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Die schwarze Galeere, 1 Audio-CD [Audiobook] [Audio CD]

Wilhelm Raabe , Wolfgang Hinze
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Naxos (1. Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3933514665
  • ISBN-13: 978-3933514660
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 678.055 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wilhelm Raabe
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Antwerpen im Winter des Jahres 1599, bereits seit 32 Jahren befinden sich Spanien und die Niederlande im Krieg und die von den Spaniern gefürchtete schwarze Galeere landet über Nacht erneut einen Coup. Inmitten des Kriegsgeschehens zwischen Katholiken und Protestanten erzählt Raabe die Liebesgeschichte des von den Spaniern gesuchten Jan Norris und Myga van Bergen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Klappentext

»Es war eine dunkle, stürmische Nacht in den ersten Tagen des Novembers, im Jahre 1599, als die spanische Schildwache auf dem Fort Liefkenhoek, an dem flandrischen Ufer der Schelde, das Lärmzeichen gab...

Die Wellen der Schelde gingen hoch, und oft warfen sie ihre Schaumspritzer den fröstelnden Südländern über die Brüstungsmauern ins Gesicht. Scharf pfiff der Wind von Nordost, von den "Provinzen" herüber, und die Spanier wußten schon lange, daß aus der Richtung ihnen selten etwas Gutes komme.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Wilhelm Raabe ' ich kam einmal im letzten Jahr durch Zufall am Raabe-Museum in Eschershausen vorbei. Ich besorgte mir im Nachhinein ein Buch von ihm, nachdem ich einige Zeit gegooglet hatte, für welches ich mich entscheiden sollte. Da ich die Fischer-Klassiker sehr mag, habe ich auch dort gestöbert und ein ' so denke ich ' recht gutes Buch für mich entdeckt. Es enthält zwei der wohl bekanntesten Werke Raabes.

Die schwarze Galeere
Stopfkuchen

Wer war Wilhelm Raabe?
===================

Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus; * 8. September 1831 in Eschershausen; ' 15. November 1910 in Braunschweig) war ein deutscher Schriftsteller (Erzähler) und einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus, besonders bekannt für seine gesellschaftskritischen Erzählungen, Novellen und Romane.
Quelle: wikipedia

Inhalt:
=====

Die erste Erzählung entstammt seinem Frühwerk und im Gegensatz dazu die zweite Erzählung, die seinem Spätwerk entnommen ist, hat man hier als Leser also den jungen Raabe und den 'gestandenen' Raabe vor Augen.

Sehr schön ist es, dass nicht 'nur' die beiden so unterschiedlichen Erzählungen im Buch enthalten sind und auch den Wandel der Schaffensphase darstellen, sondern auch die Daten zum Leben und Werk am Schluss des Buches aufgeführt wurden, die für mich das Buch erst komplettieren. Auch sehr interessant für mich die Ausführungen, die aus Kindlers Literatur-Lexikon entnommen wurden und sich mit Raabes beiden Erzählungen speziell beschäftigen und sehr aufschlussreich sind.

Die schwarze Galeere ist im Jahr 1861 entstanden. Es ist von Genre her eine Novelle und der Inhalt spielt u.a. in Antwerpen. Es herrscht schon jahrelang Krieg. Wir befinden uns im Jahr 1599. Jeronimo ist unser Hauptcharakter. Er, der Hauptmann, erzählt uns seinen Lebensweg. Die Schwarze Galeere ist ein Kaperschiff, es zerstört Schiffe. Und so auch wieder zu Beginn der Romanhandlung '

Leone della Rota ist Leutnant auf der Andrea Doria und Valani ist der Kapitän. Er ist in die schöne Myga van Bergen verliebt. Jan Norris hingegen ist mit Myga verlobt und gleichzeitig Steuermann der Schwarzen Galeere. Man kann sich denken, dass dies Schwierigkeiten bereiten wird.
Mygas Verlobter will sie verschleppen, aber Jan erfährt davon '..

Zudem stirbt auch noch Kapitän Valani.

Was noch so alles passiert möchte ich nicht sagen, weil ich einfach die Spannung nicht vorweg nehmen möchte. Es handelt sich in jedem Fall um eine spannende Erzählung.

Die Charaktere:
============
Jan Norris
Myga van Bergen
Jeronimo Hauptmann
Leone della Rota
Antonio Valani

Stopfkuchen ist eine See- und Mordgeschichte. Dieses Buch ist laut eigenen Aussagen Raabes Lieblingsbuch. Eduard lebt in Südafrika. Raabe hat ihn als Ich-Erzähler ausgewählt. Diese Art, die Kriminalgeschichte zu erzählen hat mir besonders gut gefallen. Man ist sehr schnell und intensiv in der Handlung und kann sich perfekt mit dieser identifizieren.

Als Eduard eines Tages noch einmal nach Deutschland in sein Heimatland (nach Norddeutschland) reist trifft er sich auch mit seinem ehemaligen Freund Heinrich Schaumann. Auf der Rückreise notiert er seine Erlebnisse. Schaumann hat dem Buch seinen Namen verliehen, weil er Stopfkuchen genannt wird. Stopfkuchen lebt und arbeitet auf dem eigenen Bauernhof in einem kleinen Örtchen namens Maiholzen. Dieser Hof gehört früher einem Menschen, den man verdächtigte, einen Mord begangen zu haben.

Sehr schön und auch nicht schwierig zu lesen, ist es, das man zwischen zwei Zeiten wechselt. Zum einen in der Kindheit der beiden Freunde und zum anderen im Heute (also ' als der Roman geschrieben wurde !). Man erfährt bald, dass Stopfkuchen wohl mehr weiß, als er vorgibt zu wissen.

Charaktere:

Eduard
Andreas Quakatz
Valentine Quakatz
Kienbaum
Fritz Störzer
Heinrich Schaumann

Ich finde es sehr interessant, wie Raabe die Charaktere darstellt. Auf der Rückreise schreibt also Eduard seine Erlebnisse auf, an denen wir nun teilhaben. Er sinniert, wie alles zusammen hängen könnte und man weiß, dass ' besonders auch ' sein Jugendfreund Stopfkuchen nicht alles preis gegeben hat.

Eine Kriminalgeschichte der besonderen Art würde ich sagen, ist es, die man hier zu lesen bekommt. Sie hat mich fasziniert, weil sie so anders ist, als man heute gewohnt ist. Teilweise nicht ganz einfach zu lesen, aber literarisch eine Herausforderung und überaus spannend und detailliert zu lesen. Ich finde, man wird hier von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten, Spannung wird auf Grund des Spannungsbogens ständig gehalten und auf Grund der detaillierten Darstellung der Charaktere und ihrer Entwicklung während der Handlung, der Ich-Schreibweise und des Wechsels zwischen zwei Zeitebenen, kann ich behaupten, dass ich beste Kriminalunterhaltung geboten bekommen habe.

Ausschweifende Schreibweise, die aber auf den Punkt brachte, wo es notwendig war und bildhaftes Schreiben unter Zuhilfenahme zahlreicher wörtlicher Reden und bildhafter Adjektive machten es mir sehr leicht, in die Handlung, die zeitlich doch so weit entfernt ist, einzutauchen.

Wilhelm Raabe ist ein wirklich begnadeter Schriftsteller, der sich innerhalb seines Wirkens entwickelt hat, wobei dies nicht bedeuten soll, dass der zweite Roman im Buch besser ist, als der erste. Es ist einfach der Unterschied, den man zu spüren bekommt und das gerade finde ich bei der Auswahl der beiden Bücher im Buch gut gelungen.

Kurze Leseprobe zum Schluss:
=======================

'Ich sage gar nichts mehr!', sagte Frau Valentine Schaumann. 'Und da hast wieder du recht', seufzte Heinrich, trotz der Abendkühle sich immer doch noch mit dem Taschentuch über die Stirn fahrend. 'Aber wenn du doch noch etwas sagen willst, so komm jetzt damit heraus und nicht, wenn Eduard wieder weg ist, sowohl heute Abend wie später auf seinem weitern Wege nach Afrika. Nun? Sprich aus!'
'Nein!', sagte Frau Valentine, mit dem Taschentuch sich an die Augen fahrend.

Aus: Stopfkuchen

Anmerkung: Der überwiegende Teil des Buches ist 'Stopfkuchen' ' wobei Die schwarze Galeere nur einen geringen Teil einnimmt, aber nicht weniger spannend ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe mir das Buch nach über 20 Jahren wieder zugelegt, weil ich ganz untypisch und zum großen Unverständnis meiner damaligen Klassenkameraden "Stopfkuchen" als aufgezwungene Klassenlektüre geliebt habe. Es erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus ländlicher Gegend stammend in die große Welt aufgebrochen ist und auf einem Heimatbesucht nun den dort gebliebenen, schon als Kinder immer rundlich und träge gewesenen 'Stopfkuchen' besucht und im Verlaufe des Besuches die wahren Hintergründe einer legendären Mordgeschichte enthüllt, deren vermeintlicher Mörder der Vater der Ehefrau von Stopfkuchen ist. Die Geschichte beseht weitestgehend aus Gesprächen der beiden, in denen diese auf die Welt vor Ort, das Leben im allgemeinen und die Mordgeschichte zurückblicken.

Ich muss gestehen, dass mich die Geschichte heute nicht mehr so packen konnte. Aber ich glaube, das liegt an mir. Sie ist sehr langsam erzählt, eher handlungsarm und mit langezogenen Beschreibungen von Landschaft und inneren Zuständen. Dafür fehlt mir heute, in der heutigen Zeit die innere Ruhe, die man als junger Mensch vielleicht noch eher hat (und dann im Alter wieder). Heute ist mir zu wenig passiert und es gab zu lange Passagen, die belanglos und unnötig erschienen. Nur gelegentlich erwachte der alte Zauber wieder und man wird hineingezogen in die fantastische Figur des Stopfkuchen, der vermeintlich völlig träge, lethargisch und bedeutungslos mit seiner Frau auf seinem abgelegenen Haus verharrt, und doch in sich so viele grundlegende Züge und Weisheiten des Menschseins als solchen hin sich trägt. Es ist ein gewagter Vergleich, aber er hat mich an einen Tom Bombadil aus "Herr der Ringe" erinnert, freilich oberflächlich uninteressanter, weil nicht so bunt und ohne echte Zauberkraft, aber wahrer, authentischer und mit einer Art tatsächlich verspürbaren Zauber. Wer also in sich die Ruhe verspürt sich auf Langsamkeit einzlassen (bei eingesamt nur knapp 200 Seiten), dem sei dieses Meisterwerk in wunderschöner, elaborierter Sprache sehr ans Herz gelegt.

"Die schwarze Galeere" war neu für mich und hat einen ganz anderen Charakter. Es geht um ein Kaperschiff, dass 1599 im Niederländischen Revolutionskrieg vor Antwerpen liegt. Die kurze Geschichte (ca. 60 Seiten) verknüpft die Erzählung der Zerstörung der schwarzen Galeere durch die "Andrea Doria" mit einer Liebes-Dreieckbeziehung zwischen dem Kapitän der Andrea Doria, dem zweiten Steuermann der schwarzen Galeere und einer niederländischen Schönheit. Die Geschichte ist tatsächlich so komplex, wie sie hier klingt und - ganz anders als Stopfkuchen - so gedrängt und verzwickt dargestellt, dass man hier schwer folgen kann. Es erscheint mir wie eine frühe, noch nicht ganz ausgereifte 'Fingerübung' von Raabe (1861 veröffentlicht; Rabe ist 1910 gestorben). Zudem kann ich dem Piratengenre wenig abgewinnen, aber das ist natürlich Geschmackssache. In die im ganze für mich also eher unerfreuliche Erzählung sind aber auch kurze kleine Schilderungen von Szenen (etwa von Matrosen in einer Bar), die sehr stimmungs- und eindrucksvoll sind.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kurz aber Gut 23. Juni 2010
Von P.A.
Format:Gebundene Ausgabe
Willhelm Raabes historische Novelle, die sich um den Revolutionskrieg in den Niederlanden zu Ende des 16. Jahrhunderts dreht, ist eine spannende, kleine Geschichte für nebenher.

Spanische Truppen halten die Hafenstadt von ihrem Stützpunkt in Fort Liefkenhoek aus besetzt, ihre große Amada hat eigentlich nur einen Gegner, die berüchtigte Schwarze Galeere, ein Kriegsschiff der Wassergeusen, welches immer wieder spanische Schiffe versenkt.
Als der Steuermann eben jener Galeere, Jan Norris, an Land geht um seine Verlobte zu treffen, erfährt er von einem Entführungsplan seiner Geliebten durch den spanischen Kapitän Antonio Valani und dessen Leutnant.
Er versucht diese noch zu retten, doch es scheint zu spät:
Jan Norris und seine Freundin Myga werden gefangen genommen, doch Kapitän Valani kann seinen Triumph nicht genießen, da er in einem Gefecht mit Norris tödlich verwundet wird.
Nun nimmt sich der skrupellose spanische Leutnant Leone della Rota, der hübschen Gefangenen an, doch bevor es zur Katasrophe kommen kann, tritt die schwarze Galeere nocheinmal auf.

Raabes 1861 geschriebene Novelle ist interessant zu lesen, hauptsächlich überzeugt jedoch nicht die knappe Handlung sondern die Skrupellosigkeit Leone della Rotas der getreu dem Motto lebt:
"Genua hat ein Meer ohne Fische, ein Land ohne Bäume, Männer ohne Treu und Glauben"
Die Darstellung der Charaktere, die knapp und doch präzise ausfällt ist es schließlich was dieses Buch an meisten auszeichnet.
Der Inhalt an sich hätte allerdings weit mehr Material hergegeben als nur 80 Seiten, denn es ist eine spannende und nicht alltägliche Geschichte die in dieser Novelle erzählt wird.
Letztendlich kann man aber dennoch im positiven Sinne von "Kurz aber Gut" sprechen.

Zur Ausgabe:
Eine schöne Titelgestaltung und ein sehr günstier Preis zeichnet auch diesen Band der Anaconda Reihe "Kleine Klassiker" aus.
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