Der Erstroman "Schachmatt" gehört zu den wenigen Büchern, die ich zweimal, hier ehrlich gestanden - mehrmals, gelesen habe. Endlich einmal ein spannendes, vorzüglich geschriebenes Buch mit dichter Handlung, dazu so dick, dass man, wenn man es "verschlingt", beim nächsten Lesen noch viel Genuss hat.
Deshalb habe ich mich auf "Die schwarze Dame" sehr gefreut. Auch hier merkt man sofort, dass der Autor weiss, worüber er spricht, er ist Jurist, Universitätsprofessor, politisch aktiv und von schwarzer Hautfarbe. Die Handlung ist schon allein deshalb nicht dilletantisch angelegt. An seinen Vorgänger kommt das Buch trotzdem nicht heran. Irgendwie hat man das Gefühl, den Hauptfiguren, besonders der Familie, fehlt "Leben", manches wirkt ziemlich konstruiert und die Problematik zwischen "schwarz und weiß" der oberen Zehntausend Amerikas zu überbetont.
Der trockene Humor, der "Schachmatt" so lebendig und lesenswert macht, fehlt hier nahezu völlig.
Trotzdem ein wirklich gutes Buch für viele Lesestunden, die man nicht bereuen muss.