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Die toten Männer: Novelle (edition suhrkamp)
 
 
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Die toten Männer: Novelle (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Lukas Bärfuss
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (22. Juli 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518123068
  • ISBN-13: 978-3518123065
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 10,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.253 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lukas Bärfuss
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 07.04.2003
Kristina Maidt-Zinke hat das Prosadebüt des Schweizer Autors, der bisher als Dramatiker auf sich aufmerksam gemacht hat, gut gefallen. Es geht um einen Buchhändler, der versucht, sich dem Leben so vollständig wie möglich zu verweigern, wobei er sogar einen Mord begeht, erzählt die Rezensentin. Den Ton der Novelle sieht sie von "trockener Harmlosigkeit" geprägt, und die "einfachen sprachlichen Mittel" mit der die Geschichte entfaltet wird, sind sehr "hintergründig" eingesetzt, so Maidt-Zinke angetan. Ihr gefällt es auch, dass der Leser stets die "Distanz" zur Hauptfigur halten kann und diese "uns nie zu nahe rückt". Wie aus Bärfuss' Stücken gewohnt, ziele auch dieser Prosatext auf die Diffamierung der Schweiz, informiert die Rezensentin, die sich dabei nicht unerheblich amüsiert zu haben scheint. Lediglich der Schluss der Geschichte, in dem der Protagonist seine völlige Lebensabkehr aufgibt und in die "Arme der Gattin" zurückkehrt, kritisiert sie als "kraftlos". Insgesamt aber stellt das Buch ein gelungenes Mittel gegen "Leseüberdruss" dar, so Maidt-Zinke begeistert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

»Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss, 30, bisher mit Theaterstücken wie ›Meienbergs Tod‹ hervorgetreten, zeichnet in seinem Erstling einen Mann, der geradezu manisch die Lebensäußerungen seiner Umwelt beobachtet und sorgsam auf Distanz zu bleiben trachtet. Diesem Charakterbild entspricht die unterkühlte und distanzierte Sprache, genau, klar und emotionslos. Die formale Strenge, eisern durchgehalten, bringt alles zu Stimmen: Figuren, Atmosphäre, Duktus. Ein Kabinettstück.« (Sonntagszeitung )

»Lukas Bärfuss stärkster Text ist dieser Tage im Suhrkamp Verlag erschienen: eine Novelle mit dem Titel ›Die toten Männer‹. [...] Auf 125 Seiten beschreibt er einen Mann, der beim Versuch scheitert, sich ins Gefrierfach der Gefühle zu schieben. Man würde dem Autor gern weitere hundert Seiten folgen.« (Julian Schütt Die Weltwoche )

»Es ist ein Stück Prosa von bohrender Konsequenz, von quälender Eindringlichkeit und beklemmender Kälte, dabei überlegt komponiert, zielsicher einen hintersinnigen Schluß anstrebend, der nicht eigentlich überraschend ist, in der absurden Logik aber dennoch frappiert. Sprachlich ist das kleine Buch immer hautnah und genau bei den Abläufen, den inneren Konflikten und den lähmend widersprüchlichen Empfindungsturbulenzen. ›Die toten Männer‹ sind ein [...] sarkastisch belustigendes Buch.« (Charles Cornu Der Bund Bern )

» ›Die toten Männer‹ ist ein hinterhältiges Buch. Es lullt uns in monotoner Sprache ein mit Banalem und scheinbar Beliebigem, und erst nach und nach merken wir, welche Ungeheuerlichkeiten, welche Köstlichkeiten im Text fein verteilt und versteckt sind. »[...] Das ist hervorragend gemacht.« (Ello Pellin Berner Zeitung )

»[...] eine Novelle, deren formale wie sprachliche Sorgfalt überzeugt.« (Beat Mazenauer Der Landbote )

» ›Die toten Männer‹ von Lukas Bärfuss ist spannend wie ein Krimi, mit sparsamen Mitteln erzählt: ein überzeugendes Prosadebüt.« (Helmut Dworschak Der Landbote )

»Ein Vorschein der inneren Freiheit, die der kompromißlose Verweigerer anstrebt, soll dem Leser zuteil werden, wenn er die Geschichte als ironisch inszeniertes Spiel durchschaut und genießt. [...] Trockene Harmlosigkeit charakterisiert den Ton, der bis zum Ende durchgehalten wird, obgleich Haarsträubendes am Weg liegt. Lukas Bärfuss arbeitet mit einfachen sprachlichen Mitteln, doch setzt er sie hintergründig ein, und so erreicht er, daß man den Schritten des Buchhändlers in einem Zustand entspannter Aufmerksamkeit und lostgelösten Interesses verfolgt und den eidgenössichen Neurosengarten halb amüsiert, halb erschrocken durchstreift, ohne sich darin zu verlieren. Der Protagonist rückt uns nie zu nahe, zieht Sympathie und Antipathie zu gleichen Teilen auf sich, und das ist nicht das schlechteste, was man über eine erfundene Figur sagen kann. [...] Vieles an diesem todessüchtigen Prosastückchen ist so gelungen, daß es zwar nicht gegen Lebens-, aber gegen Leseüberdruß zum Einsatz kommen kann.« (Kristina Maidt-Zinke Süddeutsche Zeitung )

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sermon eines Unsympathen 26. April 2011
Von h.n.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Ich-Erzähler schwärmt von einer Welt ohne Liebe und bevorzugt behelfsweise "Liebe ohne Gefühle" wie bei seiner alten Mutter, die er sich gut in Edelstahlausführung vorstellen kann. Mit leicht abstrusen, aber genau geschilderten und auch etwas faszinierenden Gedanken will der EQ-Autist sich von allen und jedem distanzieren, verstrickt sich aber nur immer mehr mit seiner Umwelt. Dabei verallgemeinert der Ich-Erzähler nicht, sondern reiht die kleinen Begebenheiten eines Sommers aneinander - darunter Fliegen in Nasenlöchern von aufgebahrten Toten. Erst weit in der zweiten Hälfte geschehen entscheidende Dinge.

Das dünne gelbe Suhrkamp-Bändchen wirkt äußerlich wie ein zu groß geratenes Reclamheft. Ich habe die 125 Seiten an einem einzigen Nachmittag flüssig heruntergelesen. In Klagenfurt wurde es verrissen, ich jedoch fand es keinesfalls "sterbenslangweilig".

Online zu finden sind die vollständigen Kritiken aus FAZ und SZ zu diesem Buch. Sogar die Perlentaucher-Zusammenfassungen verraten schon die vollständige Handlung samt überraschendem Ende.

Bekannter als Bärfuss' Prosa-Erstling Die toten Männer ist wohl sein Roman Hundert Tage über den Völkermord in Ruanda. Beide Bücher sind eher kurz und von schmucklosem Deutsch, wobei Die toten Männer weniger gehetzt und hingeschludert klingt; vielleicht ist es nur besser lektoriert; es gibt auch etwas mehr Dialog und weniger indirekte Rede. In beiden Büchern zeigt der Autor eine Tendenz, entscheidende Momente gar nicht zu beschreiben, sondern erst dramatisch anzukündigen und später nur in der Rückschau ohne Details darüber zu reden. In beiden Büchern freilich wirkt die zentrale Paarbeziehung nicht sonderlich realistisch. Anders als Hundert Tage hat Die toten Männer keine politische Ambition.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch ist in einem Stil verfasst, der das Lesen angenehm macht. Der schöne Stil, die richtigen Worte täuschen jedoch nicht darüber hinweg, dass die Geschichte zu abstrakt, zu künstlich wirkt. Ausserdem ist die Handlung für eine Novelle zu umfangreich, sodass das Ganze bezüglich Details sehr asketisch wirkt. Dies verunmöglicht, dass die Figuren zu leben beginnen, es macht sie viel eher zu drögen, platten Gestalten. Es fehlt auch an einer Aussage oder Pointe die der Verfasser dem Leser mitteilen will, ausser, dass Liebe in einer Beziehung keine Rolle spielt (... oder doch???).
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