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Die schriftliche Bewerbung
 
 
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Die schriftliche Bewerbung [Taschenbuch]

Angelika Fuchs , Axel Westerwelle
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Klappentext

"Ein Sachbuch, das nicht nur den Kopf anspricht und gerade deshalb mehr bewirkt als grau vermittelte Theorie."
Amazon-Leserrezension -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Axel Westerwelle, Mag. rer. soc.oec., ist Geschäftsführer von Westerwelle & Partner/GIMA Gruppe, Hamburg. Die Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Recruiting, neue Medien und Personal. Zahlreiche Publikationen zu den Themen Hochschule, Karriere und Berufsplanung.

Auszug aus Die schriftliche Bewerbung von Angelika Fuchs, Axel Westerwelle. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Inhalt:

Vorwort

Check – Die Bestandsaufnahme
- Persönliche Qualifikation
- Fachliche Qualifikation
- Berufliche Qualifikation
- Auf den Punkt gebracht

Warming-up – Die berufliche Zielfindung
- Wohin soll die Reise gehen?
- Gründe für den Wechsel
- Wo finde ich meinen Traumjob?
- Der andere Weg zum Traumjob – Die Initiativbewerbung

Am Start – Bin ich der/die Richtige?
- Das Anforderungsprofil
- Stellenanzeigen richtig deuten
- Die Unternehmensrecherche

Im Rennen – (Be-)Werbung in eigener Sache
- Klassische Fehler bei der schriftlichen Bewerbung
- Die erste Arbeitsprobe – Das Anschreiben
- Musteranschreiben – Kommentiert und korrigiert
- Von Ihrer besten Seite – Das Foto
- Obenauf – Das Deckblatt
- Die Dritte Seite
- In aller Kürze– Der Lebenslauf
- Gestaltungsbeispiele
- Im Detail– Schwerpunktsetzung
- Im Anhang– Die Anlagen
- Zum guten Schluss – Die richtige Verpackung

Extra – Die Online-Bewerbung
- Die Internet-Bewerbung auf dem Vormarsch
- Form und Inhalt
- Die eigene Homepage
- Die häufigsten Fehler bei der Online-Bewerbung

Auf der Zielgeraden – Der Endspurt
- Nachgehakt – Der günstigste Zeitpunkt
- Nachhaken, aber wie?
- Eine Absage – Was nun?

Im Ziel– Geschafft?
- Die Einladung zum Vorstellungsgespräch
Vorwort
Vielleicht sollte dieses Buch eher »Die schriftliche Bewerbung – ehrlich und individuell« heißen, denn auf die Schnelle Papiere für eine Bewerbung zusammenstellen kann jeder. Sich jedoch von der Masse abzuheben und individuell zu brillieren, ohne dabei die Realität aus den Augen zu verlieren – das ist eine Kunst, die gelernt sein will. Mit diesem Buch kommen Sie Ihrem Ziel Schritt für Schritt näher. Vergleichen Sie die Bewerbung doch einfach mit einem Rennen. Bevor es an den Start geht, müssen Sie sich nicht nur intensiv vorbereiten, Sie müssen sich auch gründlich aufwärmen. Erst dann dürfen Sie sich in die Startblöcke begeben.
Auf dem Weg zum Ziel stellen sich dann viele Fragen:

- Wie bereite ich mich vor?
- Wo finde ich die für mich nützlichen Informationen?
- Wie formuliere ich ein gutes Anschreiben, ohne es aus Ratgebern zusammenzustückeln?
- Wie sieht ein aussagekräftiger Lebenslauf aus? Gibt es branchenspezifische Bewerbungen?
- Welches ist die optimale Form?
- Und nicht zuletzt: Wie wichtig sind Formalismen?
Zusammen mit Personalexperten und »Leidensgenossen« haben wir einen Leitfaden geschaffen, der Ihnen zeigt, wie Sie Ihre individuelle schriftliche Bewerbung zusammenstellen. Kritisch analysierte und kommentierte Musterbriefe, Checklisten, Stärke-/Schwächeanalysen und viele Erfahrungsberichte von Bewerbern und Personalexperten führen Sie gezielt zu Ihrer perfekten schriftlichen Bewerbung.
Ein idealer Startpunkt für Ihre Stellensuche ist jobpilot.de – Europas unbegrenzter Karrieremarkt im Internet. Kostenlos bietet hier die Jobs & Adverts AG den Zugriff auf mehr als 120 000 aktuelle Stellenangebote. Das Unternehmen, heute mit jobpilot in 19 Ländern vertreten, stellt Dienstleistungen und Produkte rund um das Thema Job und Karriere bereit.
Wir hoffen, dass die Bewerber und Bewerberinnen eine schriftliche Bewerbung von nun an als Kür betrachten und nicht wie bislang als eine lästige Pflichtübung. Viel Erfolg!
Ihr Autorenteam

Check – Die Bestandsaufnahme

Bevor Sie daran denken, Unterlagen für eine Bewerbung zu erstellen, sollten Sie sich erst einmal zurücklehnen und über sich und Ihre Fähigkeiten nachdenken. Sie könnten das natürlich auch während des Schreibens machen, aber – Sie gehen ja auch nicht die Getränke für Ihr Fest einkaufen, während bereits die ersten Gäste eintrudeln. Stellen Sie sich also vor der eigentlichen Bewerbung folgende Fragen: Was erwarten Sie von Ihrem zukünftigen Job? Und: Was können Sie dem Unternehmen bieten?

Ein Beispiel aus der Praxis
»In welchem Bereich unseres Unternehmens würden Sie gerne arbeiten?« Achselzucken. »Wissen Sie, was wir machen?« Pause. »Hm … warum möchten Sie bei uns arbeiten?« Plötzlich glänzen die Augen. »Weil ich Ihr Unternehmen einfach toll finde, die Atmosphäre, die Mitarbeiter. Ich würde gerne dazugehören.« Von Seiten des Unternehmens fühlt man sich in so einem Fall zwar geschmeichelt, aber indirekt verlangt die Bewerberin, dass man sich für sie Gedanken macht, wohin sie am besten passen könnte.

Eine Vorstellung davon, was Sie beruflich machen möchten, sollten Sie schon haben. Es kann nicht sein, dass sich der Unternehmensvertreter Gedanken macht, wie er Sie am besten im Unternehmen unterbringt. Aber wie hätten Sie an Stelle des Interviewers im obigen Beispiel reagiert? Das Gespräch umgehend abgebrochen? Die Bewerberin darauf hingewiesen, dass man sich auf ein solches Bewerbungsgespräch besser vorbereitet? Oder gar nachgefragt, wer die Bewerbung in Wirklichkeit verfasst hat?

Unabhängig davon, ob Sie einen Ausbildungsplatz suchen oder als Hochschulabsolvent den Einstieg in ein Unternehmen schaffen wollen, eines sollten Sie immer beachten: Die Hausaufgaben macht man zu Hause, alleine oder mit Hilfe kompetenter Berater. Zum Unternehmen sollte man erst dann gehen, wenn man weiß, was man will und was man dem Unternehmen bieten kann. Leider wird immer noch zu wenig Wert darauf gelegt, sich wirklich zunächst mit sich selbst zu beschäftigen, bevor man sich bewirbt.
Nutzen Sie die Bewerbungsphase, um sich selbst kennen zu lernen. Denken Sie daran: Bewerbung kommt von »Werbung«. Wenn Sie im Bewerbungsgespräch Ihre Ziele, Stärken und Vorzüge nicht eindeutig benennen können, vergeben Sie sich dadurch Chancen. Nur wenn Sie wissen, was und wohin Sie wollen, sind Sie in der Lage, sich mit Überzeugung zu präsentieren und sich Ihrem zukünftigen Arbeitgeber zu »verkaufen«.
Die folgenden Fragen sollen Ihnen helfen, Ihren Stärken und auch Schwächen auf die Spur zu kommen. Beantworten Sie sich – am besten mit Notizblock und Stift – alle Fragen zu Ihren persönlichen, fachlichen und beruflichen Qualifikationen. Analysieren Sie im Anschluss daran, welche Fähigkeiten besonders ausgeprägt sind und an welchen Schwächen Sie in Zukunft noch arbeiten müssen. Ziel ist, Ihre Selbstanalyse in wenigen Worten überzeugend zusammenzufassen.

Persönliche Qualifikation

- Wie sehen Sie sich?
- Welches sind Ihre positiven und negativen Eigenschaften?
- Sind Sie eher ein Optimist oder eher ein Pessimist?
- Sind Sie jemand, der Probleme und Aufgaben realistisch einschätzt und angeht, oder eher jemand, der sie verdrängt?
- Was würden Menschen, die Sie kennen, über Sie sagen?
- Gehören Sie zu den Menschen, die unter Druck zu Hochform auflaufen oder eher zu denjenigen, die nervös und hektisch werden?
- Bevorzugen Sie es, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten oder konzentrieren Sie sich lieber auf eine bestimmte?
- Lösen Sie Aufgaben lieber alleine oder im Team?
- Gehen Sie von sich aus auf Menschen zu oder sind Sie eher derjenige, der angesprochen werden möchte?
- Wenn Sie sich für eine Aufgabe entschieden haben, tun Sie alles, um diese Aufgabe zu Ende zu bringen, oder tendieren Sie dazu, schnell zu resignieren?
- Sind Sie ein Mensch, der nach dem Motto »öfter mal eine andere Aufgabe« lebt, oder eher jemand, der Beständigkeit liebt?
- Gehören Sie zu den Menschen, die Projekte oder Aufgaben maßgeblich vorantreiben oder eher zu denen, die begeistert mitarbeiten?
- Sind Sie das geborene Organisationstalent?
- Was würden Menschen, die Sie kennen, über Sie sagen?

Wichtig ist, dass Sie sich auch selbst den Erfolg gönnen, wenn Ihnen etwas aufgrund Ihrer Fähigkeiten gut gelungen ist. Bei den Schwächen sollten Sie sich direkt überlegen, was Sie tun können und werden, um sich zu verbessern oder die Schwächen auszugleichen. Dies gilt nicht nur für die jeweilige Stelle, sondern auch für sich selbst.

Fachliche Qualifikation

- Welche Fächer haben Ihnen während der Schulausbildung besonders viel Spaß gemacht?
- In welchen Fächern waren Sie besonders gut/besonders schlecht?

Welche Sprachen sprechen Sie?
- Ist es Ihnen leicht gefallen, Sprachen zu lernen?

Arbeiten Sie bereits mit dem Computer?
- Welche Kenntnisse haben Sie im Umgang mit dem Computer erworben?
- Programmierkenntnisse
- Hardwarekenntnisse
- Anwenderkenntnisse

Hatten Sie schon einmal die Gelegenheit, ein Projekt zu bearbeiten? Waren Sie der Projektleiter oder ein Teammitglied? Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?
- Wie sind Sie an diese Projekte herangegangen?
- Welche Fähigkeiten haben Sie dabei erlangt?
- Waren Sie erfolgreich?

Worin sind Sie ein Experte?
- Welche Fähigkeiten haben Sie während Ihrer Berufsausbildung bzw. während Ihres Studiums auf- oder ausgebaut? Haben Sie Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt?
- In welchen Bereichen möchten Sie dazulernen?
- Wenn man Sie fragen würde, was man von Ihnen auf fachlicher Basis lernen könnte, wie würde Ihre Antwort lauten?

Die fachlichen Qualifikationen sind, wie Sie sehen, wesentlich leichter und wahrscheinlich auch ehrlicher zu beantworten. Im Prinzip geht es um Ihre Ausbildung mit den jeweiligen Schwerpunkten und um Ihr Know-how, das Sie sich im Laufe Ihres Berufslebens angeeignet haben – Ihr Fachwissen also.
Überlegen Sie, welches Know-how Sie in den Augen des Arbeitgebers im Vergleich mit anderen Bewerbern Ihrer Ausbildungsstufe besonders interessant erscheinen lassen könnte. Oder anders formuliert: Welche Kenntnisse haben Sie zusätzlich erworben? Welches Fachwissen können Sie vorweisen, das über den Inhalt der Ausbildung hinausgeht? Listen Sie diese Argumente inhaltlich ausführlich auf und formulieren Sie in Gedanken, warum gerade Sie einem Kommilitonen oder Kollegen vorgezogen werden sollten.

Berufliche Qualifikation

Im nächsten Schritt sollten Sie sich mit Ihrer beruflichen Qualifikation auseinander setzen. Dazu gehören nicht nur Praktika, sondern auch Ihr privates Engagement wie beispielsweise Vereins- oder Aushilfstätigkeiten sowie Aktivitäten im privaten Bereich. Wenn Sie überdurchschnittlich lange für Ihre Ausbildung oder Ihr Studium gebraucht haben, weil Sie zum Beispiel nebenher im Deutschlandachter rudern, sollten Sie das auf jeden Fall erwähnen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:
- Welche beruflichen Tätigkeiten haben Sie ausgeübt?
- Warum haben Sie sich für Ihren jetzigen Beruf entschieden? Würden Sie diesen Weg noch einmal einschlagen?
- Haben Sie während Ihrer beruflichen Tätigkeit Schwerpunkte gesetzt? Worin lagen die Schwerpunkte dieser Tätigkeiten?
- Welche Positionen hatten Sie inne? In welcher Position haben Sie sich wohl gefühlt, in welcher weniger?
- Liegt es Ihnen, ein Projekt zu leiten und Menschen zu führen?
- Welche Erfahrung haben Sie mit Budgetverantwortung gemacht?
- Fühlen Sie sich wohl in der Rolle als Entscheider?
- Wie beständig sind Sie in Bezug auf Ihre Berufslaufbahn?
- Sind Sie ein Karrieretyp?
- Haben Sie in Bezug auf Ihre berufliche Laufbahn ein klares Ziel vor Augen?
- Wo liegen Ihre Stärken im Hinblick auf Ihr berufliches Fortkommen?
- Lieben Sie Ihren Beruf?

Unterschätzen Sie die Frage nach Ihrem Erfolg nicht. Ihre Antwort spiegelt nicht nur Ihre persönlichen Neigungen und Fähigkeiten wider, sondern ist meist auch der Schlüssel zu weiteren positiven Fortschritten. Richten Sie Ihren Blick aber auch ganz bewusst nicht nur auf Ihre Erfolge und Wünsche, sondern auch auf Misserfolge und Krisensituationen. Waren Sie mit einer bestimmten Situation schon einmal überfordert? In welcher Situation haben Sie sich wohl gefühlt, in welcher weniger? Konnten Sie sich nur schwer in neue Sachverhalte einarbeiten? Was haben Sie daraus gelernt? Wie würden Sie das nächste Mal reagieren? Wie wichtig eine realistische Einschätzung der eigenen beruflichen und fachlichen Kompetenzen und Möglichkeiten ist, zeigt das folgende Beispiel:

Ein Beispiel aus der Praxis
Für den Bereich »Telefonverkauf« wurde ein Mitarbeiter gesucht. Martin M. erschien qualifiziert. Im zweiten entscheidenden Gespräch bestätigte er uns, dass Teamarbeit und Akquise zu seinen Qualifikationen gehörten. Wenige Tage nach seiner Einstellung stellte sich jedoch heraus, dass Martin weder teamfähig war noch telefonieren konnte. Unter Teamfähigkeit verstand er, mit mehreren Menschen in einem Raum zu sitzen und sich mit ihnen zu verstehen. Einfache Gespräche am Telefon zu führen, bezeichnete er als Akquise. Ein Fehlgriff! Schade für das Unternehmen, schade für den Bewerber. Hätte er sich in der Vorbereitungsphase mehr mit sich auseinander gesetzt, wäre ihm das erspart geblieben.

Auf den Punkt gebracht

So, die Bestandsaufnahme wäre geschafft. Ist sie das wirklich? Sind Sie in der Lage, die oben aufgeführten Punkte in wenigen Sätzen zusammenzufassen? Probieren Sie es doch einfach mal.

Wenn Sie sich wirklich mit sich beschäftigt haben, können Sie jetzt
- in etwa zwei Minuten zusammenfassen, wer Sie sind und was Sie können;
- in weniger als drei Minuten die wichtigsten Stationen Ihres Lebenslaufs aufzählen;
- und in wenigen Sätzen aussagen, welche Kenntnisse bzw. Fähigkeiten Sie für Ihren zukünftigen Arbeitgeber qualifizieren.

Warming-up – Die berufliche Zielfindung

Nach Ihrem »Check« sind Sie sich im Klaren darüber, welches Ihre persönlichen und fachlichen bzw. beruflichen Qualifikationen sind. Stellen Sie sich nun die Frage, wohin Ihre Reise gehen soll. Welches Berufsbild streben Sie an? Wahrscheinlich wird es vielen gar nicht so leicht fallen, diese Frage spontan zu beantworten. Die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu kennen, ist eine Sache, die beruflichen und privaten Ziele zu definieren eine andere. Entwickeln Sie also zunächst Ihren persönlichen Lebens- und Karriereplan.

Wohin soll die Reise gehen?

Sind Sie gewillt, an jedem Ort der Welt zu arbeiten? Sind Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit? Lieben Sie es, Tausende von Kilometern im Auto zurückzulegen? Arbeiten Sie gerne rund um die Uhr? Ja, ja, ja oder ja? Welche Wünsche und Interessen verfolgen Sie privat und beruflich? Was ist Ihnen wichtig?

Persönliche Wünsche und Ziele
- Was möchten Sie persönlich in der Zukunft erreichen?
- Wo möchten Sie arbeiten (Land, Stadt)?
- Welchen Stellenwert hat Ihr Privatleben?
- Welchen Stellenwert hat Ihre Freizeit?
- Wie viel Freizeit und Urlaub benötigen Sie im Jahr?
- Welche privaten Ziele haben Sie für die nächsten Jahre (Familienplanung, Hausbau etc.)?
- Welche persönlichen Gründe sprechen für einen Arbeitsplatz- oder Berufswechsel, welche dagegen?

Berufliche Wünsche und Ziele
- Was ist wichtig für Ihre berufliche Zufriedenheit?
- In welchem Bereich, welcher Branche möchten Sie arbeiten?
- Wollen Sie lieber in einem kleinen, mittleren oder großen Unternehmen arbeiten?
- Welche betriebliche Organisationsstruktur bevorzugen Sie?
- Suchen Sie als Berufsanfänger den direkten Einstieg oder wollen Sie erst ein Trainee-Programm absolvieren?
- Legen Sie Wert auf Kundenkontakt?
- Sind Sie bereit, zahlreiche Geschäftsreisen in Kauf zu nehmen?
- Arbeiten Sie lieber alleine oder im Team?
- Was hat Ihnen an Ihren bisherigen praktischen/beruflichen Tätigkeiten am besten gefallen? Was hat Ihnen nicht gefallen? Was möchten Sie in Zukunft ändern?
- Welche Position wollen Sie langfristig erreichen (Zeitraum)? Welche Qualifikationen fehlen Ihnen, um dieses Ziel zu erreichen?
- Wie viel wollen Sie verdienen?

Die Wahl der Branche
Haben Sie sich schon einmal intensiv Gedanken darüber gemacht, welches das richtige Unternehmen für Sie wäre? Die Wahl der Branche dürfte noch recht leicht fallen, da diese zum einen von der persönlichen Neigung, zum anderen aber auch von Ihrer Ausbildung abhängt. Ein Stückchen weit hat man sich mit der Ausbildung ja schon festgelegt. Ganz so flexibel lassen sich die Branchen also nicht mehr auswählen. Ein Biologe wird kaum im Finanzbereich tätig sein, ein Geisteswissenschaftler nicht vorrangig im IT-Sektor. Das Gleiche gilt für die klassischen Ausbildungsberufe: Ein Zimmermann wird sich sicher ebenso selten bei einer Bank bewerben wie die Bankkauffrau als Programmiererin bei einem EDV-Unternehmen.
Aber Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, denn Neigungen und Fähigkeiten kennen keine Grenzen. Warum sollte ein Ingenieur mit Sinn fürs Kreative nicht in einer Werbeagentur einsteigen oder ein Naturwissenschaftler mit einem Faible fürs Schreiben in einem Verlagshaus?
Überzeugen Sie Ihren potenziellen Arbeitgeber und Sie bekommen auch bei unkonventioneller beruflicher Vorbildung eine Chance. Sofern Sie die Entscheidung für Ihre Wunschbranche nicht ohnehin schon getroffen haben, wird die Wahl nach einer gründlichen Selbstanalyse sicherlich leichter fallen.

Welche Unternehmensgröße darf es sein?
Bevor Sie sich auf die Suche nach dem passenden Arbeitgeber begeben, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Betriebsgröße Sie bevorzugen. Die meisten Bewerber kennen und nennen nur die »Großen«, jene Betriebe mit Image und Namen. Was aber ist mit den Mittelständlern oder den Kleinunternehmen? Ist es Ihnen wichtiger, »im Schoß« eines Großunternehmens Karriere zu machen und von den Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung und dem Image eines Weltunternehmens im Lebenslauf zu profitieren? Oder suchen Sie von Beginn an die Herausforderung, das Risiko und die Flexibilität des kleineren Unternehmens? Wägen Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Firmengrößen für sich ab.

Kleine und mittlere Unternehmen
Kleine und mittelständische Unternehmen zeichnen sich durch flache Hierarchien aus und garantieren schnelle Projekt- und frühe Führungsverantwortung. Schon als Berufseinsteiger sind Sie entsprechend gefordert. Gleichzeitig sind jedoch die Aufstiegsmöglichkeiten vergleichsweise begrenzt. Selbstständiges Arbeiten und eigenverantwortliches Handeln sind ein absolutes Muss. Rechnen Sie auch damit, dass die Einarbeitungsphase oftmals einem Sprung ins »kalte Wasser« entspricht und es keine Schonzeit gibt. Das Budget für Aus- und Weiterbildung ist meist viel geringer als in Großunternehmen. Oftmals müssen Sie sich selbst um Ihre Weiterbildung kümmern. Dafür ist das Arbeitsklima in solchen Unternehmen oft noch familiär – man kennt sich eben. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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