28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Buch zur "Rechtschreibreform", das vielen recht ist und gibt, 5. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die sogenannte Rechtschreibreform. Ein Schildbürgerstreich (Broschiert)
Theodor Ickler, Germanistik-Professor und Autor des Rechtschreibwörterbuchs, hat dieses Buch schon 1997 vorgelegt; es bleibt aktuell, solange es die Rechtschreibreform gibt. Ickler beschreibt zunächst die Entstehung der "Rechtschreibreform" und befaßt sich dann mit ihren Themen: der Laut-Buchstaben-Zuordnung, der Getrennt- und Zusammenschreibung, der Groß- und Kleinschreibung, der Zeichensetzung und der Worttrennung; dann vergleicht er die bekannten Wörterverzeichnisse bzw. -bücher und beschreibt und bewertet die Durchsetzung der Reform auch gesellschaftspolitisch. Ein Anhang mit Regeln und einer Wörterliste rundet das lesenswerte Werk ab. Gelungen ist dieses, weil es der Autor versteht, die zahlreichen Fehler der Reform wissenschaftlich exakt zu dokumentieren, aber zugleich allgemeinverständlich zu formulieren, einerseits eine Fülle wichtiger (schrift)sprachlicher Details zu vermitteln, andererseits aber den Leser auch zu unterhalten - auch wenn die Lektüre streckenweise themenbedingt etwas Konzentration verlangt. Wenn dies dann mal amüsierte, mal weinerliche Stimmungen provoziert, so ist das weniger im literarischen Vermögen des Autors begründet (der den Untertitel "Ein Schildbürgerstreich" völlig zu recht gewählt hat) als vielmehr "reformbedingt", nämlich Ausdruck des sprachwissenschaftlichen Unvermögens der Reformer. Am Ende dürfte ein verständnisloses, wütendes, hoffentlich nicht resignierendes Kopfschütteln die Oberhand gewinnen. Wer die deutsche Rechtschreibung aktiv fördern und verteidigen möchte, findet hier Information und Argumentationshilfe.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Obrigkeitsgehorsam, 12. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die sogenannte Rechtschreibreform. Ein Schildbürgerstreich (Broschiert)
Läsen die Deformierer und ihre Handlanger, die 16 (ehemaligen) "Kultus"-Minister, dieses Buch, und verstünden sie es -was zu bezweifeln ist -, sie versänken vor Scham in der Erde (Charakter unterstellt).
Nichts -aber auch gar nichts- ist durch die "Reform" besser oder einfacher geworden. Vor der "Reform" gab es 203 Rechtschreibregeln, jetzt gibt es 209 - darunter total unsinnige und grotesk falsche. Welchen Sinn hat es, "dass" statt "daß" oder "Essstörung" statt "Eßstörung"zu schreiben, wenn das "ß" nicht abgeschafft ist?
Quentchen mit "ä" (lat. quentinus), aber Eltern mit "E" (alt/älter); "allein stehende" Frauen - unbegreiflich diese Ignoranz !
(Neulich las ich in einer Zeitschrift: "...der voll bärtige Spieler ...".)
Seit Jahrhunderten wurde die Schreibung d e m o k r a t i s c h reguliert.
Aus "bureau" wurde "Büro"; aber nicht , weil es die Obrigkeit diktiert hatte, sondern weil die Mehrheit der Schreibenden und Lesenden es so wollte.
Es zeugt von Obrigkeitsgehorsam, daß die "Reform" akzeptiert wurde.
Die Obrigkeit wird also demnächst beschließen, daß pers. Daten auf Vorrat gespeichert werden , daß der Bürger seine Fingerabdrücke (selbstverständlich gebührenpflichtig) abzuliefern hat, daß er in der eigenen Wohnung/Kneipe nicht mehr rauchen darf, daß er am Flughafen nacktgestellt (nicht: nackt gestellt) wird, daß Mautstellen Bewegungsprofile registrieren ... ... ...
Der große 'Blöff'Lob der Rechtschreibung: Warum wir schreiben wie wir schreibenDie Aura der Wörter: DenkschriftLV
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