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Die schwarze Insel: Roman [Gebundene Ausgabe]

Carlo Lucarelli , Monika Lustig
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

2003
Glänzend schwarz fließen Himmel und Meer ineinander, als der junge Commissario und seine Frau die Insel betreten. Es ist 1925, Mussolini hat soeben die Macht übernommen. Und auch hier, auf diesem unheilvollen Felsen des Nebels und der Schatten, scheint ein Schwarzhemd alle Fäden in der Hand zu halten: Mazzarino, der Leutnant der Miliz, der sein undurchschaubares Spiel mit dem unerfahrenen Mann zu spielen beginnt. Doch während der Commissario sich und seine Frau noch vor den diabolischen Kräften der Insel zu bewahren sucht, stirbt einer von Mazzarinos Getreuen. Wer würde es wagen, einen solchen Mord zu begehen? Bevor der Commissario seine Ermittlungen aufnehmen kann, geschieht der zweite Mord: Diesmal ist das Opfer Zecchino, der Informant des Commissario ... Fünf Tage bläst der klebrige Wind des Scirocco über die schwarze Insel, fünf Tage, in denen der Commissario ihr Geheimnis zu lüften versucht.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 269 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492045057
  • ISBN-13: 978-3492045056
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.226 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Italien, 1925. Carlo Lucarellis fesselnder Politkrimi schildert die beklemmenden Ereignisse auf einer Gefängnisinsel. Die schwarze Insel erscheint nach einer Serie von Gewalttaten nicht nur einem jungen Kommissar, der dorthin versetzt wurde, als endloser Albtraum.

Irgendwie hatte sich der unerfahrene Kriminalbeamte eine Beförderung erhofft. Doch seine Versetzung auf eine bewohnte Felseninsel kommt eher einer Degradierung gleich. Unterscheidet sich sein Dasein doch kaum von dem der politisch unzuverlässigen Subjekte, die hier ihre Verbannung erleiden und unter der Bewachung einer gesetz- und skrupellosen faschistischen Miliz stehen. Zu Hause dröhnt ihm von früh bis spät der banale Text des immer gleichen Schlagers entgegen, mit dem ihm seine junge Frau Hana ihre Verachtung zeigt, der sich aber auch als Zeichen ihres beginnenden Wahns erweist. Als kurz nacheinander Miranda, faschistischer Milizionär und Frauenheld, und Zecchino, der Informant des Kommissars, ermordet werden, entspinnt sich ein Machtkampf zwischen dem Kommissar und dem Milizenführer Mazzarino, dem eigentlichen Herrn der Insel. Durch Intrigen und offene Einschüchterung scheint der Faschistenführer das Duell schnell zu seinen Gunsten zu entscheiden. Doch mithilfe des verbannten Arztes Valenza und eher zufälliger Einblicke in Dokumente der Poststelle verschafft sich der Beamte einen entscheidenden Vorteil. Was er nun enthüllt, kommt einem wirklichen Horror gleich.

Furcht, Selbstzweifel, Unsicherheit, Verzweiflung sind die Gefühle, die sich des namenlosen Helden in einer feindseligen Umgebung bemächtigen. Doch er kämpft. Lucarelli ist ein überaus lesenswerter Roman gelungen, der mit großer sprachlicher Einfühlsamkeit den trotz alltäglichen Schreckens geleisteten Widerstand des Einzelnen gegen eine übermächtige Gewaltherrschaft zeigt. --Ulrich Deurer

Pressestimmen

»Das dämonische Finale alleine lohnt schon die Lektüre.« Hamburger Morgenpost -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5.0 von 5 Sternen Spannendes packendes Ende 11. Juni 2003
Von "batcat6"
Format:Gebundene Ausgabe
Das italienische Original (L'isola dell'angelo caduto) kann wirklich empfohlen werden. Immer wieder gelingt es dem Autor die Atmosphäre für den Leser greifbar zu machen: so ist es auch diesmal, als wir den sympathischen Kommissar und seine kranke Frau kennenlernen. Auch diesmal verknüpft der Autor die Handlung an ein Lied - wie auch bereits im Buch „Der Kampfhund" (Un giorno dopo l'altro) um hier die gedrückte, beklemmende Stimmung im Hause des Commissario Mirandas und seiner dem Wahnsinn verfallenden Frau zu beschreiben. Die Handlung, angesiedelt in den 20er Jahren zur Zeit des Aufkommens des Faschismus beschreibt die Zeit, in der Querdenker einfach auf eine Insel verbannt wurden, sehr gut. Auf dieser vergessenen Gefängisinsel geschehen als Selbstmord getarnte Morde, denen der Kommissar - nicht ohne einige Stolpersteine aus dem Weg räumen zu müssen - nachgehen muß. Das Ende ist verblüffend und so unglaublich, dass dieses Buch nur jedem Fan ans Herz gelegt werden kann. Lucarelli schreibt anspruchsvoll und liefert gleichzeitig auch Einblick in geschichtliche Ereignisse.
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5.0 von 5 Sternen "Hier gilt nicht das, was für andere Orte gilt..." 19. März 2006
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Roman spielt im Jahre 1925 in Italien. Mussolini ist eben an die Macht gekommen. Es gibt aber bereits schon seit einiger Zeit Zwangsaufenthalte für Gegner des Regimes (wie auf dieser Insel); außerdem spielt ein Lied, das erst 1931 komponiert wird, eine wichtige Rolle. Lucarelli bezeichnet das als seine dichterische Freiheit - und letztlich sind diese Abweichungen von der Realität auch nicht besonders wichtig.
Das Geschehen spielt innerhalb von 5 Tagen (mit Rückblenden) auf einer geheimnisvollen Insel irgendwo vor Italien. Ein neuer Commissario kommt (zusammen mit seiner eigenartigen Frau Hana) auf die Insel - und am liebsten möchten sie sofort wieder zurück auf das Festland. Aber es erwartet sie bereits der Manipelführer Mazzarino. Und immer geheimnisvoller wird die Rolle dieses Mazzarino, als kurz hintereinander auf der Insel 3 Männer ermordet werden. Der Commissario, der die Morde aufzuklären hat, spürt, dass sich hinter diesen 3 Morden und Mazzarino ein Geheimnis verbirgt...
"Die schwarze Insel" ist nicht eigentlich ein Kriminalroman - aber irgendwie doch wieder. Das Werk reicht allerdings weit über das Krimi-Genre hinaus. Manchmal scheint Kafka nicht weit zu sein - aber andererseits zeigt dieses Werk eine sehr reale politische Welt mit einem Übermaß an Gewalt. Und dass Luccarelli auch sprachlich ein Meister ist, merkt man selbst in der Übersetzung.
Alles in allem: ein hochinteressanter Roman von Carlo Lucarelli, der bei uns (wenn überhaupt) in erster Linie durch seine De-Luca-Romane bekannt ist!
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4.0 von 5 Sternen Kafkaeskes auf einer düsteren Insel 6. März 2005
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Carlo Lucarelli, der u.a. 3 Romane mit Commissario De Luca, die gegen und nach Ende des 2. Weltkrieges spielen, geschrieben hat ("Freie Hand für De Luca", "Der trübe Sommer", "Der rote Sonntag") liegt nunmehr mit "Die schwarze Insel" (SP 4303 - "L'isola dell'angelo caduto", 1999) ein Buch vor, dessen Handlung in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kurz nach der faschistischen Machtergreifung spielt. Ein Commissario wird auf eine Insel vor der Küste Italiens versetzt - eigentlich eine Degradierung, da er gegen Schwarzhemden ermittelt hat. Am wichtigsten ist dort nur ein großes Gefängnis in einer alten Festung. Daneben gibt es nur ein Dorf mit wenigen Einwohnern. Dominiert wird die Insel vom Schwarzhemden-Anführer Mazzarino. Der Parteisekretär und der ankommende Commissario üben hingegen kaum Macht aus. Da passieren mehrere Todesfälle: ein Getreuer Mazzarinos, ein örtlicher Polizeispitzel und der Postbeamte kommen zu Tode. Sind es Unfälle, sind es Selbstmorde, sind es Morde? Ein Häftling, der aus polizischen Gründen inhaftierte Pathologieprofessor Valenza ist um Aufklärung bemüht. Und der Commissario hat max. 5 Tage und 5 Nächste Zeit den Fall zu lösen, da dann eine Versetzung im Raum steht. Das Ende ist Horror und alles Geschehene erscheint kafkaesk. Insgesamt ist der beklemmende Roman ein endloser Albtraum, in dem es Lucarelli gelingt, das Klima einer gesetz- und skrupellosen Gewaltherrschaft deutlich werden zu lassen.
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