Zum eigentlichen Text:
Ich finde es ziemlich interessant, von einem Außenstehenden einige Unsinnigkeiten der deutschen Sprache vorgeführt zu bekommen. Da der Text bereits etwas älter ist (1880), sind manche Kritikpunkte heute schon gar nicht mehr relevant (das "e" im Dritten Fall wird beispielsweise kaum mehr benutzt). Man merkt auch, dass Twain nich besonders tief in die Sprache eintauchte, denn manche Anmerkungen sind falsch, oder ergeben wenig Sinn, was jedoch den Lesegenuss kaum stört. Positiv kann man noch anmerken, dass Twain anscheinend nicht von den heute üblichen Vorurteilen im Hinblick auf das Deutsche beeinflusst wurde. So hört sich für ihn die deutsche Sprache sogar sanfter an, als das Englische. Das Ganze kommt auch nicht als wissenschaftlicher Text daher, sondern ist eher locker und witzig geschrieben.
Zu dieser Ausgabe:
Der Text liegt sowohl im englischen Original, als auch in einer deutschen Übersetzung vor. Dabei befindet sich auf den geraden Seitenzahlen jeweils der englische Text und auf den ungeraden die Übersetzung. Die beiden Texte sind weitestgehend synchron, man kann also auf der einen Seite das Englische, auf der anderen Seite das Gleiche noch mal in Deutsch lesen. Diese Synchronie hat zur Folge, dass der englische Text in einer sehr großen Schriftgröße abgedruckt wurde. Ich persönlich halte die deutsche Übersetzung für unnötig, da viele Pointen verloren gehen. Auch ist es schwer, zu erfassen, welche Wörter im Original nun Deutsch und welche Englisch sind, was nicht unerheblich ist, bei einem Text, der sich mit einer Fremdsprache befasst. Dafür gibt es dann aber auch noch das Original auf der anderen Seite. Wer des Enlischen mächtig ist, wird die Deutsche übersetzung wohl ohnehin links liegen lassen. Für Menschen, die eher mittelmäßige Englischkenntnisse aufweisen, kann die Übersetzung jedoch ganz nützlich sein. Der Englische Text alleine ist jedenfalls schon die fünf Euro wert, wenn man ihn nicht am PC lesen will (12 A4 Seiten).