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Die unendliche Liste [Illustriert] [Broschiert]

Umberto Eco , Barbara Kleiner
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2011

In Umberto Ecos Romanen wimmelt es nur so von Listen. Er hatte immer schon eine Vorliebe dafür. Aber erst bei der Recherche für dieses Projekt wurde ihm klar, wie enorm, ja geradezu schwindelerregend die Ausbeute an Listen ist. Weil der Mensch denkt, wenn er Ordnung in die Unendlichkeit der Dinge bringt, versteht er sie auch. Zum Bedauern des Autors konnten nicht alle Fundstücke Eingang finden, damit es kein 1000-Seiten- Buch wurde: »So dass das letzte Wort dieses Buches nur lauten kann: undsoweiter.«


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Die unendliche Liste + Die Geschichte der Hässlichkeit + Die Geschichte der Schönheit
Preis für alle drei: EUR 74,70

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Produktinformation

  • Broschiert: 408 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423346841
  • ISBN-13: 978-3423346849
  • Originaltitel: Vertigine della lista
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 17 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 237.657 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Umberto Eco (...) ergriff diese einzigartige Gelegenheit beim Schopf, um ein der Uferlosigkeit des Louvre entsprechendes Thema zu inszenieren: die Liste. Wem das zuerst so klingt, als gehe es nur um dröge Aufzählungen und Kataloge, der wird von Eco in diesem anregenden, amüsanten Bilderbuch überrascht und eines Besseren belehrt.«
Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung 8. Dezember 2009

»„Die unendliche Liste“ heißt der Prachtband (...). Das vierhundertseitige Bilder- und Lesebuch zeigt, wie durch die Jahrhunderte die unüberschaubare Vielzahl von Pflanzen, Tieren, Ländereien, Gestirnen, Engeln, Dämonen, Menschenwerken und sonstigen Kuriositäten überschaubar gemacht werden sollte.«
Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung 30. November 2009

» «
Kathrin Meier-Rust, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag 29. November 2009

» Vom Schiffskanon der «Ilias» von Homer über Leporellos Liste bis zu Warhols Büchsensuppen ist dieses Buch zur Ausstellung nichts weniger als die Liste aller Listen.«
Kathrin Meier-Rust, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag 29. November 2009

Über den Autor

Umberto Eco, 1932 in Alessandria (Piemont) geboren, lebt in Mailand und lehrte Semiotik an der Universität Bologna. Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. ›Der Name der Rose‹ (dt. 1982) machte Eco weltberühmt. Seine wissenschaftliche Laufbahn machte ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der Semiotik weltweit. Seine Leistungen wurden inzwischen mit nicht weniger als 17 Ehrendoktorwürden aus aller Welt honoriert.


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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen herrliche Faszination aus Wort und Bild 30. September 2011
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Im vorliegenden Buch halten sich Bilder und geschriebene Worte die Waage. Umberto Eco ordnet und sortiert im Auftrag des Louvre und erstellt eine Reihe von Listen.

Autorengrößen wie Thomas Mann, Victor Hugo und Jorge Luis Borges finden sich in der Liste. Unabhängig von Listen ist ein Blättern in diesem Buch eine wertvolle Bereicherung, ein weit zurückreichender Blick in die Kunst - und Literaturgeschichte der Menschheit.

Die Präzision die Eco an den Tag gelegt hat, ist beeindruckend. Allerdings war mir das nicht so wichtig, ich bin viel mehr vom künstlerischen Reichtum überwältigt, den ich mit diesem Buch in so hoch konzentrierter Form und Vollendung in meinen Händen halte. Das hat schon etwas Universelles!

Da sind Jahrhunderte alte Gemälde zu bewundern, gleich neben an auch Zeitgenössisches. Texte und Gemälde sind gut aufeinander abgestimmt.

Das Meisterhafte an diesem Buch: ich kann darin blättern, mich an irgendeiner Stelle in das Buch vertiefen, schauen und lesen und danach wieder auftauchen und erkennen, ich könnte dieses Spielchen immer weiter spielen.

Eco fasziniert einmal mehr und führt auf großartige Weise gegen alles Vergessen hinein in die Farbenpracht und den Reichtum der Geschichte!
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Metaliste 2. Februar 2010
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch ist eine schöne Ergänzung zu den beiden bereits vor einiger Zeit erschienenen Büchern von Eco: "Die Geschichte der Schönheit" und "Die Geschichte der Hässlichkeit". Dieses neue Buch teilt mit den beiden Vorgängern das Format. Und auch der Aufbau der Kapitel mit jeweils einer Einleitung von Eco und dann vielen Zitaten und Bildern von Künstlern aller Zeitalter folgt dem Konzept. Auch hier kann man kritisieren, dass das gewählte Format des Bandes eigentlich zu klein für die vielen, wunderschönen Abbildungen ist. Aber möglicherweise will ja Eco in der ganzen Reihe eher darauf Lust machen, sich die Originale anzusehen. Und da ich gerade auch zu einem fanatischen Museumsbesucher werde, kann ich ihn da durchaus verstehen.

Um Listen und Aufzählungen aller Art geht es hier. Potentiell ist das ein unendliches Thema, wie es der Titel auch sagt. Andererseits haben Listen ja auch etwas abschließendes, wer nicht auf der Liste steht ist draußen. Eco spielt mit dem Begriff und findet viele Beispiele für Listen und Aufzählungen - verteilt über die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit - und erläutert deren Unterschiede. Zurück geht das alles übrigens auf eine ganze Reihe von Veranstaltungen im Pariser Louvre.

Das Problem mit diesem Buch wurde mir aber auf 197 klar. Da wird auf eineinhalb Seiten ein Auszug aus Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" abgedruckt. Und obwohl ich diesen wunderbaren Roman zweimal gelesen habe, kann ich mich an diesen Abschnitt einfach nicht erinnern. Um diverse Edelsteine in der Geschichte und ihre vielen adligen und berühmten Besitzer geht es in diesem Abschnitt. Illustrieren soll dieser Text bei Wilde vielleicht die Dekadenz des Sammlers, der sich mit diesem abseitigen Thema befasst. Eco präsentiert das aber recht kritiklos, als ein Stück Bildung, was man nicht haben muss, aber immerhin haben kann. Ich jedoch habe den Verdacht, diesen Abschnitt beim Lesen des sonst so spannenden Buches von Wilde einfach überlesen zu haben. Vielleicht ja mit gutem Grund.

So stelle ich mir die Frage, ob dieses Buch denn Käufer finden würde, wenn der Name Eco nicht auf dem Titel stände. Denn seien wir ehrlich: Kuriose Listen aus allen möglichen Zusammenhängen aufzuzählen, das ist alles andere als ein naheliegendes Thema. Und so möchte ich dieses Werk einfach mal als ein Buch für eine besondere Art von Schöngeistern bezeichnen, die schon sehr viel gelesen haben und sich dann freuen, wie viel sie schon wissen, und sich noch mehr freuen, wenn sie hier auf etwas stoßen, über das sie dann noch etwas nachlesen können. Und ja, das hat alles ein wenig mit persönlicher Eitelkeit zu tun.

Aber für noch eine Gruppe von Lesern wird dieses Buch interessant sein: Wer immer schon mal die Hintergründe und die Quellen hinter den letzten, nicht ganz so erfolgreichen Romanen von Eco erfahren möchte (wie zum Beispiel "Baudolino"), der erfährt hier alles, was er wissen muss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Literarische Listen vom Liebhaber der Listen 6. Oktober 2011
Format:Broschiert
Wie Umberto Eco im Vorwort bereits sagt: Wer seine Romane liest wird feststellen, dass es in diesen von Listen 'nur so wimmelt'. Und nun hat Eco selber eine Liste zusammengestellt. Ausgehend von 'Der Liste' überhaupt in Ecos Augen, dem 'Schiffskatalog' der Ilias Homers. Eine Art des Menschen, Dinge zu katalogisieren, zu ordnen, Listen zu erstellen, die sich durch die Jahrtausende zieht und noch lange nicht an ein Ende gelangt sein wird.

So macht sich Eco auf, eine systematische Sichtung jener Listen zu erstellen, die in der Literatur auftauchen. Wie er selbst sagt, eine schwindelerregende Menge, die einfach ob der schieren Quantität nicht umfassend Eingang in dieses Buch finden konnten (1003 sollen es im Buch sein). Und dann legt Eco los, beginnend beim erwähnten Homer und dann ohne Unterlass Listen in der Kunst weiterverfolgend. Unterbrochen von erläuternden Essays finden sich viele von Eco ausgewählten Listen auch kommentarlos abgedruckt. Wie aber schon das Essay über den 'Schild des Achill' bei Homer anfügt, beinhalten Listen keinesfalls nur Aufzählungen (auch wenn vordergründig aufgezählt wird), sondern in mancherlei Hinsicht lassen Listen auch die Hintergründe mitschwingen, wie man an der breiten Darstellung all jener Dinge herauslesen kann, die den Schild des Achill schmücken und kennzeichnen. 'Eine solche Fülle von Szenen, dass man sich den Gegenstand in seinem ganzen Detailreichtum nur schwer vorstellen kann'. Eben keine 'umfassende und geschlossene Darstellung der Welt', wie bei der literarischen Erstellung des Schildes behauptet wurde.

Diesen Detailreichtum des ersten 'Listengegenstandes' des Buches nutzt Eco sogleich , um seine Grundthese bildhaft darzustellen. Das es schon immer unmöglich war, eine abgeschlossene Liste konkreter Dinge vorzulegen. Ein Eindruck, den Eco durch eine Vielzahl von Abbildungen zu stützen gedenkt, so wie 'Das Auge der Stille' von Max Ernst und aufweisen möchte, dass immer noch ein Neues ins Auge fallen wird, dass immer noch ein 'und so weiter' im Raume verbleibt, egal, wie ausführlich und lang die entsprechende Liste (oder der adäquate visuelle Eindruck) auch sein mag.

Essays Ecos, (fast) unendlich viele literarische Beispiele der Darstellung und Verarbeitung von Listen und eine Vielzahl von Illustrationen zeigen die unglaubliche Verbreitung von Listen in der Kunst, die literarische Entwicklung der Form der Liste, die Schwierigkeiten, sie wirklich zu erfassen und das interessante Element einer doch 'Offenheit' von Listen, so umfassend und abgeschlossen sie auch wirken mögen.

Deutlich aber ist, dass Eco hier ein sehr, sehr spezielles Buch vorlegt, das aus vielen Einzelteilen besteht, denen allein die Form der Liste und die Auswahl durch Eco selbst einen gewissen Zusammenhalt bieten. 'Die unendliche Liste' ist kein Buch zum einfachen Lesen. Sondern eine Vielzahl von Eindrücken, die jeweils zum Innehalten einladen, denen ein gewisses Interesse für die Suche der Menschen nach der Ordnung der Dinge vorauszugehen hat. Eher wie eine Ausstellung bietet sich das Buch dar, bei der Teile eher oberflächlich nur geschweift werden und andere zum langen Verweilen einladen. Wie aber Eco selber im Buch sagt, er selbst interessiert ja nicht für 'praktische Listen', einfache, schmähliche, trockene Aufzählungen irgendeines Bestandes. Sondern für die Poesie hinter den literarischen Listen. Die Anregungen, gerade die Unabgeschlossenheit vieler aufzählender Beschreibungen.

Wer Eco in diesem fast unvermittelnden und mit wenig rotem Faden ausgestatteten 'Ausstellungsraum literarischer (und visueller) Listen folgen möchte, der wird sicherlich auf seine Kosten kommen, teils staunend, teils amüsiert, teils ratlos vor so mancher Liste stehen. Wer nicht bereit ist, der fast transzendenten Ordnung hinter dem Versuch der 'Auflistungen' zu folgen, wird sicherlich eher ratlos im Buch umherirren (und dennoch Seltenheiten an Text und Bild entdecken, die auch schon die Lektüre lohnen.)
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