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Die satanischen Verse (Englisch) Taschenbuch – 1. März 1997


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 720 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (1. März 1997)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3426606488
  • ISBN-13: 978-3426606483
  • Größe und/oder Gewicht: 3,8 x 12,7 x 18,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 195.813 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieser Roman ist das überaus vielstimmige, Geschichte und Gegenwart durcheinanderwirbelnde, von Einfällen überbordende und trotz eines "Happy-End" letztlich tieftraurige Manifest eines endgültigen Glaubensverlustes. Seinen literarischen Rang gewinnt das Buch durch eine scheinbar paradoxe Entscheidung seines Autors. Denn Rushdie erzählt diesen Glaubensverlust nicht im Sinne rationaler Welterfahrung: er benutzt vielmehr alle ihm zu Gebote stehenden Mittel des Phantastischen und des Wunderbaren, um sein Pandämonium der entgöttlichten Welt zu veranschaulichen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Satanischen Verse
OT The Satanic Verses OA 1988 DE 1989Form Roman Epoche Gegenwart
Obwohl es sich um das literarisch anspruchsvolle Werk eines bereits bekannten und dekorierten Autors handelte, erwuchs die Bedeutung der Satanischen Verse vor allem aus ihrem Schicksal als einem verfemten Buch und aus dem Aufruf seitens der damaligen iranischen Führung, den Autor zu ermorden.
Inhalt: Eine Flugzeugexplosion in großer Höhe überleben nur die zwei indischstämmigen Schauspieler Gibril Farishta und Saladin Chamcha. Nach dem freien Fall ihrer »Wiedergeburt« gehen merkwürdige Veränderungen an ihnen vor. Während Chamcha, der immer ein perfekter Engländer sein wollte, alle körperlichen Eigenschaften des Teufels entwickelt und sich so inmitten der apokalyptischen Exzesse des modernen, rassistischen Molochs London verbirgt, verwandelt Farishta sich entsprechend dem Wortsinn seines Namens in den Phänotyp eines Engels. Er wird als der Erzengel Gabriel willenloses Werkzeug der Menschen, denen er sich »offenbart«; nicht nur im gegenwärtigen London, sondern auch in der Gründungsphase des Islams als Offenbarer des Korans oder in einem indischen muslimischen Dorf, das von einer Charismatikerin namens Aischa zu einem Pilgerzug nach Mekka animiert wird, der mitten durchs Arabische Meer gehen soll.
Der Titel Die Satanischen Verse bezieht sich auf die im zweiten Kapitel nacherzählte Episode, wonach dem Propheten Mahound (Mohammed) bei einer Gelegenheit nicht, wie üblich, der Erzengel Gabriel (Gibril) Offenbarungen Allahs eingab, sondern der Satan ihn überlistete. Diese Verse, bei denen es um einen Kompromiss des neuen islamischen Monotheismus mit der polytheistischen Umwelt im Wallfahrtsort Mekka ging, wurden später (infolge einer neuen Offenbarung) durch Mohammed aus der Überlieferung des Koran (vgl. 53. Sure, Vers 19ff.) ausgelöscht; so berichtet auch eine alte islamische Tradition. – Die Auseinandersetzung zwischen unbedingter Kompromisslosigkeit und pragmatischem Taktieren beim Konflikt kultureller Optionen ist eine der Leitfragen des Buchs von Rushdie.
Aufbau: Das Buch hat eine symmetrische Struktur; es ist in neun Kapitel gegliedert, von denen das erste, dritte, fünfte, siebte und neunte den wichtigsten Handlungsstrang um die Protagonisten Gibril Farishta und Saladin Chamcha umfassen. Dazwischen sind im zweiten und sechsten Kapitel die Erzählung von Mahound, im vierten und achten Kapitel jene von Aischa eingespannt. Die Verbindung zwischen den drei Handlungssträngen geschieht nicht nur über die analogen Fragestellungen (zum Verlust des Glaubens oder zur Unterscheidbarkeit von Gut und Böse), sondern auch maßgeblich über die Gleichheit oder Ähnlichkeit der Namen und der Motive in den verschiedenen Handlungssträngen. Das Verhältnis von Traum, Halluzination, Vision, Wunder und Wirklichkeit bleibt mit Bezug auf diese Struktur wie auch in vielen Detailszenen unscharf.
Wirkung: Bereits kurz nach Erscheinen der englischen Originalausgabe kam es in Bradford – einer englischen Stadt mit hohem islamischem Bevölkerungsanteil – zu Tumulten, bei denen Exemplare des Buches verbrannt wurden. Die Unruhen breiteten sich bald auf eine Reihe islamischer Länder und auf Indien aus; hier gab es Dutzende Tote. Die Satanischen Verse wurden in Indien und Ländern mit islamischer Bevölkerungsmehrheit verboten, während ihr Erscheinen in europäischen Ländern nach dem Fatwa Khomeinis behindert und verzögert wurde.
In Deutschland wurde die Übersetzung von einem eigens gegründeten Kollektivverlag herausgegeben, der den Erscheinungstermin unmittelbar nach dem Ende der Frankfurter Buchmesse festlegte, während die führenden Tageszeitungen sich weigerten, Anzeigen für das Buch zu veröffentlichen. Bis heute wird anhand der Satanischen Verse diskutiert, inwieweit ein Autor für die in Zusammenhang mit seinem Buch ausgelösten Konflikte verantwortlich zu machen ist. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Unerbittlichkeit der hier aufeinander treffenden Positionen sich auf ein Werk bezieht, das nichts leidenschaftlicher beklagt als solche Unerbittlichkeit. R. H.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

95 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von RaphaelSinclair am 7. Februar 2007
Format: Taschenbuch
Na klar, man muss es einfach gelesen haben, dachte ich mir, das Werk, von dem so oft die Rede ist, an das sich angesichts der über 500 Seiten aber die wenigsten so richtig heranwagen.

Gut, gesagt, getan, gelesen. Und nun steht mir vor Staunen immer noch der Mund offen: Rushdie gelingt es mit seinem Werk einen kolossalen Rundumschlag durch mehrere Jahrtausende Kultur, Geschichte, Literatur und Religion zu schlagen. Es scheint, als habe er die Schriften der drei monotheistischen Weltreligionen, Ovids Metamorphosen, Dantes Divina Comedia und viele Märchen, sowohl westlicher als auch orientalischer Provinienz, in einen großen Kochtopf gegeben, sie mit einer spannenden Handlung und fantastischer Erzählweise gewürzt und schließlich mit einer Prise grotesken Humors verfeinert.

Scheinbar schwerelos springt der Erzähler in Raum und Zeit, eben noch im Bombay des 20. Jahrhunderts, dann schon wieder im Mekka zur Zeit Mohameds, um daraufhin wieder den Ort und die Zeit zu wechseln. Großartig auch die Verschmelzung von fantastischen Elementen mit der Realität, wobei dem Leser jeweils verschiedene Versionen angeboten werden, und er sich selbst die Frage stellen muss: War es so oder war es nicht so?

Um es noch mal kurz zusammenzufassen: Rushdies Satanische Verse sind allumfassend, monumental und daher bei einmaligem Lesen wohl überhaupt nicht zu verdauen. Dennoch sollte man sich weder von der Dicke des Buches noch von der manchmal etwas fremdartig anmutenden und unverständlich scheinenden Erzählung nicht abschrecken lassen. Also ich habe nach ersten Anlaufschwierigkeiten (Kapitel 2!) das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und mich dabei keine Sekunde gelangweilt!
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52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von B. Lutze TOP 1000 REZENSENT am 15. August 2003
Format: Taschenbuch
Ein unglaublich wichtiges Buch. Nicht weil es die Authenzität Mohammeds in Frage stellt oder den Engel Gabriel in Form eines schizophrenen, gescheiterten Schauspielers mit Mundgeruch darstellt, sondern weil es generell neue Denkanstöße gibt, was den Glauben an sich betrifft: Menschen glauben das, was sie glauben wollen. Die satanischen Verse tauchen in dem Buch zweimal auf: Zum ersten Mal empfängt sie Mohammed von einem falschen Engel Gabriel, als es um die Anerkennung der wichtigsten Heidengötter in Mekka geht. Zum zweiten Mal flüstert Saladin Chamcha satanische Verse durchs Telefon zu Farischta, woraufhin Gibril Farishta verrückt wird und vollends durchdreht. Beide Male stellen sich die satanischen Verse als Falschwahrheiten heraus, die der Empfänger im Grunde hören wollte und schon vor dem Empfangen glaubte. Diese Allegorie finde ich meisterhaft und atemberaubend. Wie oft ist das doch wirklich so, dass wir in heiligen Schriften nur die Bestätigung für das Suchen, was wir ohnehin glauben wollen, ohne bereit zu sein, uns von den alten Denkmustern zu befreien. Salman Ruschdie überspitzt hier natürlich, aber er schildert die Geschichte Mohammeds aus Sicht eines schizophrenen Träumers. Als literarisches Stilmittel finde ich das, auch als gläubiger Mensch, sehr spannend.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 9. März 2008
Format: Taschenbuch
Mitunter markieren Bücher Zeitenwenden. Ein solches Buch ist Salman Rushdies "Satanische Verse", nicht weil es so unglaublich gut, sondern weil es so unglaublich exemplarisch ist. Mit der Fatwa, die die Islamisten in der ganzen Welt nach dem Erscheinen des Buches gegen den Autor ausriefen, wurde eine Epoche eingeläutet, für die Samuel Huntington erst einige Jahre später den Begriff "Clash of Zivilisation" einführen sollte.
Was ist es nun, was dieses Buch so unglaublich brisant macht? Das ist nicht so einfach zu erklären, weil die "Satanischen Verse" drei Bücher in einem bündeln. Zunächst ist es ein Buch über den modernen Inder, der im Kontakt mit der westlichen Moderne seinen Glauben verliert. Also auch ein Buch über Salman Rushdie selbst. Dargestellt wird dieser Handlungsstrang durch Gibril und Saladin aus Bombay, die nach einem Flugzeugabsturz eine Metamorphose durchmachen - aus dem einen wird der Erzengel Gabriel aus dem anderen der Scheitan", wobei es für den Leser nicht immer deutlich wird, wo Imagination, magischer Realismus, Psychose und Realität am Werk sein sollen. Da ist der moderne Poet am Werk, und dem Leser stehen vor lauter bizzarer Unwahrscheinlichkeiten die Haare unter Hut, Kappe oder Turban regelrecht zu Berge.
Das weltweite Aufsehen und die Morddrohungen des schiitischen Klerus erregte die zweite Geschichte, die den Propheten Mohammed als einen taktisch begabten Schwindler darstellt und seine Harmesdamen in eine prekäre Nähe zu Prostituierten rückt. Nach dem westlichen Literatur- und Toleranzverständnis befindet sich in diesen Passagen nichts Geschmackloses oder Unanständiges, aber innerhalb des Islams können solche Passagen einem Autor das Leben kosten.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 12. Mai 1999
Format: Taschenbuch
Was in diesem Buch an Nebenhandlungen erzählt wird, was sich an Nebenschauplätzen abspielt, was sich aus Nebenrollen entwickelt, hier und jetzt und in der Vergangenheit, in der Luft und auf dem Boden, im Himmel und auf der Erde und auch irgendwo dazwischen, das ist typisch für die großartige Erzählkunst Rushdies. Es kann auch nicht anders erzählt werden von Göttern und Dämonen, Menschen die sich verwandeln zu Engeln, Teufeln, Geistern, oder von prototypischen Menschenleben, in denen Erfolg, Demütigung, Enttäuschung erlitten wird, schließlich einer Wandlung eines Emigranten aus der Irrationalität der uns unvorstellbaren indischen Welt zur übertriebenen Rationalität des Immigranten in England und wieder zurück zur Irrationalität eines Teufels und eines Engels.
Rushdie schöpft aus der überreichen Misch-Masch-Kultur seiner Heimat Indien, die er wohl in London in verkleinerter und auch abgeschwächter Form wiedergefunden hat. Er beschreibt den Verlust eines Glaubens an einen Gott, an irgendeine Gottheit, mit phantastischen, nur so von Göttern und deren Derivaten gespickten Bildern. Trotz der unzähligen Erzähl-Stränge verliert Rushdie nie den "Roten Faden". Dieser Faden ist letztlich die verzweifelte Suche nach einer Identität eines Auswanderers zwischen den beiden Urbildern der Rationalität und Irrationalität, England und Indien.
Wieso sich Islamisten durch dieses Buch zur Fatwa beleidigt fühlen?
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