als großer fan seiner kunst habe ich mich auf dieses buch gefreut und hatte stark gehofft, dass uns Corey etwas biografisches liefert.
leider wurde ich schon nach dem ersten kapitel enttäuscht. Corey vermittelt in dem buch nur seine eigene und persönliche meinung zum thema religion, sex und freundschaft. das wäre ja schön und gut wenn......
in die 7 todsünden spart er nicht an beleidigungen und demütigungen. beim lesen erkennt man ( oder auch nicht ), dass Corey sich genauso verhält wie die leute die er in seinem buch runtermacht. seine sätze sind zwar sehr gut formuliert und kommen sicherlich in der englischen version viel besser rüber.
man erkennt viele wortspiele, so wie man es von einem guten songwriter wie Corey gewohnt ist.
blöd nur, dass nichts aufeinander aufbaut und er sich ständig wiederholt. ein rhetorischen mittel sehe ich dabei nicht.
die kapitel sind für Ihn offensichtlich nur ein ventil um seinen hass und seine neurosen aus seiner kindheit klarzustellen. mir gingen die ständigen beleidigungen schnell auf den sack und veranlassten, dass ich die seiten nur noch überflog und darauf achtete irgendwo noch ein bisschen biografie zu finden. davon gabs jedoch nicht allzu viel.
sein buch hat er scheinbar ( was er auch oft anmerkt ) in seiner küche geschrieben und dass er dabei selber nicht wusste was er überhaupt schreiben soll. das sagt er auch selbst von sich im kapitel: Trägheit. dazu erklärt er selber, das er ja irgendwie die seiten füllen muss.
ok ok als teenager kann man sich sicherlich daran begeistern und freut sich über alles was der gute Corey "fucking" Taylor uns vorwirft. aber irgendwann entwickelt der leser und hörer sich vom pubertierenden und ständig depressiven welthasser zu einem erwachsenden gesellschaftsfähigen menschen. ( Corey wird bald 40 )
wer Slipknot kennt und sie von früh an begleitet hat und dabei die ständige weiterentwicklung der band erlebt hat, weiss dass Slipknot heute eine riesige Geldmaschinerie geworden ist. das buch kann man mehr als marketing verstehen. es zielt auf teenager ab, die probleme haben und in Slipknot etc. seelenverwandte gefunden haben. dabei vergessen sie die mittlerweile älter und reifer gewordenen fans. vor 10 jahren hätten ich das buch sicherlich nicht so kritisiert, aber heute erwarte ich mehr von Corey, wenn er denn schon mal ein buch vorlegt.
ich empfehle dieses buch nicht weiter, ausser euch ist das holz zum heizen ausgegangen. Corey kann singen, produzieren und feiern, aber bücher schreiben sollte er anderen überlassen.