Nach dem "Muschelessen" habe ich schon einige andere Erzählungen von dieser außergewöhnlichen Autorin gelesen und auch dieses Mal hat sie mich wieder aufs Neue beeindruckt!
Sie hat einen unverwechselbaren Stil, der ihren Geschichten diese besondere Ausprägung gibt und der einem auch bei immer neuen Erzählungen umhaut!
Sie schafft es, dass ich ihr immer wieder auf den Leim gehe. Das liegt daran, dass ihre schlichte Erzählweise beim Leser so etwas wie die Gutgläubigkeit eines Kindes hervor ruft und da sie manche Dinge nicht direkt ausspricht, kann man manchmal gar nicht glauben, was das, was sie ausspricht, überhaupt in der Konsequenz bedeutet, zumal dieses ganz und gar nicht dem Klischee entspricht, das sie (ohne selbst in Worten ein Klischee auszudrücken) beim Leser im Kopf entstehen lässt. Ganz schön raffiniert!
Am Ende der Erzählung hat man das Gefühl, man müsste noch mal zurück blättern, weil das doch fast nicht sein kann, was einem da allmählich dämmert, oder etwa doch?
Etwas für Leser, die es satt haben, schon am Anfang zu wissen, wie die Geschichte ausgeht!