Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Die unendliche Geschichte
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die unendliche Geschichte [Gebundene Ausgabe]

Michael Ende , Roswitha Quadflieg
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (136 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die unendliche Geschichte
OA 1979 Form Roman Epoche Postmoderne
Zentrales Thema des Jugendromans, der zum Kultbuch für Erwachsene avancierte, ist das Verhältnis von Realität und Fantasie. In Die unendliche Geschichte behaupten sich Kunst und Poesie als Medien der Selbst- und Welterfahrung, Fantasie erweist sich als wirksame Möglichkeit, Realität zu verändern. Die Thematisierung des wechselseitigen Einflusses von Vorstellungs- und Ideenwelten eröffnete der bis dahin vor allem an der altersgerechten Aufbereitung sozialer Themen und pädagogischer Ziele orientierten Jugendliteratur neue Perspektiven.
Inhalt: Der zehnjährige dickliche Balthasar Bux flüchtet sich vor den Nachstellungen der Schulkameraden in ein Antiquariat, wo ihn der Beginn eines Buches fasziniert, dessen Titel immer währendes Träumen verspricht. Balthasar entwendet Die unendliche Geschichte und verliert sich auf dem Schulspeicher immer mehr in deren Lektüre: Die zunehmende Identifikation mit dem Helden Atréju ermöglicht ihm den Eintritt in die »Anderswelt«, in der er zum entscheidenden Protagonisten wird. Als Grenzgänger aus der Menschenwelt kommt ihm die Aufgabe zu, das vom »Nichts« bedrohte Phantásien und mit ihm dessen sterbenskranke »Kindliche Kaiserin« zu retten. Nach zahllosen Abenteuern auf dem Weg zu sich selbst, der von fantastischen Gestalten und mystischen Erkenntnissen gesäumt ist, löst Balthasar mit Hilfe des »Wahren Willens« nicht nur seine Aufgabe, ihm gelingt auch die Rückkehr in die Realität, die er nun bewältigen kann.
Aufbau: Die unendliche Geschichte ist in 26 Kapitel eingeteilt, von denen jedes fortlaufend mit einem anderen, illustrierten Buchstaben des Alphabets beginnt. Die Trennung von Lebens- und Vorstellungswelt, die über den ganzen Text hin in Frage gestellt und aus verschiedenen Perspektiven reflektiert und schließlich auch unterlaufen wird, findet ihr formales Äquivalent in unterschiedlichen Druckfarben: Die fantastische Binnenerzählung ist grün gedruckt, die Rahmenhandlung rot. Mit dem roten bzw. grünen Faden ist dem Leser eine Orientierungshilfe an die Hand gegeben, die ihn durch das Labyrinth der verschiedenen Reflexions- und Realitätsebenen leitet.
Wirkung: Die unendliche Geschichte wurde zu einem internationalen Bestseller. Der außergewöhnliche und anhaltende Erfolg dieses Jugendbuchs, das ebenso gern von Erwachsenen gelesen wurde, gründete wohl nicht zuletzt auf der Thematik »Medienzeitalter«, die seit den 1980er Jahren immer mehr an Aktualität gewann. Ende entwarf die Rolle der Fantasie als Gegenmacht zu den bunten Traum- und Lügenwelten der sich zu jener Zeit gerade formierenden Infotainmentgesellschaft.
Wesentlich zur Verbreitung des Buches beigetragen hat auch die berühmt gewordene Hollywood-gerechte Verfilmung aus dem Jahr 1983, von der sich Ende distanziert hat. H. K

Kurzbeschreibung

Wer nach Phantasien kommt, erhält von der kindlichen Kaiserin ein Medaillon als Zeichen der unbeschränkten Macht. "Tu was du willst" lautet die Inschrift, und Bastian deutet die Worte zuerst als "Tu was dir beliebt" und gerät damit immer tiefer in den Strudel ungezügelter, vergessen-machender Phantasie. Bis er erkennt, dass das Motto auch bedeuten kann "Tu wozu es dich gerade innerlich drängt, was dein eigentlicher Wille ist". Ohne Atreju, seinen Freund, hätte er nie herausgefunden aus diesem Land ohne Grenzen: Es gibt Menschen, die können nie nach Phantasien kommen, und es gibt Menschen, die können es, aber sie bleiben für immer dort. Und dann gibt es einige, die gehen nach Phantasien und kehren wieder zurück. So wie du, Bastian. Und sie machen beide Welten gesund.

Klappentext

TU WAS DU WILLST

lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantasien. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit meint, erfährt Bastian erst nach langem, mühevollem Suchen

Über den Autor

Michael Ende wurde 1929 als Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende in Garmisch-Partenkirchen geboren und starb im August 1995 in Stuttgart. In einer nüchternen, seelenlosen Zeit hat er die fast verloren gegangenen Reiche des Phantastischen und der Träume für die Kinder wie für die Erwachsenen zurückgewonnen und wurde mit Büchern wie "Die unendliche Geschichte" und "Momo" weltberühmt.
Er zählt heute zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern und war immer ein ausgesprochen vielseitiger Autor. Neben Kinder- und Jugendbüchern hat er poetische Bilderbuchtexte und Bücher für Erwachsene, Theaterstücke, Opernlibretti und Gedichte geschrieben. Viele seiner Bücher wurden verfilmt oder für Funk und Fernsehen bearbeitet. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche deutsche und internationale Preise.
Seine Bücher haben bislang eine weltweite Gesamtauflage von über 20 Millionen erreicht und sind in nahezu 40 Sprachen übersetzt.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Bastians Vorliebe galt Büchern, die spannend waren oder lustig oder bei denen man träumen konnte, Bücher, in denen erfundene Gestalten fabelhafte Abenteuer erlebten und wo man sich alles Mögliche ausmalen konnte. Denn das konnte er - vielleicht war es das Einzige, was er wirklich konnte: sich etwas vorstellen, so deutlich, dass er es fast sah und hörte. Wenn er sich selbst seine Geschichten erzählte, dann vergaß er manchmal alles um sich herum und wachte erst am Schluss auf wie aus einem Traum. Und dieses Buch hier war genau von der Art wie seine eigenen Geschichten!

Auszug

Diese Inschrift stand auf der Glastür eines kleinen Ladens, aber so sah sie natürlich nur aus, wenn man vom Inneren des dämmerigen Raumes durch die Scheibe auf die Straße hinausblickte.

Draußen war ein grauer kalter Novembermorgen, und es regnete in Strömen. Die Tropfen liefen am Glas herunter und über die geschnörkelten Buchstaben. Alles, was man durch die Scheibe sehen konnte, war eine regenfleckige Mauer auf der anderen Straßenseite.

Plötzlich wurde die Tür so heftig aufgerissen, daß eine kleine Traube von Messingglöckchen, die über ihr hing, aufgeregt zu bimmeln begann und sich eine ganze Weile nicht wieder beruhigen konnte.

Der Urheber dieses Tumults war ein kleiner, dicker Junge von vielleicht zehn oder elf Jahren. Das dunkelbraune Haar hing ihm naß ins Gesicht, sein Mantel war vom Regen durchweicht und tropfte, an einem Riemen über der Schulter trug er eine Schulmappe. Er war ein wenig blaß und außer Atem, aber ganz im Gegensatz zu der Eile, die er eben noch gehabt hatte, stand er nun wie angewurzelt in der offenen Tür.

Vor ihm lag ein langer, schmalen Raum der sich nach hinten zu im Dämmerlicht verlor. An den Wänden standen Regale die bis unter die Decke reichten und mit Büchern aller Formen und Größen vollgestopft waren. Auf dem Boden türmten sich Stapel großer Folianten, auf einigen Tischen häuften sich Berge kleinerer Bücher, die in Leder gebunden waren und von der Seite golden glänzten. Hinter einer haushohen Mauer aus Büchern, die sich am gegenüberliegenden Ende des Raumes erhob, war der Schein einer Lampe zu sehen. In diesem Lichtschein stieg ab und zu ein Rauchkringel auf, wurde größer und zerging weiter oben....

‹  Zurück zur Artikelübersicht