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Die schwarze Messe
 
 
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Die schwarze Messe [Taschenbuch]

Charles Willeford , Ango Laina , Angelika Müller
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: MAAS Verlag; Auflage: 1 (September 2005)
  • ISBN-10: 3937755012
  • ISBN-13: 978-3937755014
  • Größe und/oder Gewicht: 17 x 11 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 415.655 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Merita war eine Göttin der Liebe, ein Luder, heilig und profan zugleich. Eine exotische Königin von goldbrauner Farbe, verführerisch wie ein Espresso macchiato aus edelsten Arabica Bohnen. Doch wer war ihr weißer Begleiter, der mit ihr im Anderson Hotel in Harlem eincheckte? War es wirklich Reverend Deuteronomy Springer? Der Pfarrer aus Jacksonville, Florida, der eigenartige Messen zelebrierte, sich in der Bürgerrechtsbewegung engagierte und seine schwarze Gemeinde zum Busboykott aufgerufen hatte? Wie auch immer, an der Rezeption trug sich Meritas Begleiter als William Johnson ein, und das wiederum war wohl eher eine Erfindung des erfolglosen Schriftstellers Sam Springer aus Miami. Aber Merita war keine Erfindung. Ihr war egal, wer er war, sie wollte ihn wirklich ...

Umschlagtext

Merita war eine Göttin der Liebe, ein Luder, heilig und profan zugleich. Eine exotische Königin von goldbrauner Farbe, verführerisch wie ein Espresso macchiato aus edelsten Arabica Bohnen. Doch wer war ihr weißer Begleiter, der mit ihr im Anderson Hotel in Harlem eincheckte? War es wirklich Reverend Deuteronomy Springer? Der Pfarrer aus Jacksonville, Florida, der eigenartige Messen zelebrierte, sich in der Bürgerrechtsbewegung engagierte und seine schwarze Gemeinde zum Busboykott aufgerufen hatte? Wie auch immer, an der Rezeption trug sich Meritas Begleiter als William Johnson ein, und das wiederum war wohl eher eine Erfindung des erfolglosen Schriftstellers Sam Springer aus Miami. Aber Merita war keine Erfindung. Ihr war egal, wer er war, sie wollte ihn wirklich ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Traurig und komisch zugleich 13. November 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein Pfarrer,der nicht an Gott oder Moral glaubt und trotzdem Erfolg hat! Ein Totalfaulenzer,der eine Rassenrevolte anzettelt! Aber auch ein völlig asoziales Subjekt,vor dem zwar jeder Respekt hat,das aber einsam zurückbleibt.Und wieder ein Beispiel für:"Kleider machen Leute".Ein wunderbar ausgewogen geschriebenes Buch,richtig gute Literatur!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Nein, das ist kein Krimi, das ist auch keine Gruselgeschichte, es ist ein Roman über einen liebenswerten Betrüger wider Willen, der in der Mitte seines Lebens etwas ganz anderes machen will als dass, was er bisher getan hat.

Wie aus einem Buchhalter ein erfolgloser Schriftsteller und danach ein Priester wird - das ist so komisch wie tragisch zugleich.

Wir ahnen als Leser, dass das nicht gut ausgehen kann. Aber wir hoffen - bis zum offenen Ende im schäbigen Anderson-Hotel.

Niemand wird umgebracht, niemand stirbt - aber wir ahnen, dass alles noch viel schlimmer werden könnte.

Charles Willeford schafft es (und daran ist er den von ihm mehrfach zitierten Kafka sehr ähnlich) eine absurde Welt zu erfinden, in der gar nichts mehr stimmt. Oder eben alles. Weil die Welt eben doch so ist.

Ich habe den Roman auch als Hörbuch genossen. In der Stimme des Vorlesers deutet sich jenes dunkle Rauschen an, das Willeford in jedem Satz präsent hält.

Unbedingt lesen. Oder hören...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Düstere Pulp-Groteske 30. Mai 2006
Von t.kuerten
Format:Taschenbuch
Sam Springer ist geflüchtet vor seinem Schreibtischjob als Buchhalter: Er hat einen Roman geschrieben mit dem aussagekräftigen Titel "Kein Bett zu hoch" und kann sich knapp 1 Jahr von seinen Prämien über Wasser halten. Doch dann ist er mit Miete und Raten in Rückstand, während ihn seine Frau nur noch nervt und er noch keine einzige neue Zeile zu Papier gebracht hat. Eine wahnwitzige Idee führt den Atheisten zu einem Kloster, das geschlossen werden soll, und da Abt Dover als letzte Amtshandlung verzweifelt einen Reverend für eine schwarze Gemeinde sucht, schickt er Sam, versehen mit dem neuen Vornamen Deuteronomius, nach Jax in Florida. Hier soll er genug Zeit zum Schreiben finden, denn nur 2 Predigten die Woche können ja nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Willeford beweist sich wieder einmal als Meister des grotesken Pulp. In wunderbar eingänglicher Sprache schildert er eine unglaubliche Woche im Leben eines Mannes, der vor sich selbst und aller Verantwortung für sein Leben fliehen will, letztlich jedoch dank seiner Lethargie von Katastrophe zur nächsten steuert. Denn natürlich findet er in der Gemeinde in Jax keine Ruhe zur Schriftstellerei, sondern avanciert in Windeseile zu einer Symbolfigur der Gleichberechtigungsbewegung und entdeckt in der Frau des Gemeinratsvorsitzenden seine neue große Liebe.

Natürlich schreien die Komplikationen nach unkonventionellen Lösungen. Springer will seinen eigenen Profit aus der Affäre ziehen und so lässt Autor Willeford ihm mehrfach die Wahl zwischen Gut und Böse. Keine Frage, für welche Variante sich sein Held entscheidet. Überzeugendes Motiv in diesem Roman ist jedoch die Rolle der Kommunikation, und zwar die verbale wie auch die non-verbale Kommunikation. Das Auftreten des Deuteronomius Springer in seinem schwarzen Priestergewand und die Show, die er vor dem Altar veranstaltet, sowie sein frommes Gesäusel von der Liebe Gottes, an die er am allerwenigsten glaubt, offenbaren über den gesamten Roman die Anfälligkeit der Gesellschaft für Täuschung, Betrug und Leichtgläubigkeit. Dass Willeford gerade diese Leichtgläubigkeit in eine fromme Religionsgemeinschaft injiziert, ist wiederum als Geniestreich eines Meisters zu sehen. Ein großartig unterhaltender Roman.
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