Kate Forsyth ist eine begnadete Erzählerin!
Sie schafft es ihr magisches Land Eileanan dem Leser eindrücklich zu beschreiben. Schon kurze Zeit später glaubt man sich selbst in diesem fantastischen Land der Magie, dass man den Figuren nicht mehr von der Seite weichen möchte.
Die kleine Prozession aus Rhiannon, Lewen, Nina, Iven und den angehenden Lehrlingen ist endlich in Lucescere - der strahlenden Stadt - angekommen. Doch kaum haben die Freunde einen Fuß in die Stadt gesetzt, wird Rhiannon auch schon von ihrem geflügelten Pferd gerissen und verhaftet. Schließlich hat sie Connor umgebracht, den Yeoman des Rígh, den alle so sehr liebten. Ihre Hoffnung auf Begnadigung schwindet mit jedem Tag, den sie in ihrer einsamen, kleinen Steinzelle zubringen muss. Inzwischen nimmt Lewen seine Lehre an der Theurgia und seine Pflichten als Knappe des Rígh wieder auf. Olwynne, Lewens beste Freundin und Tochter Lachlans des Geflügelten, ist verbittert über Lewens außerordentliche Leidenschaft zu Rhiannon und schmiedet einen waghalsigen Plan. Währenddessen macht sich Isabeau, die Bewahrerin des Schlüssels, Sorgen über Olwynnes dunkle Träume, die das Mädchen Nacht für Nacht heimsuchen. Bedeuten diese etwa einen Anschlag auf den Rígh? Auf der Hochzeitsfeier des ältesten Prinzen Donncan mit Bronwen, der Tochter Maya der Verhexerin, geschieht dann das unmögliche: ein Angriff auf Lachlan; und plötzlich sind auch alle seine Nachkommen verschwunden ...
Eileanan ist ein fantastisches, magisches Land, in dem Zauberwesen friedlich neben den Menschen leben. Magie ist allgegenwärtig. Besonders die Figuren bezaubern den Leser. In diesem zweiten Band der Reihe "Rhiannons Ride" treffen wir viele alte Bekannte aus der vorhergehenden Reihe "Der magische Schlüssel" wieder. Es macht richtig Freude nicht nur von Rhiannon, sondern auch von Isabeau, Iseult, Lachlan und deren Kindern zu lesen, die mittlerweile erwachsen geworden sind.
Kate Forsyth erzählt eindrücklich und farbenfroh von dem Geschehen in Lucescere, ihren Figuren und den Riten, dass man wie gebannt Seite um Seite liest - unfähig das Buch aus der Hand zu legen. Es vergehen Stunden, die man kaum bemerkt, denn als Leser weilt man in Eileanan und erlebt an der Seite der Figuren allerhand spannendes.
Es gibt keine Fantasyreihe, die mich mehr in den Bann gezogen hätte als "Der magische Schlüssel". Nun knüpft die Reihe "Rhiannons Ride" viele Jahre später an die damaligen Geschehnisse mit derselben dichtgewebten, farbenfrohen und magischen Geschichte an und verspricht ein würdiger Nachfolger zu werden.
Am Ende dieses zweiten Bandes war ich echt enttäuscht - davon, dass das Buch schon zu Ende war. Am liebsten hätte ich gleich nochmal von vorn begonnen. Da der Schluss recht offen endet, werden wir auf das Ausgehen dieses Abenteuers im dritten Band "Das Herz der Sterne" gespannt sein dürfen.
Fazit: "Die strahlende Stadt" ist eine außergewöhnlich magisch-fesselnde Geschichte, die von einer einzigartigen Kultur Eileanans und faszinierenden Figuren erzählt, die einem schnell zum Freund werden. Kate Forsyth versteht es ihre Leser in die magische, farbenprächtige Welt Eileanans zu entführen. Ich werde nun auch bald nochmal "Der magische Schlüssel" lesen müssen, denn so richtig von dieser Welt und deren Figuren trennen, mag ich mich nicht. Einfach fantastisch!