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Die späte Ernte des Henry Cage: Roman
 
 
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Die späte Ernte des Henry Cage: Roman [Taschenbuch]

David Abbott , Peter Torberg
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 360 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248483
  • ISBN-13: 978-3423248488
  • Originaltitel: The Upright Piano-Player
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,7 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 119.417 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Abbott
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»(...) ein Roman um das Zögern in der Liebe, um Versäumnisse, Verhängnisse und Vergebung (...)«
Ulrich Rüdenauer, BuchMarkt Januar 2011



»Sehr einfühlsam und dennoch mit klaren Worten beschreibt der Londoner David Abbott "Die späte Ernte des Henry Cage".«
Andreas Trojan, Börsenblatt 27.01.2011



»Dass 'Die späte Ernte des Henry Cage' in Muße reifen durfte und der Autor gelassen jeden Satz wirken lässt, macht die verhängnisvolle Geschichte eigenartig schön.«
Nicole Lindgens, BuchMarkt März 2011



»David Abbott ist ein Meister der genauen Beobachtung, seine Figuren sind lebendig und voller Charakter.«
belletristiktipps.de 15.03.2011



»Ein grandioses Debüt.«
roseately.wordpress.com 21.03.2011



»Das Thema Vergebung ist das Kernthema dieses genialen Erstlings von David Abbott.«
Andreas Wallentin, Bücher - Das WDR 5-Literaturmagazin 26.03.2011



»›Die späte Ernte des Henry Cage‹ ist ein herzzerreißendes Buch. Es ermahnt uns zu vergeben und aufzupassen, nicht das Wichtigste im Leben zu versäumen.«
Christian Horvath, lovelybooks.de 28.03.2011



»[David Abbott] legt mit seinem Roman ein Buch vor, das so ziemlich alles bietet, was wahre, wahrhaftige Literatur ausmacht: fein gezeichnete und bis in die tiefsten Tiefen ihres Wesens ausgelotete Figuren, die man, ist man ihnen einmal begegnet, nie mehr vergisst - gepaart mit einer anrührenden und gleichsam kitschfreien Geschichte, die aus der Mitte des Lebens selbst entsprungen zu sein scheint. Doch das Verblüffendste an diesem Roman über das Innehalten eines plötzlich schmerzhaft vom Schicksal gestreiften großen Einzelgängers ist seine Machart: nämlich die scheinbar anstrengungslose Kunstfertigkeit, mit der es Abbott, dieser scheinbar aus dem Nichts auf der britischen Literaturlandkarte auftauchende Teufelskerl, versteht, die leisen und eindringlichen Töne ebenso souverän zu handhaben wie die geschickt arrangierten und nur scheinbar jähen Tempiwechsel, die er seiner Geschichte des späten Glückssuchers Henry Cage da und dort verpasst. (...) Kurz: ein Glücksfall für uns Leser!«
Peter Henning, SPIEGELonline 04.04.2011



»Letztlich ist es die Geschichte eines hoffnungslosen, ausweglosen Niedergangs; schön zu lesen, berührend, menschlich, einfühlsam - und unendlich traurig.«
Helmuth Santler, bestofweb.at 01.04.2011



»Ein wunderschöner Roman mit einer enormen Kraft!«
Sabine Geest, Unser Magazin April 2011



»Abbotts kluge Parabel zeigt, dass Liebe auch für Misanthropen der einzige Ausweg ist.«
Martin Wein, Weser Kurier 10.04.2011



»Was David Abbott […] komponiert hat, ist schlicht atemberaubend.«
Rupert Sommer, in münchen 08/2011



»Das Porträt eines Mannes im Unruhestand.«
buchreport.de 14.04.2011



»Wuchtig und gnadenlos spannend erzählt!«
Verena Lugert, Annabelle, Zürich 06.04.2011



»David Abbotts erschütternder und dennoch wunderbarer Roman über unsere Versäumnisse, die Liebe und Vergebung fesselt von der ersten Seite an.«
Cosmopolitan Mai 2011



»Ein kluger, sehr humaner Roman.«
Focus 02.05.2011



»David Abbott erzählt die Geschichte einer Selbstvergewisserung wider Willen, einer inneren leidvollen Revision. Dabei enthüllt er unerbittlich die verborgenen Leidenschaften und Ängste seines Helden, seine inneren Kämpfe und seine Abgründe. ›Die späte Ernte des Henry Cage‹ ist auch dies: ein Buch über den langsamen Verlust der Erinnerung und den Versuch, sie zu bewahren. Darin vor allem liegt seine unerhörte Wucht.«
Peter Henning, Badische Zeitung 02.05.2011



»In seinem herzzerreißenden Roman schreibt Abbott über das Zögern in der Liebe, über Versäumnisse, Verhängnis und Vergebung.«
Dresdner Morgenpost/Chemnitzer Morgenpost 02.05.2011



»Das dicke Ende kommt gleich zu Beginn. Dadurch ist der Leser zwar gewappnet für all die Schicksalsschläge, die Abbotts Helden Henry Cage ereilen. Aber der Autor treibt ein raffiniertes Spiel, denn sein Buch endet hoffnungsvoll, so dass man den Anfang am liebsten gleich ausblenden möchte.«
Christiane Irrgang, NDR Kultur - Kulturelles Wort/Literatur 05.05.2011



»Der spät berufene, wunderbare Romancier David Abbott beschreibt in ›Die späte Ernte des Henry Cage‹, wie das Leben eines Mannes in Trümmer fällt. «
Joachim Mische, Hamburger Abendblatt und abendblatt.de 06.05.2011



»Schöne Bonmots und lakonische Wahrheiten.«
Szene Hamburg 05/2011



»›Die späte Ernte des Henry Cage‹ ist das Drama einer Biografie, deren Wendung sich in Augenblicken immer neu entscheidet: Daran, ob man einen Autoschlüssel abzieht oder stecken lässt. Daran, ob man einen Umschlag mit Fotos abgibt oder nicht. Daran, ob man den späteren oder früheren Flug nach Florida erwischt. «
Christoph Schröder, Zeit.de 13.05.2011



»›ie späte Ernte des Henry Cage‹ ist niederschmetternd.«
Nils Naber, Emskopp Mai 2011



»Doch Abbott erzählt all dies mit einer solch einfühlsamen Intensität, dass selbst der schlimmste Schicksalsschlag seine schöne Seite zu haben scheint.«
Claudia Schumacher, Handelsblatt 13.05.2011



»Der Roman hat durchaus nicht nur einen philosophischen, sondern auch einen Hauch von religiösem Hindergrund, ist aber vor allem das packende Porträt eines eher durchschnittlichen Menschen, der immer tiefer in einen Albtraum hineingezogen wird.«
Margarete von Schwarzkopf, NDR1 Niedersachsen - Bücherwelt 10.05.2011



»Schöne Sätze. Eine wunderbare Stimmung durchzieht dieses Buch. Heiterkeit und Freude, aber auch Beklemmung und große Traurigkeit darüber was zerbrochen ist.«
Anke Isenbügel, NDR Info-Programm 24.05.2011



»Ein melancholischer Roman über Versäumnisse, das Schicksal und die Hoffnung auf Vergebung.«
Brigitte EXTRA - Die besten Taschenbücher für den Urlaub 31.05.2011



»David Abbott hat mit seinem Debüt einen Entwicklungsroman geschaffen, der seines Gleichen sucht. Tiefgreifend porträtiert er seine Figuren, lässt sie reifen und lebendig werden. Themen wie Erkenntnis, Vergebung und Auswegslosigkeit berühren und gehen ans Herz. Brillant formuliert und gewaltig. Ein absoluter Genuss.«
Kieler Nachrichten 27.05.2011



»David Abott ist ein eindringliches, berührendes Porträt gelungen. Es zeigt einen Menschen als Gefangenen seiner selbst, der erst in Liebe zu seinem Enkel begreift, dass es nur ein Leben gibt.«
Martin Wein, Wilhelmshavener Zeitung 03.06.2011



»Sein Roman ist glaubwürdig, packend und verstörend.«
stern.de 10.06.2011



»David Abbott, der vier Jahrzehnte Werbetexte geschrieben hat, erweist sich als stilsicherer, sensibler und souveräner Autor. Sein Roman ist glaubwürdig, packend und verstörend.«
Susanna Gilbert-Sättele, Hanauer Anzeiger 09.06.2011



»Mit ›Die späte Ernte des Henry Cage‹ hat David Abbott einen ebenso bewegenden wie mitreißenden Roman geschrieben.«
Neue Presse 11.06.2011



»Mit ›Die späte Ernte des Henry Cage‹ ist dem englischen Werbeexperten David Abbott mit seinem ersten Roman ein großer Wurf gelungen: Seine psychologisch feinsinnige Analyse eines Mannes, der dem Absturz trotzt, geht unter die Haut.«
Madame Juli 2011



»Eine Geschichte, die einerseits zu Herzen geht und anderseits einem das Herz zertrümmert. Ein Roman über das Leben, und welch komplizierte, seltsame, harte und traurige Wege es gehen kann.«
Alex Dengler, denglers-buchkritik.de 20.06.2011



»Furioses Debüt.«
Susanna Gilbert-Sättele, Lausitzer Rundschau 15.06.2011



»David Abbott hat ein klug komponiertes Buch geschrieben, das fast beiläufig von essentiellen Lebenseinschnitten erzählt.«
Rainer Moritz, Literaturen Juli-August 2011



»Eine mitreißende Geschichte über Prioritäten, Einsamkeit und das Zögern. Lesenswert!«
Tiroler Tageszeitung Juni 2011

» «
Tiroler Tageszeitung Juni 2011



»Abbott, der mit 73 wahrlich spät zur Literatur gekommen ist, erweist sich als ebenso kluger wie geschickter Arrangeur seines Stoffs, der scheinbar unverstellt mit Versatzstücken seiner eigenen Biographie operiert. Das Resultat ist ein Buch, das wie lange keines mehr zwischen Beklemmung und Befreiung, Ernst und Heiterkeit, Weisheit und kindlicher Lebenslust oszilliert und obendrein glänzend unterhält.«
Peter Henning, WDR3, Passagen 28.06.2011



»73 Jahre alt ist der Engländer David Abbott; dies ist sein Debütroman, aus dem Intelligenz und Lebenserfahrung sprechen.«
Journal Frankfurt 08.07.2011



»Und weil David Abbott das Schreiben nicht als müßige Stilübung begreift, sondern dringlich, aber frei von falschem Pathos erzählt, liest sich sein Roman um Glück und Unglück, um verpasste Chancen und die Macht des Schicksals angenehm leicht.«
Antonia Kurz, Süddeutsche Zeitung 18.07.2011



»Ein herrliches Buch, das klug, effektvoll und zupackend geschrieben ist.«
Thomas Linden, Kölnische Rundschau 12.07.2011



»Eine sehr bereichernde Lektüre.«
Ursula May, hr2 kultur, Mikado 21.06.2011



»Abbotts raffiniert verschachtelte Erzählkunst fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.«
Badische Zeitung - Hochschwarzwald 23.07.2011



»Später Autor, großer Wurf.«
Der Patriot 30.07.2011



»Berührender, spannend und gut geschriebener Roman.«
Diakonie Magazin 08.2011



»Seine Charaktere sind liebenswürdig gezeichnet, lebendig und intensiv. Ein unaufdringlicher, geistreicher Entwicklungsroman, anrührend und manchmal sehr traurig. Das buch ist sehr lohnend zu lesen und eine Bereicherung für jede Bücherei.«
Günther Freund, Borromäusverein 16.08.2011



»David Abbott,[...], ist ein raffinierter Erzähler, sein vielschichtiger Debütroman bilanziert auf ergreifende Weise, was Leben ausmacht.«
Zuhause wohnen 09.2011



»Abbott, der vier Jahrzehnte Werbetexte geschrieben hat, erweist sich als stilsicherer, sensibler und souveräner Autor. Sein Roman ist glaubwürdig, packend und verstörend.«
Rhein-Zeitung 12.08.2011



»Berührender, spannend und gut geschriebener Roman«
Ina Hochreuther, Diakonie magazin 08.2011



»Er hat vier Jahrzehnte Werbetexte geschrieben, nun gelingt ihm ein packender Roman.«
Susanna Gilbert-Sättele, Pforzheimer Zeitung 29.08.2011



»Ein geniales Buch.«
Solveig Bach, n-tv.de 08.09.2011



»Beklemmend, schön und weise!«
Susanne Bühler, anzeiger Region Bern 09.09.2011



»In einer wunderschönen, bilderreichen Sprache erlebt man, wie er langsam begreift, worauf es in seinem Leben wirklich ankommt.«
Susanna Schranmpf, bn.bibliotheksnachrichten, Salzburg 03/2011



»Ein beeindruckendes Schriftstellerdebüt des ehemaligen Werbefachmanns David Abbott.«
Günther Freund, Münchner Kirchenzeitung 20.11.2011

Kurzbeschreibung

Es ist, als habe sich ein Fluch über das Leben von Henry Cage gelegt. Hatte er sich den Ruhestand nach langem, erfolgreichem Berufsleben als Manager einer florierenden Werbeagentur nicht redlich verdient? Doch Cage fühlt sich wie am Ende einer langen Liebe und realisiert, dass auch seine Lieben verheerend endeten. Getrennt von seiner Frau Nessa führt er ein zurückgezogenes Leben im Londoner Familienhaus, spielt abends Jazz und sammelt Romane des frühen 20. Jahrhunderts in Erstausgaben. Komfortabel? Nein. Ein kalter, einsamer Albtraum, der im Licht der nachfolgenden Ereignisse wie ein Idyll erscheint ...

David Abbott über ›Die späte Ernte des Henry Cage‹:


»Henry Cage ist ein Mann, der etwas aus dem Takt der Zeit gekommen ist, und er erlebt eine elende Reihe von unglücklichen Vorkommnissen – aber ist das schlicht Pech? Oder erntet er, was er gesät hat?«


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der schonungslose Weg der Auflösung des Lebens, 14. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die späte Ernte des Henry Cage: Roman (Taschenbuch)
Einen der Schlüsselsätze zum Verständnis des Buches hat Tom, der Sohn der Hauptfigur Henry Cage, irgendwann einmal in einem Buch markiert. Kurz vor der Mitte der Geschichte um Henry Cage kann man lesen:

'Es ist, als habe Gott seine Hand geöffnet und dich für eine Weile darauf tanzen lassen, um sie dann ganz fest zu schließen ' so fest, dass du noch nicht mal schreien konntest.'

Auch Henry. Still. Am Anfang der Geschichte. Zumindest den größten Teil des Buches über aber noch nicht, obwohl das innere Schreien sich ankündigt und vielfach beginnt, sich Bahn zu brechen. Nachdem Abbot einen klaren, kühl beschriebenen, Anfang gesetzt hat, der trotz der eher nüchternen Sprache nichts, aber auch gar nichts von seinem fundamentalen Schrecken verloren hat, eröffnet er auf den gut 360 Seiten des Buches die Geschichte Henry Cages, die im Vorfeld der letzten Jahre des Dramas zu Anfang des Buches sich ereignet hat.

Eine Geschichte langsamer, aber spürbarer, im Raume stehender Auflösung des Lebens des Protagonisten. Ehedem erfolgreicher Unternehmensberater mit eigener Firma, Ehemann und Vater eines Sohnes. Von seinen Partnern einiges vor der Zeit mit höflichen Worten und harter Haltung in den Vorruhestand geschickt. Getrennt von Nessa, seiner Frau. Diese hatte eine kurzlebige, eher belanglose Affäre, doch Henry kann hier nicht über seinen Schatten springen. Getrennt lange innerlich auch von seinem Sohn Tom. Es hat nicht gut funktioniert zwischen den Beiden, was nicht an Tom lag.

Henry ist einfach ein auf sich bezogener Mensch. Nicht böswillig oder bösartig, aber doch so stetig um sich kreisend, so wenig in der Lage, empathisch über seinen Schatten zu springen und dabei doch kaum wirklich durchsetzungsfähig, dass es einfach schwierig ist, mit ihm, der in Riten und Gewohnheiten lebenden Gummiwand, eine intensive, innere Beziehung zu knüpfen. Er selbst würde das alles eher als 'Nervenstärke' benennen.

Als er aber erfährt, dass er seit vier Jahren bereits einen Enkel hat, als er sich seiner Frau wieder nähert (zu spät für dieses Leben), mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter ins Verhältnis tritt, da sind längst die Weichen dafür gestellt, dass Gott den Tanz beendet und die Faust sich beginnt, fest zu schließen. Eine wahrlich späte, furchtbare Ernte, die Abbot ruhig, klar und, vor allem, emotional höchst mitnehmend in seiner Geschichte ausbreitet.

Und doch ist der Roman keine einfache Abrechnung mit einem gedankenlosen Egozentriker, sondern ein Entwicklungsroman eines alternden Mannes, der seine Fehler beginnt, nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren. Eine Chance für all die Seinen, bei aller Bitterkeit und allem Schmerz, sich ihm anders nähern zu können, wie auch er sich anders nähern kann. Mit Irrungen und Wendungen, mit nicht nur einem Toten auf dem Weg.

Es ist ein harter Weg, den Henry Cage zu gehen hat und auf dem vielfache Entschuldigungen von ihm gefordert sein werden. Ob es auch eine Entschuldung für ihn gibt? Das bleibt zu guter letzt durchaus auch der Phantasie des Lesers überlassen, denn einfach so endet das Buch nicht, da wird einiges noch offen bleiben an Lebensweg.

Ein genau beobachtetes, den Figuren intensiv nachgehendes Stück Literatur fast in Form einer klassischen Tragödie ist David Abbot mit seinem ersten Roman gelungen, dessen Lesen sich überaus lohnt.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Roman, 25. April 2011
Von 
Stevo "odysseussr" (Soest) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die späte Ernte des Henry Cage: Roman (Taschenbuch)
David Abbott legt mit 72 Jahren seinen Debütroman vor und man wünscht sich nur, dass Abbott noch viele Jahre literarischen Schaffens vergönnt sein werden, denn dieser Roman gehört sowohl inhaltlich als auch sprachlich (Lob auch an die Übersetzung von Peter Torberg) zu den besten Neuerscheinungen der letzten Jahre.
Im Grunde ist "Die späte Ernte des Henry Cage" ein Roman über verpasste Lebenschancen, über das Zögern und Zaudern und vor allem über die seltsamen Wendungen der Liebe. Dabei ist er nie kitschig und von einer unglaublichen Intensität, die einen tief in den Sog dieser Geschichte zieht. Und die Geschichte hat es in sich. Das Ganze beginnt mit einem schweren Schicksalsschlag, von dem ausgehend eine Rückblende auf die späten Lebensjahre des Protagonisten Henry Cage erfolgt. Ich habe mir während der Lektüre des Romans die Frage gestellt, ob mir dieser Henry Cage sympathisch ist - und musste sie mit NEIN beantworten. Und dennoch fühlt man mit ihm mit, mit diesem Mann, der in einem selbst errichteten Kerker gefangen ist und keinen Ausweg findet. Mit ihm, der nicht in der Lage ist seine Gefühle zu offenbaren, der in einer unerträglichen Lethargie verharrt. Ich habe mit ihm gefühlt und am Ende habe ich ihn sogar gemocht diesen Henry Cage und das ist eine große Leistung David Abbotts.

Absolut empfehlenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein mitreißendes Debüt, 14. Mai 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die späte Ernte des Henry Cage: Roman (Taschenbuch)
Henry Cage war ein erfolgreicher und geachteter Geschäftsmann. Seine ganze Energie hatte er jahrelang in den Aufbau seines Wirtschaftsunternehmens gesteckt, bis er nun, mit 58 Jahren, als Ruheständler wieder draußen steht. Sein Weggang war nicht freiwillig, vielmehr hatten seine Partner ihn mit einer hohen Abfindung versehen und abgeschoben. Henry und seine Art, Geschäfte zu machen, sei nicht mehr zeitgemäß und schade dem Unternehmen. An diesem Umstand, nicht mehr zeitgemäß zu sein, hat Henry lange zu knabbern. Denn schnell wird ihm bewusst, dass er die Jahre, in denen er beruflich noch als zeitgemäß galt, privat absolut vergeudet hat. Seine Frau Nessa hat ihn betrogen und er war nicht in der Lage, ihr zu verzeihen. Zu seinem Sohn Tom und dessen Frau Jane hat er keinen Kontakt und auch als Tom noch klein war, war Henry alles andere als ein guter Vater. Und in dieser Phase der Niedergeschlagenheit beginnt Henry darüber nachzudenken, ob es im Leben nicht so etwas wie eine zweite Chance gibt, denn Nessa lädt ihn zu sich nach Miami ein und auch Tom meldet sich bei seinem Vater. Sollte es wirklich möglich sein, dass Henry den Weg zurück ins Leben findet?

"Die späte Ernte des Henry Cage" ist David Abbotts Debütroman. Abbott selbst gilt als einer der bedeutendsten Werbeexperten in Großbritannien, zu den Kunden seiner Werbeagentur zählten unter anderem Firmen wie Ikea und Volvo. Er weiß also, wovon er spricht, wenn er seinen Protagonisten Teil der großen Wirtschaft sein lässt.
Die Geschichte Henry Cages ist eine Lektion über das Leben, das einem zweite Chancen gewährt, es aber uns selbst überlässt, ob und wie wir sie nutzen. Sie lehrt uns aber auch, dass nicht das ganze Leben zu einer Spazierfahrt wird, sobald wir diese Möglichkeiten, etwas wieder gut zu machen, ergreifen - es werden dennoch weitere Steine im Weg liegen, das hört nie auf.
"Die späte Ernte des Henry Cage" ist zugleich ein Mut machender und ein tieftrauriger Roman, der jedoch nie Gefahr läuft, ins Kitschige abzudriften. David Abbott erzählt die Geschichte seines Helden mit ruhigen und mitfühlenden Worten, ohne je dramatisch oder gefühlsduselig zu werden. Dieses Buch ist wie eine sanfte Mahnung, immer bemüht zu sein, das Beste aus seinem Leben zu machen - für sich selbst, aber auch für all jene, die wir lieben.
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