In diesem Buch geht es um einen 67jährigen Mann der in immer kürzer werdenden Abständen das Haus der schlafenden Schönen besucht. Es ist dies ein Etablissement, in welchem junge Frauen in Tiefschlaf versetzt werden, um dann eine Nacht mit einem Herren zu verbringen. Keine Sorge, die Männer legen sich nur daneben, nehmen Schlaftabletten und schlafen. Jedes Mädchen in dem Haus erinnert den Erzähler an eine Frau aus seinem Leben. An seine eigene Frau, seine Mutter, seine Tochter oder auch an die ein oder andere Affäre. Er lässt also bestimmte Situationen seines, wohl bald endenden Lebens, Revue passieren.
Eguchi, die Hauptfigur, beschreibt sehr genau diese Mädchen, teilweise fast jedes einzelne Haar auf ihren Armen, das mag anfänglich ganz schön sein, aber im Laufe des Buches weiss man dann doch schon was einen weiterhin erwartet. Und nicht nur die Mädchen werden eingehend beschrieben, Kawabata beschreibt hier auch recht detailverliebt Bilder, Landschaften und Räume, das es mir persönlich teilweise fast zu viel wurde. Für 2 Sterne hat es allerdings gereicht.
Man muss schon absoluter Fan von einem solchen Schreibstil sein, um "Die schlafenden Schönen" zu mögen, ansonsten gibt dieses Buch nämlich nicht viel her. Ein alter Mann überdenkt nochmal seine bisherigen Beziehungen zu Frauen, das ist alles. Jeder Leser kann die Intention natürlich auslegen wie er möchte, mir kommt das aber alles recht affektiert vor.