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Die schwarze Taube
 
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Die schwarze Taube [Gebundene Ausgabe]

Beate Schaefer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 289 Seiten
  • Verlag: Zabern; Auflage: 1 (1. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805338422
  • ISBN-13: 978-3805338424
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,7 x 2,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 822.595 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Beate Schaefer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Mißtrauen Andersgläubigen gegenüber, Gewaltakte gegen Heiligtümer der anderen Religion und der alleinige Anspruch, der einzig wahre Weg zum Heil zu sein. Beate Schäfer hat in ihrem Roman "Die schwarze Taube" diesen Konflikt in die eng verwobenen Schicksale zweier Menschen gelegt, die sich in Trier im Jahr 382 n. Chr. zufällig über den Weg laufen.(...)Ein entspannendes und packendes Lesevergnügen für für die Abende am Kamin.« (Karfunkel Nr. 86, Februar-März 2010)

»Ein sehr interessanter historischer Roman über eine Zeit, zu der bisher wenig geschrieben wurde. Die Liebesgeschichte ist sehr spannend und glaubwürdig. Gerne für alle Büchereien empfohlen!« (Leseperlen)

Kurzbeschreibung

Eine Stadt in Aufruhr. Eine Kultur im Untergang. Eine Liebe, die unmöglich scheint. Trier, im Jahre 382 n. Chr.: Das Leben in der Stadt wird von Spannungen zwischen Christen und Heiden bestimmt. Römische Tempel brennen, fanatische Christen stören die in ihren Augen gottlosen Theatervorstellungen. In dieser unruhigen Zeit trifft die schöne, aber ausgediente Schauspielerin Marcia auf den Feind der Schauspielerei, Bischof Britto. Zugleich fasziniert und abgestoßen voneinander, beginnen sie einen Kampf: Sie kämpft um seine Liebe, er um ihr Seelenheil. Doch ist der, der am Ende gewinnt, auch der Sieger?

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich Beate Schäfers Roman "Die schwarze Taube" zum ersten Mal in der Hand hatte, haben mich zwei Punkte besonders angesprochen: Trier im Jahre 382 nach Christus als Handlungsort und Theater und Christentum als zentrales Thema, das für mich etwas Neues verhieß, nachdem die meisten historischen Romane vor dem Hintergrund des Römischen Reichs sich auf andere Themen häufig Kampfeshandlungen konzentrieren. In der Tat hat mich Beate Schäfer dann nicht nur mit der Geschichte, die sie erzählt, sondern auch mit der sorgfältigen Recherche und ihrem Erzählstil überzeugt.

Trier, 382 nach Christus: Der Alltag im antiken Trier ist geprägt von Auseinandersetzungen zwischen Christen und Heiden. Die alten Tempel werden in Brand gesetzt, Theatervorstellungen werden als heidnische Veranstaltungen von fanatischen Christen gestört. Der christliche römische Kaiser Gratian fördert die aggressive Stimmung gegen die Altgläubigen. Zunftähnlich organisierten Schauspielern können nur dann Christen werden, wenn sie ihren Beruf aufgeben. Für die Schauspielerin Marcia ist die Bühne ihr Leben. Noch ist sie eine gefeierte Diva, steht auf dem Zenit ihrer Laufbahn, auch wenn sie ihre besten Tage bereits hinter sich hat und ihr in der Zukunft wohl die Mutterrollen verbleiben werden. Marcia könnte sich gar nicht vorstellen, anders zu leben. Als sie eines Tages Britto, den Bischof von Trier sieht, verliebt sie sich sofort in diesen beeindruckenden Mann, für den das Theater ein Ort der Gottlosen und des Verderbs ist. Zu Beginn scheint Marcias ringen um die Liebe dieses Mannes für sie wie ein Spiel. Ein Spiel in das sie sich immer mehr verstrickt. Britto, der seine Keuschheit Gott gelobt hat, fühlt starke Empfindungen für Marcia. Er glaubt Marcias Seele retten zu müssen, aber irgendwann erkennt auch er, dass seine Gefühle seinen Glauben zu überwinden drohen...

Beate Schäfer lässt uns die Auseinandersetzungen zwischen Christen und Heiden aus der Perspektive von Marcia erleben, die ihre Wurzeln in der alten Religion und kein Interesse am Christentum hat. Eine Zeit, in der die Staatskirche begann, sich in die Lebensbereiche von Bürgern, Sklaven und Freigelassenen einzumischen, wird lebendig. Eine Zeit in der heidnische Kritiker die christliche Intoleranz verspottet haben, das Christentum als Religion lebendiger Hoffnung aber für alle offen war ungeachtet sozialer Unterschiede. Die Geschichte, die uns Beate Schäfer erzählt, basiert, wie die Autorin im Nachwort schreibt, auf der Legende der heiligen Pelagia, einer Schauspielerin in Antiochia, die nach einer Begegnung mit dem dortigen Bischof, bei der sich beide ineinander verlieben, die Entscheidung trifft, ihr sündhaftes Leben sofort aufzugeben und als Mönch in die Wüste zu gehen. Mit großem Einfühlungsvermögen schildert Beate Schäfer, welche emotionale Entwicklung zwischen dem Bischof und der Schauspielerin stattgefunden haben könnte, und was dazu geführt haben könnte, dass diese Frau in die Wüste geht, um dort zu sterben. Besonders interessant fand ich die Informationen zum antiken Stückerepertoire und der Aufführungspraxis. Trier selbst stand für mich deutlich weniger im Vordergrund wie ich dies erwartet hätte.

Beate Schäfers gelungener historischer Roman "Die schwarze Taube" wurde vom Verlag Philipp von Zabern als Hardcover herausgegeben. Neben dem interessanten Nachwort der Autorin wird der Roman durch ein nützliches Glossar und weiterführende Literaturhinweise abgerundet.

"Die schwarze Taube" ist ein Roman, der Freunden historischer Romane mit lehrreichen Inhalten und religiösen Fragen sehr viel zu bieten hat. Spannend, faktenreich, lebendig und eindrucksvoll erzählt Beate Schäfer die tragische Geschichte von Britto und der charismatischen Marcia und macht 288 Seiten zu einem besonderen Leseerlebnis.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von callisto TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Tier im Jahre 382 nach Christus. Marcia ist die gefeierte Diva des Trierer Theaters. Die Männerwelt liegt ihr zu Füßen, sie hat alles, was ihr Herz begehrt. Einen reichen Gönner der ihr Haus und Sklaven stellt, Geld, einen Beruf den sie liebt und den Applaus des Publikums. Nur eines fehlt Marcia, die Liebe, die wahre Liebe, die sie noch nie kennengelernt hat und daher eigentlich auch nicht vermisst.
Als Marcia eines Tages in der Menschenmenge einen bestimmten Mann sieht ist es um sie geschehen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und sie muss unbedingt herausfinden wer er ist. Dieser Mann, der ihr Herz berührte ist Britto, der Bischof von Trier, der seinem Gott die ewige Treue und Keuschheit geschworen hat. Marcia jedoch, eine Altgläubige, setzt alles daran das Herz dieses Mannes zu gewinnen. Britto ist hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Marcia und seinem Gott und entscheidet sich zunächst für seinen Gott und meidet Marcia so gut es ihm möglich ist, denn diese beginnt seine Gottesdienste zu besuchen, und ihn sogar in seinem Palast aufzusuchen. In seiner seelischen Not flüchtet er sich zu einem Einsiedler und sucht bei diesem Rat.
Marcia bleibt vorerst nichts anderes übrig, als ihr altes Leben weiterzuführen, welches ihr immer schaler und leerer erscheint. Ihr Liebhaber reizt sie nicht mehr, sie erkennt, dass sie älter wird und sie beginnt sich einsam und allein zu fühlen. Als ihr Gönner stirbt und sie ihr Haus aufgeben muss, ist das der Anfang vom Ende. Ihr Stern beginnt zu sinken. Zum ersten Mal muss sie die Rolle der Mutter und nicht mehr der verführerischen jungen Frau spielen. Das Geld wird immer knapper und dann stirbt sie auch noch fast durch eine tückische Krankheit. Während alle alten Freunde sie in dieser Zeit fliehen halten nur wenige zu ihr: Britto und die Christen. In ihrer schwersten Stunde muss sie sich entscheiden zwischen ihrem alten Leben oder ihrem Seelenheil und der Liebe zu Britto.

Beate Schaefer erzählt die Lebensgeschichte einer alternden Diva in einer Zeit, in welcher der alte Glaube und das Christentum noch Seite an Seite existieren. Durch ihren Beruf hat Marcia keine Wahl, sie darf nicht Christin werden, denn dann müsste sie ihrem Beruf aufgeben, denn zur damaligen Zeit dürfen Christen keine Schauspieler sein, ganz im Gegenteil, Schauspielern war es später sogar verboten Christen zu werden.
Die Autorin schreibt aus der Sicht der Altgläubigen, die dem Christentum misstrauisch und ablehnend gegenüberstehen. Besonders beliebt sind damals Theaterstücke, die das Christentum durch den Kakao ziehen mit Dialogen wie "Friede sei mit euch!...Du uns auch!"(S. 8 ) und in denen die Priester als eher dümmliche Lustmolche dargestellt werden. Andererseits werden die Christen als eher freudlose Vereinigung dargestellt, die der Meinung ist, dass das Lachen vom Teufel komme (S. 56), die nicht ins Theater dürfen und nur auf den Weltuntergang warten. Dies jedoch wird durch ihre Nächstenliebe wieder ausgeglichen, so schickt auch Marcia eine gefallene Kollegin zu den Christen, damit diese sich ihrer annehmen, und ihn ihrer schwersten Stunde steht ihr eine Christin bei. Jedoch nutzen die Christen diese schwerste Stunde auch aus, indem sie Marcia, als sie im Sterben liegt, taufen um ihre Seele zu retten. Durch die Gnade Gottes wieder genesen ist sie danach jedoch ihres Erwerbs und ihrer Lebensgrundlage beraubt.
Aber auch die Scheinheiligkeit und der Wunderglaube werden auf ironische Weise von Beate Schaefer beleuchtet:

"Vor zwei Nächten ist das Haus, das du kaufen wolltest, bis auf die Grundmauern niedergebrannt", berichtete der Sekretär triumphierend. "Es ist kein As mehr wert. Der Eigentümer hat sich aufgrund des wunderbaren Geschehens zum Christentum bekehrt und will nun selbst dem Heiligen Laurentius eine Portikus an der Stelle bauen, an der sein Haus stand."
"Ehre sei Gott in der Höhe"; rief Bischof Britto. "Oh, Herr, dein Wirken ist voller Gnade für uns arme Sünder."
"Amen", ergänzte der Sekretär. "So hat der Heilige, der auf dem Eisenrost verbrannte, durch Feuer kundgetan, dass er Anspruch auf jenen Grund und Boden erhebt."
"So ist es", bestätigte der Bischof und wandte sich ab [...]
"Ich will nicht verschweigen, dass der Nachbar, dessen angrenzendes Haus bei dem Brand Schaden erlitten hat, dreist behauptet, es seien nachte mehrere dunkle Gestalten um das Gebäude geschlichen, und kurz darauf, seinen Flammen aus dem Fenster geschlagen. [...] Befragt konnte er nichts beweisen." (S. 126)

Ebenfalls geht die Autorin auf Gemeinsamkeiten zwischen dem Mithraskult und dem frühen Christentum ein. So lernen die Mithrasschüler "So ist Gott; wir sind Teil Gottes, seine Engel." (S. 178 )

Die Grundlage für diesen fesselnden Roman lieferte erstaunlicherweise eine Heiligengeschichte. Und zwar die Sage um die Heilige Pelagia, eine Schauspielerin aus Antiochia, die sich in den dortigen Bischof verliebt und Mönch wird.
Die Autorin spielt mit der Frage, ob das Christentum, welches für Gleichheit und Brüderlichkeit eintrat, für eine bürgerrechtslose Schauspielerin, die nicht heiraten durfte, die ihren Beruf nicht wechseln durfte und die nicht mehr war war als eine billige Hure eine wirkliche Alternative gewesen wäre.
Mit Marcia hat sie Beate Schaefer eine faszinierende und schillernde Persönlichkeit geschaffen. Unvergleichlich schön und tragisch romantisch schließt das Buch mit einem für mich unvergesslichen Schlusssatz "Für ihn, nur für ihn trat sie noch einmal auf, er war ihr Publikum, die Lichtung im Wald ihre letzte Bühne, die Vögel der Venus ihr schönstes Kleid."

Auch dieses Buch ist wieder ausgestattet mit einem ausfühlichen Glossar, einem passenden Lesezeichen und natürlich auch mit einer Teilnahmekarte für das Zabern Gewinnspiel, das in allen historischen Romanen bisher enthalten war und bei dem man ein Wochenende in Berlin für 2 Personen oder Bücher aus dem Zabern Verlag gewinnen kann.
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