Um des Hausfriedens und der Herausforderung willen nimmt Spezialeffekttüftler Tyler (Bryan Brown) die Anfrage eines New Yorker Polizisten an, einen mutmasslichen Mörder mit Tricks in die Falle zu locken. Der Polizist ist der Ex von Tylers neuer Flamme.
Die Aktion misslingt jedoch, weil der Polizist hinterrücks ermordet wird. Der Triebtäter wird zwar erlegt, doch im fraglichen Fall war der Mörder ein anderer, wie Tyler noch vor Ort feststellen kann. Der Mörder entkommt. Tyler wertet seine Filmaufnahmen der Aktion aus und stösst auf eine mögliche Verschwörung. Doch schon überfällt ihn der Mörder zuhause. Im folgenden Kampf wird die Wohnung, die Tyler vom fürstlichen Entgelt aus Teil 1 ausgestattet hat, zum Schlachtfeld. Notgedrungen muss sich Tyler aus dem Staub machen und seinen alten Gefährten McCarthy (Brian Dennehy, diesmal strenger frisiert, ohne Schnäuzer und auch sonst irgendwie zahmer) um Unterstützung bitten. Während die beiden versuchen, Licht in die Angelegenheit zu bringen, geraten auch Tylers Geliebte und ihr Sohn in Gefahr. Tyler und McCarthy sehen sich bald einer Reihe von korrupten Beamten und dem organisierten Verbrechen gegenüber, die ein millionenschweres Geschäft mit mittelalterlichen Münzen abwickeln wollen, wodurch der Einsatz von allerlei Tricks nötig wird.
Im 2. Teil der Filmreihe hat der Australier Richard Franklin die Regie übernommen. Sein Landsmann Brown spielt eine der Hauptrollen. Für das Drehbuch ist diesmal Bill Condon verantwortlich, der sich inzwischen als Regisseur von Filmen wie "Kinsey" oder "Dreamgirls" einen Namen gemacht hat. Vieles ist nicht mehr gleich wie im ersten Teil, und damit ist weit mehr als die Synchronstimmen gemeint. Natürlich sind wieder einige pfiffige Tricks zu sehen, doch ihr Einsatz ist etwas weniger ausgeglichen verteilt als im Vorgängerfilm. Einige erinnern zudem stark an die TV-Serie "MacGyver" - Stichwort Supermarkt-Szene. Der Wind des Zeitgeists der frühen 1990er-Jahre ist spürbar im Film. 1991 war einer der letzten präsenzstarken Jahrgänge von ORION PICTURES, und vermutlich war der Erfolgsdruck ziemlich gross, sodass man sich entschloss, einen der erfolgreicheren Filme der Firma wieder aufzugreifen.
Immerhin bleibt der Film während der gerade noch 104 min Laufzeit unterhaltsam. Deshalb kann ich ihn empfehlen.
Was man bei MGM aus dem Film gemacht hat, ist wie schon bei Teil 1 eher mittelprächtig. Wieder wird der Film zwar im Format 1,85:1 gezeigt, doch entgegen dem Aufdruck auf dem Umschlag erneut nicht auf 16:9 codiert, sondern nur in 4:3. Die Auswahl an Sprachen und Untertiteln ist vergleichbar mit derjenigen von Teil 1. Der Ton entspricht ungefähr dem, was bei Filmen dieses Jahrgangs üblich ist.
Das Bonusmaterial beschränkt sich einmal mehr nur auf den Trailer.
Fazit: für die einigermassen lieblose DVD-Umsetzung gibt es von mir 3 von 5 gasgekochten Hundefutterdosenböllern und die Aufforderung, es bitte beim nächsten Versuch besser zu machen.