichten verhilft. Am Ende ihrer Begegnung haben sowohl der Wanderer als auch der Leser ihre "Lektionen" gelernt:
Sie sind um die (Er)Kenntnis zwölf allgemeingültiger Lebensgesetze reicher geworden.