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am 19. August 2013
In einer immer schnelleren, vielfach entgrenzten und hoch komplexen Arbeitswelt, stellt sich für immer mehr Menschen die Frage nach der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns. Auch im Coaching sind Sinnfragen keine Seltenheit mehr. Markus Hänsel, selbst erfahrener Führungskräfte-Coach, hat ein Buch herausgegeben, das der Frage nachgeht, wie Spiritualität im Coaching hierbei als Ressource genutzt werden kann. In 18 Artikeln und acht Interviews kann der Leser von der Erfahrung der 30 Autoren lernen - allesamt erfahrene Coaches oder bekannte spirituelle Lehrer.

Das Buch gliedert sich in fünf Teile. Zunächst wird anhand der Grundfrage, wie Spiritualität Platz im Coaching finden kann, ein professionelles Verständnis von Spiritualität für die Coachingpraxis geschaffen. So sieht z.B. Wolfgang Looss Spiritualität als den „Versuch alles zu sehen“, als eine Erweiterung des Blickfeldes und damit der im Coaching möglichen Themen und Entwicklungen. Spiritualität findet sich also einerseits in den im Coaching behandelten Fragestellungen und andererseits in der Haltung des Coachs seinem Klienten gegenüber. Im Gegensatz zur Kirche, zu Beratungsstellen oder buddhistischen Zentren, bei denen man Spiritualität eher verorten würde, berücksichtigt Coaching den wirtschaftlichen Rahmen und schlägt immer wieder die Brücke zu arbeitsrelevanten Fragestellungen.

Im zweiten Teil werden spezifische Ansätze wie Schematherapie, Transaktionsanalyse, systemisches oder hypnosystemisches Coaching in Bezug auf Spiritualität betrachtet. Die Arbeit mit Teams und Organisationen steht im dritten Teil im Vordergrund. Coaching wird hier als Möglichkeit gesehen, Raum für Geistes- und Sinnfragen zu öffnen, der im extrem beschleunigten Alltag oft nicht gegeben ist. Anschließend stellen Anna Gamma (Lassalle-Institut, Schweiz) und Barbara von Meibom (Communio - Institut für Führungskunst, Berlin) ihre spirituell gestützten Coachingausbildungen vor.

Den Abschluss bilden drei Interviews mit spirituellen Lehrern – u.a. Anselm Grün, der herausstellt, wie wichtig die aufmerksame Präsenz des Coachs und der Versuch auf Bewertungen zu verzichten sind.

Die Texte sind durchweg gut verständlich geschrieben und verzichten weitgehend auf fachspezifisches Vokabular. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis und vielfach sehr persönliche Berichte über den eigenen spirituellen Weg machen die Lektüre lebendig und anschaulich. Deutlich wird dabei, dass die Grundvoraussetzung für Spiritualität im Coaching immer das eigene Erleben, die individuelle spirituelle Praxis sind. Spiritualität im Coaching ist daher mehr als Lebenseinstellung denn als Methode, Theorie oder gar Tool zu verstehen.

Fazit: Ein Buch voll sinntiefer Texte, das wertvolle Anregungen zur Erweiterung des eigenen Coachingsansatzes liefert.
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am 22. Juli 2014
Stressgeplagte Mitarbeiter und Chefs sind in der Arbeitswelt mittlerweile an der Tagesordnung.
Dieser Tatbestand wird von vielen Studien und Untersuchungen belegt, (S. AOK , Bkk, etc. . . .) mit signifikanten Auswirkungen auf das Bruttosozialprodukt.
„Kräftig in die Hände gespuckt – so steigern wir das BSP . . .“ wie eine Ruhrpottband uns in den 80er Jahren mit einem Augenzwinkern vermitteln wollte hilft dabei ebenso wenig wie BETEN. - oder etwa doch?

Wie aber kann eine spirituelle Dimension im Coaching- und Beratungskontext von Unternehmen Einfluss auf die Ergebnisse nehmen?

Dieser Frage geht Markus Hänsel im o.g. Buch nach, indem er gemeinsam mit 20 erfahrenen Coachs, Trainern und spirituellen Lehrern beleuchtet, was eine spirituelle Dimension in Coaching und Beratung ausmacht, wie sie in die praktische Arbeit integriert werden kann und wie sie das professionelle Selbstverständnis verändert.

Denn eine Erkenntnis wird in allen Beiträgen tangiert:
Wo die Sinndimension bei immer komplexeren Leistungsanforderungen in der Arbeitswelt zu kurz kommt, drohen Entfremdung und Burnout.

Gerade Menschen in den Führungspositionen der Unternehmen haben zunehmend den Wunsch, mit ihrer Tätigkeit einen sinnstiftenden Beitrag zu leisten, gleichzeitig werden die Anforderungen im komplexen Organisationsalltag immer anspruchsvoller.

Pater Anselm Grün gibt im letzten Kapitel Hinweise darauf, den „Kontakt zu inneren Quellen (zu) finden“.
Und Bernie Glassman Roshi vertieft in einem Interview „Die spirituelle Praxis des sozial
engagierten Buddhismus“.

Auffallend ist die steigende Bedeutung der „ Inneren Achtsamkeit “, ein Bewusstwerdungsprozess, der nicht nur intrapersonell stattfindet, sondern auch in Teams und grösseren Organisationseinheiten zu beobachten ist.

Die durchaus anspruchsvoll verfassten Beiträge ermöglichen dem Leser einen Überblick über das weite Feld der spirituellen Dimension, die vor allem theoretisch erforscht wird. Dazu stellt das Buch konzeptuelle und methodische Ansätze vor, die die Rolle spiritueller Haltung und Praxis im Setting von Einzel-Coaching, Beratung und Ausbildung beleuchten und Kompetenzen wie Achtsamkeit, Intuition und Inspiration im Kontext einer postmodernen Arbeitswelt fördern helfen.

Hans-Josef Hinken
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am 2. August 2013
Endlich mal keine weitere Toolbox! Das Buch zeigt eindrücklich wie ein spiritueller Hintergrund die Praxis und Haltung im Coaching bereichern kann, und das mit Tiefgang und ohne das Thema zu verklären. Die Autoren, darunter renomierte Coaches wie Gunter Schmidt, Wolfgang Looss und Bernd Schmid, setzen sich mit grundlegenden Fragen zu Haltung, Ethik, Werten und Sinnschöpfung im Coaching auseinander. Im praktischen Teil skizzieren Fallberichte aus sehr unterschiedlichen professionellen Schulen wie spirituelle Formen in die Coachingpraxis integriert werden können. Hier findet sich kein eindeutiger roter Faden, es beeindruckt eher die Vielfalt der Ansätze. Theoretische Aspekte, z.B. Achtsamkeitssforschung, werden eher kurz beleuchtet. Berührt haben mich die teils sehr persönlichen Schilderungen wie spirituelle Wege und berufliche Praxis zusammenfinden, als auch die Interviews mit spirituellen Lehrern wie Annette Kaiser, Bernie Glassman und Pater Anselm Grün, die zeigen welche Relevanz und gleichzeitig Bodenhaftung Spiritualität heutzutage haben kann.
Vielleicht kein Buch für Einsteiger, für Profis mit der Nase im Wind allemal.
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am 18. November 2014
Nachdem viele Berater und Coaches sich vom Thema Spiritualität ja immer noch meinen wie von einer ungeliebten Infektionskrankheit distanzieren zu müssen, vermutlich aus Angst, von potenziellen Auftraggebern in eine "Eso-Ecke" gestellt zu werden (huhuhuuu, böse Scientologen und Aliens lauern schließlich hinter jeder Ecke...), ist es für mich ungemein wohltuend, endlich einmal eine solch fundierte, bodenständige, liebevoll-verbindende und vor allem ehrliche Klarstellung zu lesen. Das für mich sehr gut nachvollziehbar beschriebene Selbstverständnis im Umgang mit der spirituellen Dimension sollte für jeden Berater, dem wirklich das Wohlergehen und die Weiterentwicklung seiner Klienten (und auch seine eigene Entwicklung und Selbsterkenntnis) am Herzen liegt, ein aufrichtiges Anliegen sein. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass diejenigen "Berater", die überwiegend auf der "Kopfnuss-Ebene" unterwegs sind (hurra, ich habe was studiert und möchte jetzt für mein Wiederkäuen auswendig gelernter Informationen, die weder Wissen - geschweige jemals Weisheit werden, gelobt werden) und sich der spirituellen Dimension im Zeitgeist des 21. Jahrhundert verschließen - diese vielleicht sogar auf subtile Weise in Misskredit bringen möchten, einmal ernsthaft mit ihrer Seriosität beschäftigen sollten. Für mich ist es in der heutigen Zeit ganz klar unseriös, die Spiritualität auszuklammern. Hier gilt der Satz ganz besonders: "Wer nicht mit der Zeit geht - geht mit der Zeit". Denn auch und vor allem unsere Klienten (!) werden das in Zukunft immer nachdrücklicher einfordern. Insofern dem Autor und den Co-Autoren meinen allergrößten Respekt und Dank für dieses schöne und stärkende Werk.
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