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Dublin, 1964: Auf einer Hochzeit wird Margaret von ihrem Cousin Kevin vergewaltigt. Am nächsten Tag überstellt sie der Dorfpfarrer mit dem Einverständnis ihrer Eltern an ein Magdalenen-Heim. Dort landen auch Bernadette, die im Waisenhaus unschuldige Blicke mit ein paar Jungs gewechselt hat, und Rose, die Mutter eines unehelichen Kindes geworden ist. Rose wird gezwungen, ihr Kind zur Adoption freizugeben und im Heim muss sie sogar ihren Namen aufgeben, da die Mädchen völlig der willkürlichen Herrschaft der Nonnen ausgesetzt sind. Die Nonnen erscheinen als seelenlose, gefühlskalte Monster, die die Mädchen erniedrigen und brutal schlagen. Die alte Katy, die bereits seit 40 Jahren im Heim arbeitet, wird dort auch sterben. Doch die drei wollen sich nicht brechen lassen. Nach Jahren der Unterdrückung versuchen sie, ihrem menschenunwürdigen Dasein zu entkommen.
Die schonungslose Perspektive des Films -- es handelt sich um eine wahre Geschichte -- ist kaum zu ertragen. Peter Mullan, der bislang eher als Schauspieler (Mein Name ist Joe, Das Reich und die Herrlichkeit) für Aufmerksamkeit sorgte, ist ein erschütterndes Drama gelungen, das fast dokumentarischen Charakter hat und mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen beeindruckt. Dafür wurde der Film 2002 in Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt. Die katholische Kirche hat den Film streng verurteilt. Das letzte Magdalenen-Heim wurde 1996 geschlossen. --Birgit Schwenger
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Der Film von Peter Mullan beschreibt eindringlich die
entwürdigenden Zustände in katholischen Magdalenenheimen,
in denen bis zur Schließung der letzten Anstalt 1996 rund
30.000 "gefallene Mädchen" regelrecht inhaftiert waren.
Der Film löste eine heftige Kontroverse aus : Die katholische
Kirche bezeichnete ihn als "gemeine Provokation" und rief
zum Boykott auf. Trotzdem erhielt der Film den goldenen
Löwen von Venedig.
Fazit : Der Film ist absolut sehenswert,allerdings nichts
für ganz zart besaitete Menschen.
Das Bild der DVD ist sehr gut genauso wie der Ton.
Leider herrscht auch heute noch in vielen Ländern und eben auch noch in Irland eine solche menschenverachtende Kirchenmoral. Das oberste Gebot der Nächstenliebe wird geopfert auf dem Altar scheinheiliger, bigotter und weltfremder Frömmigkeit.
Wenn etwa noch wenigen Jahren eine von ihrem Vater vergewaltätigte und geschwängerte Minderjährige in Irland kämpfen muß, um eine Abtreibung ermöglicht zu bekommen, stimmt einfach etwas nicht. Und wenn der zuständige Bischof das Mädchen als die größere Sünderin im Vergleich zu ihrem Vater bezeichnet, dann trägt einer der größten Sünder das Gewand der Kirche und jedem vernünftigen Menschen muß schlecht werden agesichts der Schuld, die die Kirche so auf sich läd.
Die DVD bietet ein sehr plastisches 16:9 Bild und neben der deutschen und englischen Dolby Digital 5.1 Tonspur auch noch einen deutschen DTS Track.
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