Aus der Amazon.de-Redaktion
Die pure finanzielle Not hat drei französische Historiker zusammengewürfelt: Matthias, der Jäger und Sammler, den die Frühgeschichte fasziniert, Marc, der alles über das Mittelalter weiß und Lucien, der Spezialist für den Ersten Weltkrieg. Zuständig für die aktuelle Zeitgeschichte ist der Pate Marcs, ein ehemaliger Polizei-Kommissar. Zusammen beziehen sie ein heruntergekommenes Haus im südlichen Paris.
Sie alle sind von ihrer schönen Nachbarin, einer ehemaligen Opernsängerin, angetan, die eines Tages spurlos verschwindet. Hat sie ihren treulosen Ehemann endgültig verlassen und ist zurück nach Griechenland, zu ihrem Jugendfreund? Merkwürdig, daß sie ihrer Nichte nicht Bescheid gegeben hat, die mit ihrem kleinen Jungen aus Lyon zu Besuch kommt.
Die vier Männer, die sich privat ganz gut verstehen, doch beruflich einander spinnefeind sind, beginnen zu kombinieren. Schließlich ist man "kein Historiker, wenn man nicht schnüffeln kann". Sehr hilfreich dabei sind die beruflichen Beziehungen, die Marcs Patenonkel noch immer in das Kommissariat hat.
Bis jedoch geklärt ist, welche Rolle der von unbekannter Hand frisch gepflanzte Baum im Garten der Sängerin spielt, denn diese Buche ist bei der Lösung des Falles von entscheidender Bedeutung, läßt die französische Autorin mit dem männlichen Namen Fred Vargas ihre vier Detektive tüchtig die grauen Zellen strapazieren. Immer wieder nimmt die Handlung eine neue, unerwartete Wendung, werden Details aus dem Vorleben bekannt, die, neu angeordnet, einen völlig neuen Zusammenhang ergeben.
Ihren nächsten Fall Der untröstliche Witwer von Montparnasse klärt das ungleiche Team im Folgeband. -- Manuela Haselberger
TAZ (14.6.02)
... die Autorin Fred Vargas bereichert die Krimiliteratur seit Anfang der Neunzigerjahre.
Westdeutsche Zeitung (7. Juli 2001)
Intelligent, amüsant und überaus spannend ist dieser Krimi der Autorin Fred Vargas. Liebevoll beschreibt sie die kantigen Charaktere, ohne abgegriffene Klischees zu bedienen. Immer wieder lockt sie in poetischer und phanatsiereicher Sprache auf die Pfade des Mörders. Doch sie erweisen sich bis zum Schluss als listige Irrwege.
Kurzbeschreibung
Im Garten der Sängerin Sophia im Pariser Faubourg St. Jacques steht eines Morgens ein Baum. Niemand hat ihn gepflanzt. Zwei Tage später ist Sophia spurlos verschwunden. Ihr Nachbar Marc, ein junger Historiker, beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, da weder der Ehemann noch die Polizei sich für den Fall interessieren. Je tiefer er gräbt - unter der Buche wie in der Vergangenheit der Diva -, um so mehr Steine bringt er ins Rollen. Bis er auf einen uralten Haß stößt, der nach zwei weiteren Morden beinahe auch ihn das Leben kostet.
Der Verlag über das Buch
Intelligent gebaut, spannend erzählt und mit literarischen Qualitäten, die den üblichen Krimi-Geist eher spielerisch überrunden als ihn zu bedienen.
Fred Vargas, die charmanteste Neuentdeckung der französischen Kriminalliteratur, vereint in ihren Romanen alles, was zu einem guten Krimi gehört: einen spannenden Plot, eine angemessene Zahl von Toten, einen schwer zu findenden Mörder. Aber sie haben noch etwas ganz Seltenes: literarische Phantasie, eine poetische Intelligenz, viel Humor und sprühende Dialoge.
Über den Autor
FRED VARGAS, geb. 1957 und von Haus aus Archäologin. Sie ist heute die bedeutendste französische Kriminalautorin und eine Schriftstellerin von Weltrang. 2004 erhielt sie für „Fliehe weit und schnell“ den Deutschen Krimipreis. Ihre Werke sind in über 40 Sprachen übersetzt und liegen sämtlich bei Aufbau in Übersetzung vor: Im Schatten des Palazzo Farnese Die schöne Diva von Saint-Jacques Der untröstliche Witwer von Montparnasse Das Orakel von Port-Nicolas Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord Bei Einbruch der Nacht Fliehe weit und schnell Der vierzehnte Stein Die dritte Jungfrau Die schwarzen Wasser der Seine Das Zeichen des Widders Der verbotene Ort Die Tote im Pelzmantel Die Nacht des Zorns (Frühjahr 2012)