Peter Brunnert übertrifft sich mit seinem dritten Buch selbst und findet, bei Geoquest bestens aufgehoben, mit neuem Format die beste Grundlage, um eines der vielseitigsten und beliebtesten Klettergebiete Deutschlads und der Welt humoristisch anzugehen. Die vielen Facetten und Eigenarten des Kletterns im Elbsandsteingebirge zu beschreiben und die aus ihnen resultierenden Abenteuer- und Gruselgeschichten, von denen wahrscheinlich jeder Sachsen-Kletterer eine zu berichten weiss, zu sammeln und mit einer gehörigen Prise Humor wiederzugeben, ist eine Aufgabe, die wie auf ihn zugeschnitten scheint. Dabei schafft er es, jede Eigenheit, die das Klettern im Elbsandsteingebirge von dem im Rest der Welt abhebt - seien es die bunten Schlingen, denen man in Sachsen, anstatt solider Bohrhaken, sein Leben anvertraut, seien es die unzähligen, mit Gesetzeshärte durchgesetzten sächsischen Kletterregeln oder das, von unwissenden Kostverächtern oft als Masochismus abgetane, sächsische Rissklettern - in den 20 Geschichten zu thematisieren und auf's Korn zu nehmen. Die Geschichten werden zusätzlich von vielen grandiosen Bildern und Comics veredelt und zu jedem Gebiet, in dem die Storys spielen gibt es detaillierte Gebiets- und Wegbeschreibungen. Für alle Nicht-Kletterer fügt sich außerdem ein Sandsteinglossar an, in dem die vielen am Fels vorkommenden Fachbegriffe mit viel Augenzwinkern plausibel erläutert werden. "Die spinnen die Sachsen" liefert ein derart umfassendes Portrait des Kletterns im "Elbi", das allen, bisher zu hunderten dagewesenen, Bildbänden die Neidesblässe ins Gesicht treiben sollte und somit sowohl für Kletterer als auch für Laien absolut empfehlenswert ist.