England im frühen vierzehnten Jahrhundert: Der junge -gutaussehende- Walter, ein Gelehrter aus Oxford, der durch die zweite Ehe seines angelsächsischen Vaters mit einer Normannin sein Erbe verlor, lässt sich auf Widerstandsaktivitäten der Landbevölkerung ein und muss begleitet von seinem Freund Tristram das Land verlassen. Zum Glück hat ihm sein Vater einen Batzen Gold hinterlassen, weshalb sie in den Orient reisen können. Hier treffen sie auf die Armee des kriegslüsternen Generals Bayan (Orson Welles) und schließen sich ihr an. Tristram schlägt das andauernde Morden bei der Eroberung Chinas auf das Gewissen. Die Lage hat sich ohnehin verkompliziert, da sich die Kindfrau, Schwarze Rose, in dem Zelt der beiden Helden versteckt.
Bewertung: Die Schauspieler sind gut, sieht man mal davon ab, dass der damals 36 Jährige Tyrone Power äußerlich völlig unverändert sowohl den blutjungen Walter als auch den gereiften Recken am Ende darstellt.
Leider finde ich, ist die Botschaft des Films abzulehnen. Das fängt damit an, dass der sicherlich sympathischste Charakter, der Bogenschütze Tristram, ein fremdenfeindlicher Nationalist ist.
Überhaupt: England und die Monarchie über alles: König Edward ist die Edelmut in Person und die englische Erde duftet noch über tausende von Kilometern. Dann die klassische Rollenverteilung: Die weibliche Hauptrolle spielt eine kindlich wirkender Teenager, die den Eindruck vermittelt, als befände sie sich auf einer Urlaubsreise. Ein hübsches Spielzeug, das geraubt, beschützt und verschenkt wird. Und die Chinesische Kaiserin hält die beiden Engländer tatsächlich für Götter.
Wenigstens wird durch Tristam angedeutet, dass das Abschlachten tausender Menschen durch Walters neuen Freund General Bayan vielleicht doch nicht ganz die Erfüllung ist.
Fazit: Nur mit kritischer Distanz gute Unterhaltung.