...ich persönlich konnte nicht viel damit anfangen. Es ist der Schreibstil, dem ich nichts abgewinnen kann. So nüchtern, sachlich, oberflächlich. Dann wieder endlos wiederholend und ausholend, aber nicht in der Geschichte vorankommend. Ich habe mir wirklich etwas völlig Anderes erwartet.
Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen: der vielversprechende Titel hat mich neugierig gemacht, der Aufbau der einzelnen Kapitel ("Erstes Leben", "Zweites Leben"...) hat mir auch auf Anhieb gefallen. Ich hab ein paar Seiten gelesen und es dann spontan gekauft. Die ersten 50 Seiten sind ja auch wirklich noch recht gut zu lesen, auch wenn ich schon da teilweise irritiert von diesem seltsamen Schreibstil war, ständig Sätze wie der folgende: "Da ist die Geschichte, nicht deine und meine, und auch nicht die der deinen, die nicht die meinen sind, sondern die richtige Geschichte, die große Geschichte" (Seite 25). Gefällt mir einfach nicht, klingt furchtbar für mich. Für mich muss eine gute Geschichte auch schön geschrieben sein, aber mit diesem Stil fange ich nichts an, auch wenn er sehr prägnant und eigen ist, was der Autorin Wiedererkennungswert gibt. Sie kann definitiv gut schreiben, nur eben gar nicht nach meinem persönlichen Geschmack. Und dann ist hier noch nicht einmal eine wirkliche Geschichte vorhanden, beziehungsweise schafft die Autorin es, sie so fad und öde niederzuschreiben, dass einem die Lust vergeht, mehr davon zu erfahren. Wie kann man ein eigentlich spannendes Thema so träge erzählen? Nach 200 Seiten hatte ich die Nase voll, fertig gelesen habe ich das Buch nur, weil ich Geld dafür ausgegeben habe.
Ich finde es jedoch schade, dass es noch keine anderen Rezensionen zu diesem Buch gibt. Es tut mir fast leid, dass es jetzt nur aufgrund meiner Rezension so schlechtes Feedback bekommt. Vielleicht bin ich ja allein mit meiner Meinung. Es würde mich wirklich interessieren, was andere dazu sagen. Für mich ist es der größte Fehlkauf seit langem, ein Buch, das jetzt im Regal verstauben und nie mehr beachtet wird.