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Die schwarzen Wasser von San Marco. [Taschenbuch]

Richard Dübell
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

20. September 2005
Venedig 1478: Aus den trüben Wassern der Lagune wird vor den Augen des deutschen Händlers Peter Bernward die Leiche eines Kindes geborgen. Bald darauf kommen zwei weitere Kinder ums Leben - Gassenjungen, die als Zeugen gesucht wurden. Wussten sie zu viel? Bernward beschließt, den wenigen Hinweisen nachzugehen. Dabei dringt er tief in das Räderwerk der Macht vor, mit der Venedig seit 400 Jahren den Handel in Europa kontrolliert - und gerät in ein Netz aus Verbrechen und Intrigen, das die dunkle Seite der Stadt offenbart ...
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 542 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (20. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404264606
  • ISBN-13: 978-3404264605
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.104.658 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Richard Dübell ist ein wandelndes Rätsel. Tagsüber im Business-Zwirn als Manager bei Siemens tätig, durchstreift der 38-Jährige nach Geschäftsschluss in seinem Münchner Domizil bevorzugt Kölner Domgassen des 13. Jahrhunderts (Der Jahrtausend-Kaiser), rettet als Tuchhändler Peter Bernward eine mediävale Fürstenhochzeit vor Mord und Totschlag, hält schließlich jenseits der Alpen Eine Messe für die Medici -- und kreiert auf diese Weise einen Historien-Hit nach dem anderen.

Das milde norditalienische Klima scheint dem Kaufmann und Hobbydetektiven Peter Bernward und seiner hübschen Gefährtin Jana trotz ihres haarsträubenden Medici-Abenteuers bekommen zu sein, haben die beiden Lieblingsprotagonisten Dübells in dessen neuem Historien-Epos doch beschlossen, der Lagunenstadt einen Besuch abzustatten. Doch kaum angekommen, droht neuerliches Ungemach: Venedig, im Jahre 1478 Herrin des Mittelmeeres und bedeutendste Handelsmetropole des christlichen Abendlandes, wird gerade von einer Serie grausamer Kindermorde heimgesucht!

Die uralte Dogenstadt mit ihrem morbiden Reiz hat seit jeher schon Schriftsteller zu düsteren Kanalfahrten inspiriert. Möglicherweise lieferte Daphne du Mauriers grandios-schaurige Erzählung Spätestens in Venedig (vielen als kongeniale Filmversion Wenn die Gondeln Trauer tragen bekannt), einen ersten Anstoß zu Dübells Lido-Thriller. Bei ihm werden wir allerdings in eine Zeit versetzt, als auf dem Markusplatz der Scharfrichter noch seines Amtes waltete, die Pest die Menschen dahinraffte und ein gefürchteter Polizeiapparat aus korrupten Inquisitoren Peter Bernwards Ermittlungen zu verhindern sucht.

Vergebens. Schon ist der deutsche Amateurschnüffler dem Sklavenhändler Barberro auf der Spur, der die Märkte der Stadt nach jungen Knaben absucht. Doch erst das merkwürdige Heim, in dem mittellose Mädchen eine Unterkunft (inklusive Ausbildung!) finden, führt den Gondel-Marlowe zur Lösung des Rätsels. Was er in den schwarzen Wassern von San Marco versenkt auffindet, wird gedeckt von einem Netz aus Intrigen und Verbrechen, das in höchste Kreise führt. Dunkler und prächtiger Genre-Krimi, Signor Dübell! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Richard Dübell, geb. 1962, schreibt historische Erwachsenen- und Jugendromane und Drehbücher und ist Träger des Kulturpreises seiner Heimatstadt Landshut. Richard Dübells Romane sind in insgesamt 14 Sprachen weltweit übersetzt. Sein ironischer Schreibstil, die stets unerwarteten Wendungen in seinen Geschichten und seine prallen, lebensnahen Charaktere sind sein Markenzeichen, ebenso wie seine medialen Buchpräsentationen, die mit Video-, Musik- und Geräuscheinblendungen und Dübells komödiantischem Geschick zu literarischen Shows werden.
Richard Dübell ist verheiratet, hat zwei Söhne und eine Katze und lebt in der Nähe seiner Heimatstadt Landshut.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung in Venedig! 3. März 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich neulich abends nach Hause fuhr, hörte ich in den Nachrichten vom Tod des kleinen Pascal in Südwestdeutschland,
der im Zusammenhang mit der Entdeckung einer Kinderschänderbande aufgeklärt wurde. Mittelsmann war die Wirtin einer kleinen Kneipe.
Am Abend vorher hatte ich "Die schwarzen Wasser von San Marco"
fertig gelesen und mir wurde schlagartig bewußt, wie hoch brisant
dieses Thema - leider - auch heute noch ist.
Richard Dübell ist es dabei in beeindruckender Weise gelungen, dieses aktuelle Thema in Form eines historischen Romans vor
dem schillernden Hintergrund der Stadt Venedig Ende des 15. Jahrhunderts darzustellen.
Das Buch ist absolut faszinierend und seine Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel, wozu meiner Meinung nach das wirklich nur dezent eingesetzte Stilmittel, den Handlungsfaden
am Ende eines Kapitels abzubrechen und auf der nächsten Seite
wieder aufzunehmen, durchaus seinen Teil beiträgt.
Richard Dübell gelingt es zudem, eine sehr komplexe und dichte
Atmosphäre herzustellen. Dies liegt sicherlich im wesentlichen auch daran, daß das Geschehen innerhalb von nur knapp fünf
Tagen vonstatten geht, so daß weder die Akteure, noch der Leser so richtig zum Verschnaufen kommen.
Apropos Akteure: Der Landshuter Kaufmann Peter Bernward löst hier
schon seinen dritten Fall und der Erfolg von Dübells Romanen hat
meines Erachtens sehr viel mit seinem "Star-Protagonisten" zu tun. Peter Bernward wird eben nicht als strahlender Held dargestellt, der ohne Fehl und Tadel seine Fälle löst.
Er ist ein Mensch wie Du und ich, der seine Schwächen und Fehler
hat, der noch immer mit den schweren Schicksalsschlägen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen hat und dabei fast sein persönliches Glück in der Zukunft aufs Spiel setzt, der auch von
Selbstzweifeln nicht verschont wird und der seine Angst zeigt.
Und genau das macht ihn nicht nur sympathisch, sondern auch
glaubwürdig - darüberhinaus ist er aber natürlich auch ein sehr,

sehr intelligenter Mensch, sonst wäre er nicht so erfolgreich.
Insgesamt ist dieses Buch genau das richtige für Leser, die
gut und glaubwürdig recherchierte historische Kriminalromane mögen und eines, das man angesichts der aktuellen Brisanz nicht
so einfach nach dem Lesen weglegt, es wirkt weiter.
Ich freue mich jedenfalls schon auf das - hoffentlich - nächste
Abenteuer mit Peter Bernward und seiner Familie!

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewährt und gut 22. August 2005
Format:Taschenbuch
Peter Bernward, der den Lesern von "Der Tuchhändler" und "Eine Messe für die Medici" schon ans Herz gewachsen ist, muß sich 1478 wegen Bettlägerigkeit seiner Liebsten Jana Dlugosz notgedrungen ein paar Tage in Venedig aufhalten, das eigentlich nur als Durchreisestation vorgesehen war. Die Ermordung eines Patriziersprosses und mehrerer Gassenjungen veranlaßt ihn, weiter nachzuforschen, was zur Aufdeckung einer ungeheuerlichen Intrige und eines verbrecherischen Netzwerkes führt, in das ein Sklavenhändler, eine zwielichtige Heimleiterin, deutsche Kaufleute und höchste Kreise des venezianischen Stadtadels verstrickt sind.
Die exzellente Milieuschilderung und die sorgfältig konstruierte Handlung zeichnet Richard Dübells Roman "Die schwarzen Wasser von San Marco" ebenso aus wie alle Bücher des Autors. Neben der vertrauten Persönlichkeit Peter Bernwards wartet dieser Roman noch mit weiteren faszinierenden Charakteren auf: Allen voran der Untersuchungsbeamte Paolo Calendar, der die Fälle zuerst gegen Bernward, dann mit ihm gemeinsam aufklärt und hinter seiner kühlen unnahbaren Haltung eine einfühlsame zerrüttete Seele verbirgt. Ebenso interessant sind auch der lebenskluge schwarze Sklave "Moro" und die leidgeprüfte schwangere Kurtisane Fiuzetta.
Neben seinem Talent zur glaubwürdigen Gestaltung von Charakteren zeigt sich hier stärker als in den anderen Bernward - Büchern auch der feine ironische Humor des Autors, etwa wenn Peter Bernward sich wiederholt hoffnungslos im verschlungenen Gassengewirr der Lagunenstadt verirrt, deren Hauptverkehrswege nunmal die Kanäle sind und sich schließlich die Standard - Wegbeschreibung "Sempre dritto!" ("Geh wohin du willst!") selbst zu eigen macht. Auch seine Flachsereien mit Moro in der Wirtsstube sind sehr unterhaltsam.
Fazit: Der Roman ist ebenso lesenswert wie die beiden Vorgänger.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Verbrechen hinter glitzender Fassade 22. Juli 2002
Von berti2 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Autor schickt diesmal seinen Helden und mittelalterlichen Detektiv in das Venedig des ausgehenden Mittelalters. Die "Serenissima" befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht und ist Vorreiter einer fortschrittlichen Gesetzgebung. Manche Bürger und Kaufleute aus anderen Ländern interessieren sich aber weiter für ihre eigenen persönlichen Vorteile und ziehen ihren Vorteil aus dem noch immer existierenden Leid der Hungernden, Bettler und Gassenjungen/mädchen.
Der Mord an einem Sohn eines angesehenen Kaufmannes führt Peter Bernward in die dunklen Zusammenhänge aus Piraterie, Machtgier, Menschenhandel und anderen abgründigen menschlichen Eigenschaften.
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