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Die tödliche Maria
 
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Die tödliche Maria

Nina Petri , Katja Studt , Tom Tykwer    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Nina Petri, Katja Studt, Juliane Heinemann
  • Regisseur(e): Tom Tykwer
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 27. Mai 2011
  • Produktionsjahr: 1993
  • Spieldauer: 103 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004R97TXQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.972 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Marias Leben verläuft ohne Zwischenfälle, zusammen mit ihrem Mann und dem kranken Vater. Ohne Kontakte zur Außenwelt. Und es macht keinen Spaß. Doch eines Tages passiert etwas Ungeheuerliches: Maria verliebt sich in den sympathischen Nachbarn. Etwas Wunderbares geschieht, doch ein Alptraum. Kein Beziehungsdrama und keine Dreiecksgeschichte. Aber ein sensibles, stimmiges und spannendes Psychogramm zwischen realistischer Milieustudie und Surrealem."

Produktbeschreibungen

Marias Leben verläuft ohne Zwischenfälle. Nur macht es keinen Spaß. Ihr Mann ist ein Pünktlichkeitsfanatiker. Ihr Vater ist boshaft. Sonst kennt Maria keinen. So lebt sie vor sich hin, sorgt für Ordnung und sammelt Insekten. Doch eines Tages passiert das Ungeheuerliche: Sie verliebt sich. Das ist wunderbar. Aber es ist auch

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Lieber Fomino ..." 31. Juli 2011
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
... so beginnen die Briefe von Maria (Nina Petri) an eine Holzfigur, die zugleich einen Talismann, ein Erinnerungsstück, ein Geldversteck und letztlich den einzigen Ansprechpartner darstellt. Die geschriebenen Briefe, der einzige Weg, Gedanken über ihr tristes Leben 'nach außen' mitzuteilen, versteckt Maria hinter der Wohnzimmervitrine. Es ist ein Leben in Gefangenschaft, in psychischer und sozialer Abhängigkeit, welches nur einen kleinen Hoffnungsschimmer auf Flucht und Neuanfang enthält. Während der mittlerweile pflegebedürftige Vater (großartig: Josef Bierbichler), welcher sie schon als Kind unterdrückte und häufig bestrafte, sie immer noch herumkommandiert, hat die aktive Wächterrolle ihr Ehemann Heinz (Peter Franke) übernommen. Ehemals Kartenspielpartner des Vaters, wurde er von diesem ausgesucht, Maria zu 'übernehmen', als Gegenleistung konnte er sich in der bezahlten Eigentumswohnung einrichten und sich fortan von Maria bedienen lassen. Ein dritter Mann in Marias Leben (andere Frauen gibt es nicht) ist Dieter (menschenscheu: Joachim Król). Er lebt im Haus gegenüber und erweist sich (auch) als Sonderling, der in seiner mit Papier völlig zugestellten, höhlenartigen Wohnung ein Verzeichnis über alle Veröffentlichungen erstellt und ansonsten ein unspektakuläres, in seiner Eintönig- und Regelmäßigkeit dem Leben Marias nicht unähnliches Dasein fristet. Die einsamen Außenseiter kommen sich behutsam näher und in Maria erwacht durch die neu entdeckten Emotionen der Drang zur Freiheit. Zuerst arbeitet Maria ihre Vergangenheit auf, um verschüttete Gefühle freizulegen und sich über die Gegenwart Klarheit zu verschaffen. Der Zuschauer nimmt an diesem Prozess vor allem durch die mit Hilfe der Fomino-Briefe gezeigten Rückblenden in die Zeit der zehn- und sechzehnjährigen Maria teil, bevor der - dem Titel entsprechende - tödliche Freiheitskampf Marias beginnt.
Tom Tykwer hat in seinem Regiedebüt bereits die meisten seiner filmischen Mittel entwickelt, die seine späteren Meisterwerke (Lola rennt, Der Krieger + die Kaiserin (2 DVDs), Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD)) prägen: extreme Bildperspektiven, eine dynamische Kamera, perfekte Ausstattung, rasante Schnitttechnik und einen einprägsamen, die Bilder vorantreibenden Soundtrack. Es entsteht ein kleines Gesamtkunstwerk: Die mit gedämpftem Licht und blassen Farben die Atmosphäre der "Wohnungszelle" stimmig einfangende Kamera fügt sich ebenso wie der auf den Punkt genaue Schnitt nahtlos in eine erstaunliche Ensemble-Leistung.
Die Geschichte wird weniger realistisch als in einem märchenhaften Tonfall erzählt, schreckt aber auch vor einigen (überflüssigen) Horroranleihen (z.B. einer "Alien-Geburt") nicht zurück. Tykwer ist selbst ein Cineast und erzählt die im Grunde sehr simple Geschichte einer späten Emanzipation mit einer sogartigen, für den deutschen Film ungewöhnlichen Bildsprache - erst das macht den insgesamt düsteren, skurillen Film zu einem (kleinen) Meisterwerk, das in jede DVD-Sammlung zum deutschen Film gehört. Sehenswert!
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Von Akamas TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Geschichten, die sich mit der Unterdrückung von Frauen beschäftigen, sind niemals wirklich mainstreamtauglich geworden. So mancher Produzent sieht dafür kein Publikum. Um so mutiger von Tom Tykwer sich gleich mit seinem Debütfilm in eine Tradition zu stellen, die in Deutschland schon mit 'Effi Briest' im 19. Jahrhundert vorhanden war und im Film von Rainer Werner Fassbinder in den 70er Jahren mit Werken wie 'Martha' fortgesetzt wurde. 'Die tödliche Maria' ist ein eindringliches Portät einer von ihrem Vater und ihrem Ehemann völlig beherrschten Frau, die sich allerdings nicht damit zufrieden geben will, nur das Opfer zu sein, und beschließt Rache zu nehmen. Dabei fokussiert der Film ganz auf die Perspektive seiner psychisch geschädigten Hauptfigur und lässt den Zuschauer ihre Verzweiflung und Wut hautnah miterleben. Dank kreativer Kameraführung und treibender Musik ergibt sich so ein kritischer und verstörender Film

Marias Mutter starb bei ihrer Geburt und sie wurde daher von ihrem Vater alleine großgezogen. Dieser jedoch erzog seine Tochter zu seiner persönlichen Dienerin und bestrafte sie schwer, für jeden Versuch des Ausbruchs aus der gemeinsamen Wohnung. Nun ist Marias Vater krank und pflegebedürftig und sie selber mit einem Mann verheiratet, der sie auch nur als Sklavin sieht. Doch als sie einen sympathischen Mann aus der Nachbarschaft kennen lernt, der ihr als erster eine Wertschätzung als Person entgegenbringt, beginnt Maria ihr gesamtes bisheriges Leben zu hinterfragen. In Flashbacks werden die erniedrigenden Situationen ihres Lebens gezeigt, die sie schließich zu einer Art Gefangenen in der Wohnung des Vaters gemacht haben. Wütend geworden, beschließt sie gegen ihre Unterdrücker zu rebellieren'

Während Tom Tykwers Story zwar prinzipiell gut durchdacht und schlüssig ist, tappt sie doch stellenweise ein bisschen zu sehr in bekannte Klischees. Der ultrastrenge Vater, der von Josef Bierbichler sehr teuflisch gespielt wird, vermag zwar zu erschrecken, bleibt aber ein wenig eindimensional, genau so wie Marias Mann. Im Gesamtkontext spielt das aber keine so große Rolle, da der Film seine ganze Anstrengung darauf verwendet, das gestörte Innenleben Marias zu zeigen. Dazu werden immer wieder Aufnahmen der beengenden Wohnung und der immer gleichen Arbeiten, zu denen Maria Tag für Tag verdammt ist, gezeigt, die auch durch die Untermalung mit düsterer Musik etwas enorm beängstigendes haben. So ergibt sich das Bild einer wehrlosen Frau, der durch den übermächtigen Vater jeglicher eigener Wille ausgetrieben wurde. Der Film nimmt sich sehr viel Zeit für die genaue Charakterisierung seiner Hauptfigur durch Rückblenden und lässt Marias Rebellion gegen ihre Männer erst im letzten Drittel beginnen. Das verlangt zwar stellenweise dem Zuschauer ein wenig Geduld ab, ist aber eine sehr effektive Methode, um den Film wirklichen Gehalt zu geben und vom bloßen Horror abzugrenzen, der nur stellenweise richtig durchschlägt.

'Die tödliche Maria' überzeugt daher in erster Linie als radikales Psychogramm, das von den vielen kleinen kreativen Einfällen des Regisseurs und Autors lebt. Marias Sammelleidenschaft und ihre seltsame Beziehung zu einem Holzmännchen aus ihrer Kindheit geben der Hauptfigur interessante Konturen. Die Idee sie am Ende gegen ihre Peiniger vorgehen zu lassen, passt gut in die 90er Jahre, die mit Figuren wie Thelma und Louise einige wehrhafte Frauen auf der Leinwand präsentierte. Tykwers Maria ist jedoch in ihrer übermäßigen Introvertiertheit eine ganz eigene Figur.

Tom Tykwer ist also jedenfalls ein überzeugender und intelligenter Debütfilm gelungen, der wohl viel dazu beigetragen hat, dass seine Karriere bald darauf ganz steil nach oben ging.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufstand 22. März 2011
Format:Videokassette
Maria's Mutter kam bei ihrer Geburt ums Leben. Seitdem lebt Maria bei ihren Vater. Auch ihr Mann lebt hier. Als Maria im heiratsfähigen Alter war, arrangierte ihr Vater die Ehe mit einem Arbeitskollegen. Nun ist Maria vierzig, ihr Vater pflegebedürftig und ihr Mann war schon immer langweilig.

In der Nachbarschaft wohnt seit Dieter. Mit der Zeit kommen sich Dieter und Maria näher. Dadurch wird Maria ihre verfahrene Situation bewusst und die Lage spitzt sich zu.

Die Geschichte kommt recht düster daher. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten. Als Szenarium dient hauptsächlich die Wohnung, die dunkel, eng und damit beklemmend wirkt. Regie und Schauspieler leisten filigrane Spitzenarbeit.
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