Der Erzähler erzählt: Geschichten. Und, er weiß was er tut. Der Inder der auf Deutsch schreibt ist ein Robin Hood, ein Prinz der Geächteten, der es versteht die eigene Weltanschauung im Alltag zu wurzeln. Er zeigt sich verwundert - und wir wundern uns mit, als ein Asylant erhabene Zeilen der Indischen Poesie von sich gibt - gerade deswegen weil der Asylant bis dahin den gängigen Erwartungen in jeder Hinsicht entsprach. Oder als eine Schülerin, die sich im Chat verliebt, vielleicht doch noch die Kurve kriegt. Viel Raum wird dem Anderssein gegeben, einem Hund namens Basho, etwa, oder José Fernandos, einem argentinischen Doktoranden, der Geburstag hat. Der Erzähler ist sehr präsent, überraschend stark sind gerade deswegen die Gedichtszeilen, die in den Geschichten den Jetztzustand unterstreichen. So ist es auch mit den Indischen Geschichten die einen Teil des Erzählbands ausmachen. Hier hat Kumar keine Schwierigkeiten einen Esel beim Namen zu nennen.