Hans-Peter Raddatz, ausgewiesener Orientalist, auch schon Referent an einer «Schweizerzeit»-Tagung, erliegt gewiss nie oberflächlichen Multikulti-Klischees. Er geht den
Dingen auf den Grund, enthüllt Fakten und äussert Meinungen, die nicht selten Anstoss erregen bei realitätsblinden Verfechtern von Mulitkulti-Eintopf.
Aber gerade das unbeugsame Bekenntnis zur eigenen, sorgfältig erarbeiteten Meinung ist es, welches die Bücher von Raddatz so wertvoll macht. Im Blick auf den bereits getroffenen Grundsatzentscheid, die Türkei zum Vollmitglied der Europäischen Union zu machen, befasst sich Raddatz in seinem neusten Buch mit den Risiken und Chancen solcher Integrationspolitik. Einmal mehr begnügt er sich nicht mit Allgemeinplätzen. Er stellt - und beantwortet - konkrete Fragen: Ist die Herrschaftsform der heutigen Türkei kompatibel mit der in Westeuropa entwickelten Demokratie? Droht aus der Türkei die Gefahr einer islamistischen Unterwanderung Europas? Geht von ethnischen Konflikten in der Türkei eine Gefahr für die Stabilität Europas aus? Welche Konsequenzen hat das anhaltende Bevölkerungswachstum in der Türkei auf die EU insgesamt? Wird die Aufnahme der Türkei in die EU die Arbeitslosigkeit in Mittel- und Westeuropa verstärken?
Der Pferdefuss der gegenwärtigen EU-Entwicklung wird bei der Beantwortung dieser Fragen mehr als nur deutlich: Die EU hat sich dem Prinzip «Harmonisierung», also der Gleichschaltung, dem Zentralismus, verschrieben. Die Möglichkeit, wirtschaftliche Beziehungen auszubauen, ohne politische
Vereinigung und Gleichschaltung in Kauf nehmen zu müssen, ist seit Maastricht in der EU verbaut. Diese Voraussetzung ist entscheidend, weil sie zur Integration in einem neuen, multikulturellen, staatsähnlichen Körper zwingt, das Nebeneinander unterschiedlicher politisch-kultureller Systeme
hingegen ausschliesst. Das Buch von Raddatz ist hochaktuell und brisant. Gleichsam eine Diagnose
zur Überlebensfähigkeit der Europäischen Union.
Heute hat die Türkei eine Inflationsrate von 32 % (was nützt da ein Wachstum von 8 %, einer Zahl, der ich ohnehin nicht traue). Auch das Durchschnittseinkommen sagt nichts, da die Armut in weiten Teile der hinteren Türkei, Anatolien (wo die Masse der Bevölkerung lebt, neben den Vorstadt-Ghettos) etc., nicht mit den Verhältnissen in den Ferienhochburgen vermischt werden können. Die Armen von dort werden kommen. Nach Schätzungen auch türkischer Soziologen bis zu 4 Millionen Zuwanderer nach Deutschland ab 2010. Zudem ist völlig unklar, wer die Beitrittskosten bezahlen soll, man spricht von ca. 28 Milliarden EURO. Bitte nicht schon wieder Deutschland.
Der Vergleich mit Bulgarien oder Rumänien lässt den Grössenunterschied ausser acht. Der Beitritt der Türkei hat die gleiche Bedeutung, gemessen an der Grössenordnung, wie die gesamte Osterweiterung, deren Integration erst am Anfang steht.
Wenn der Beitritt der Türkei misslingt, wird das das Ende der EU in ihrer bisherigen Form sein.
Ohnehin hat mich das Politmachogehabe des türkischen Ministerpräsidenten in Brüssel verschreckt, da war nichts europäisches daraus abzulesen, sondern nur, was es für sein Volk bringt.
Wenn solche Leute im Europaparlament mehr Stimmen haben werden als viele alteuropäische Länder zusammen (aufgrund des enormen Bevölkerunsgwachstums der Türkei), auch mehr als Deutschland, ist auf Grund des Einstimmigkeitsprinzips die EU endgültig handlungsunfähig. Schon heute knirscht es gewaltig.
Der Beitritt scheint mir eine Vollgasfahrt durch den politischen Nebel, ein Zeichen politischer Zockermentalität, ein Poker mit verdeckten Karten. Unsere Poltiker und die Wirtschaft sind nicht in der Lage, genau vorherzusagen, wie es in zehn Jahren in unserem eigenen Land aussehen wird. Selbst die Haushalte stimmen nicht mal in der Jahrevorkalkulation, aber man gibt vor, genau zu wissen, wie es in der Türkei in 20 Jahren aussieht, schlicht unglaubwürdig.
Das ganze kommt mir vor wie Klimauntergangspropheten, nicht in der Lage, das Wetter für eine Woche im voraus zu bestimmen, aber genau wissen, wie das Klima in 100 Jahren sein wird.
Man pokert nicht mit der Zukunft Europas, es muss auf harten Fakten gebaut sein, sonst wird es einstürzen.
Den friedlichen Islam und toleranten Islam hat es nie gegeben. Der Religionsgründer Mohammed selbst hat in seinem Leben 63 Feldzüge geplant, von denen er an 36 persönlich teilgenommen hat. Seine erste Tat, mit der er in die Weltgeschichte eintrat, war der Überfall auf eine Karawane, wobei alle Begleiter erschlagen wurden, auch von Moh. persönlich. Später hat er veiel Kritiker ermorden lassen. Da ist die Behauptung, Despotismus sei der Religion fremd, nicht nachvollziehbar. Ebenso ist die Behauptung, das Harem sei erst später eingeführt worden, falsch. Vor Moh. gab es eine Mehrehe in der Region nicht. Erst Moh. hat jedem Moslems vier Frauen erlaubt. Er selbst hatte 12 Frauen, die ihm nach Aussage des Koran von Gott ausnahmsweise persönlich zugestanden wurden. Erst der Islam hat die Frauen zum Lustobjekt und Arbeitstier herabgewürdigt. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Ferner zur Problematik Islam/Islamismus "Gabriels Einflüsterungen" von Jaya Gopal.