Ich kann die Begeisterungsstürme zu denen dieses Buch hinreißt leider nicht nachvollziehen.
Die Sprache liest sich zwar schön, aber die Geschichte vermochte mich nicht richtig zu fesseln, da ihr meiner Meinung nach der Spannungsbogen fehlt. Es gibt zwar kleinere Höhepunkte, zwischen ihnen fehlt aber eine Verbindungslinie.
Die Charaktere empfand ich als unausgegoren. Silvana ist keineswegs temperamentvoll, sondern bestenfalls arrogant und manipulativ. Ständig bringt sie die Menschen, die ihr nahestehen, in Gefahr, um einen Vorteil für sich herauszuschlagen.
Alles was sie im Laufe der Geschichte erlernt, gelingt ihr allzu mühelos.
Dass der Vater, der sie am Anfang regelrecht zu hassen scheint, später von ihr hellauf begeistert ist, finde ich unrealistisch.
Den anderen Charakteren wird, trotz relativ hoher Seitenzahl, nicht genug Raum gegeben, um sich zu entwickeln.
Außerdem vergisst die Autorin über den zahlreichen Landschaftsschilderungen anscheinend die Spannung.
Seltsam fand ich auch, dass eine Frau einen Roman schreibt, in dem Frauen ständig Opfer von brutaler Gewalt werden. Damit kann sie die Untiefen der Story leider auch nicht überbrücken.
Für ist dieses das bisher schwächste Buch, das ich aus der Moments-Reihe gelsesen habe!