zurückführt."(Nietzsche).
Ulrike-Christine Sander und Matthias Siederschnur-Sander sind die Herausgeber des vorliegenden Buches, das Anekdoten über historische Persönlichkeiten, die in Schriftsteller, Musiker, Philosophen, Wissenschaftler und Gelehrte, gekrönte Häupter sowie Staatsmänner und Militärs untergliedert sind und literarische Anekdoten von Boccaccio bis Thomas Mann enthält.
Wikipedia lässt uns wissen: "Die Anekdote ist eine prägnante Wiedergabe einer wahren oder erfundenen Begebenheit, die den Charakter eines Menschen oder einen Zustand erhellt. Anekdoten berichten Tatsachen, die jedoch nicht verbürgt sind. Deshalb kommt es auch vor, dass die gleiche Anekdote von verschieden Personen erzählt wird oder wesentliche Details völlig anders dargestellt werden."
Ich möchte an dieser Stelle eine Anekdote hervorheben, die die Klugheit des Politikers Oliver Cromwell (1599-1658) sehr gut charakterisiert: "Cromwell diktierte seinem Sekretär Briefe mit absolut gegensätzlichem Inhalt. Der Sekretär dachte an einen Irrtum und machte Cromwell schließlich darauf aufmerksam.
"Ich weiß schon recht gut, was ich tue", antwortete Cromwell; "auf diese Weise können sie nicht wissen, welchen Brief ich nun abschicke,"(Zitat: S. 80).
Neunmalkluge Besserwisser freuen sich immer, wenn sie Fehler entdecken können, bemerken jedoch selten, dass man ihnen mit solchen Fehlern bewusst Fallen stellt. Amüsant, nicht wahr?
Es führt zu weit all die literarischen Anekdoten an dieser Stelle kurz wiederzugeben und zu analysieren. Allen ist gemeinsam, dass sie kurzweilig zu lesen sind und von Lebensklugheit zeugen.
Um Ihnen Appetit auf das Büchlein zu machen, möchte ich eine Anekdote über Sokrates hier zitieren, deren Inhalt man sich immer dann bewusst machen sollte, wenn ein Dummkopf versucht durch verbale Fußtritte auf sich aufmerksam zu machen: "Nicht selten fühlten sich die Zuhörer des Sokrates durch dessen Gedanken und Einfälle provoziert. Als er bei einer Unterredung von einem der aufgebrachten Teilnehmer einen Fußtritt erhielt, stellte man ihm die Frage, warum er sich das gefallen lasse. Er antwortete mit einer Frage: "Wenn mich ein Esel getreten hätte, hätte ich diesen dann auch gerichtlich belangen können?"(Zitat: S. 50).
Empfehlenswert.