Buch der 1000 Bücher
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Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Die sexuelle Revolution
OT Die Sexualität im Kulturkampf OA 1936Form Sachbuch Epoche Moderne
1936 erschien die Schrift Die Sexualität im Kulturkampf, die 1945 in Die sexuelle Revolution umbenannt wurde. Wilhelm Reich thematisiert hier das »Fiasko der Sexualmoral«, das den sexuellen Bedürfnisprozess der Zivilisation als »religiösen Mystizismus« kennzeichnet.
Inhalt: Indem menschliche Bedürfnisse von der Gesellschaft geformt, gewandelt, aber auch unterdrückt werden, entsteht nach Reich die psychische Struktur des Menschen, die sich im steten Kampf zwischen gesellschaftlichem Anspruch und individuellem Trieb entwickelt. Reich deutet den Kern dieser praktisch-politischen Psychologie als Sexualpolitik und interpretiert das Wesen der seelischen Tätigkeit als sexuelle Funktion. Den Hauptmechanismus der sexual- und lustfeindlichen Charakterstruktur erblickt Reich vor allem in der Unterdrückung der sexuellen Freiheit der Kinder und Jugendlichen, deren genitale Impulse er verteidigt. Er betrachtet die Menschheit als Opfer einer fehlgeleiteten Entwicklung, deren Krankheit darin besteht, orgastisch impotent zu sein. Diese Tatsache bestimmt nach Reich das gesamte Denken und Handeln der Menschheit.
Wirkung: Mit seinen Schriften übte Reich starken Einfluss auf die antiautoritäre Bewegung der 1960er Jahre aus. Sein Versuch, die Theorien von Sigmund R Freud und Karl R Marx miteinander zu verknüpfen, sowie seine Kritik an der »systemerhaltenden Repression« der bürgerlichen Kleinfamilie mündeten in die Forderung nach Überwindung gesellschaftlicher Herrschaftsstrukturen. W. W.
Kurzbeschreibung
Indem menschliche Bedürfnisse von der Gesellschaft geformt, gewandelt, aber auch unterdrückt werden, entsteht nach Reich die psychische Struktur des Menschen, die sich im steten Kampf zwischen gesellschaftlichem Anspruch und individuellem Trieb entwickelt. Reich deutet den Kern dieser praktisch-politischen Psychologie als Sexualpolitik und interpretiert das Wesen der seelischen Tätigkeit als sexuelle Funktion. Den Hauptmechanismus der sexual- und lustfeindlichen Charakterstruktur erblickt Reich vor allem in der Unterdrückung der sexuellen Freiheit der Kinder und Jugendlichen, deren genitale Impulse er verteidigt. Er betrachtet die Menschheit als Opfer einer fehlgeleiteten Entwicklung, deren Krankheit darin besteht, orgastisch impotent zu sein. Diese Tatsache bestimmt nach Reich das gesamte Denken und Handeln der Menschheit.