Vielleicht sind die USA mal wieder weiter oder einfach anders als wir. Doch diese Autoren befürworten eindeutig eine häusliche Betreuung von Säuglingen oder Kleinkindern mit enger Bindung an nur wenige Bezugspersonen. Natürlich wird die Mutter immer wieder als solche genannt (deshalb auch nur 4 Sterne, das wirkt manchmal nicht zeitgemäß). Doch jede andere, feste Person kann an dieser Stelle stehen. Die Autoren stellen eine vorwiegende Betreuung in Krippen und Tagesstätten in Frage, nicht generell, doch aufgrund der ihrer Meinung nach nicht kindgerechten Zustände und Abläufe. Ich finde, dass jede Familie eine Menge Anregungen und Lernelemente aus diesem Buch ziehen kann. Es geht nicht nur um problematische Kinder/Familien. Zahlreiche Punkte betreffen den ganz normalen Familienalltag. Was kann man also tun, um den täglichen Anforderungen an Alltag, Job und Kinder gerecht zu werden. Indem hier die Grundbedürfnisse der Kinder definiert werden, hat man schon einmal einen wesentlichen Fixpunkt, um den die anderen Notwendigkeiten gelegt werden können. Denn dass die Familie und die Kinder der Mittelpunkt sein müssen, an denen sich alles andere ausrichtet, das lassen die Autoren außer Frage. Sehr interessant für alle, die nicht blind dem Mainstream der Erziehung folgen wollen, sondern sich gerne durch Anregungen von praxiserfahrener Autoren inspirieren lassen.