Die Geschichte, die im Buch von einem Onkel im Anschluss an den Film "Die Brücke" von Bernhard Wicki an der Theke einer Bar erzählt wird, ist schön. Zart sogar in aller Grausamkeit, wie ein warmes Licht, das sich über eine dunkle Vergangenheit legt und allem einen Sinn verleiht.
Über die schroffen Abgründe einer befohlenen nationalen Feindschaft wird eine Brücke der Freundschaft gezogen.
In den schrecklichen Gärten zeigen sich unseren Augen plötzlich Blumen, sanft und bunt, die wachsen und den ganzen Schrecken in Gefühle der Liebe wandeln. Die dunkeln Wolken von früher fügen sich im Abstand der Erinnerung in eine neue, Freude bereitende Erkenntnis.
Zitat aus dem Buch:
"Er blickte in sich hinein, und alles war Samt. Aus Gaston sprudelten seine Worte nur so hervor, ohne Groll und ohne Hass, aber auch ohne jede Angeberei, so einfach und nackt, dass man die Augen niederschlagen musste."
"... dass seine Worte kein Schatten der Dinge und der unmenschlichen Augenblicke waren, sondern dass er mich in sein Leben einliess und mir mit grösster Bescheidenheit alles schenkte, was er hatte, schreckliche Gärten, verwüstet, blutig, grausam."
Ein Buch, das Freude schenkt - mit viel Liebe gestaltet.