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Die satanischen Verse
 
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Die satanischen Verse [Taschenbuch]

Salman Rushdie
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 720 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (1. März 1997)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3426606488
  • ISBN-13: 978-3426606483
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.885 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Salman Rushdie
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Satanischen Verse
OT The Satanic Verses OA 1988 DE 1989Form Roman Epoche Gegenwart
Obwohl es sich um das literarisch anspruchsvolle Werk eines bereits bekannten und dekorierten Autors handelte, erwuchs die Bedeutung der Satanischen Verse vor allem aus ihrem Schicksal als einem verfemten Buch und aus dem Aufruf seitens der damaligen iranischen Führung, den Autor zu ermorden.
Inhalt: Eine Flugzeugexplosion in großer Höhe überleben nur die zwei indischstämmigen Schauspieler Gibril Farishta und Saladin Chamcha. Nach dem freien Fall ihrer »Wiedergeburt« gehen merkwürdige Veränderungen an ihnen vor. Während Chamcha, der immer ein perfekter Engländer sein wollte, alle körperlichen Eigenschaften des Teufels entwickelt und sich so inmitten der apokalyptischen Exzesse des modernen, rassistischen Molochs London verbirgt, verwandelt Farishta sich entsprechend dem Wortsinn seines Namens in den Phänotyp eines Engels. Er wird als der Erzengel Gabriel willenloses Werkzeug der Menschen, denen er sich »offenbart«; nicht nur im gegenwärtigen London, sondern auch in der Gründungsphase des Islams als Offenbarer des Korans oder in einem indischen muslimischen Dorf, das von einer Charismatikerin namens Aischa zu einem Pilgerzug nach Mekka animiert wird, der mitten durchs Arabische Meer gehen soll.
Der Titel Die Satanischen Verse bezieht sich auf die im zweiten Kapitel nacherzählte Episode, wonach dem Propheten Mahound (Mohammed) bei einer Gelegenheit nicht, wie üblich, der Erzengel Gabriel (Gibril) Offenbarungen Allahs eingab, sondern der Satan ihn überlistete. Diese Verse, bei denen es um einen Kompromiss des neuen islamischen Monotheismus mit der polytheistischen Umwelt im Wallfahrtsort Mekka ging, wurden später (infolge einer neuen Offenbarung) durch Mohammed aus der Überlieferung des Koran (vgl. 53. Sure, Vers 19ff.) ausgelöscht; so berichtet auch eine alte islamische Tradition. – Die Auseinandersetzung zwischen unbedingter Kompromisslosigkeit und pragmatischem Taktieren beim Konflikt kultureller Optionen ist eine der Leitfragen des Buchs von Rushdie.
Aufbau: Das Buch hat eine symmetrische Struktur; es ist in neun Kapitel gegliedert, von denen das erste, dritte, fünfte, siebte und neunte den wichtigsten Handlungsstrang um die Protagonisten Gibril Farishta und Saladin Chamcha umfassen. Dazwischen sind im zweiten und sechsten Kapitel die Erzählung von Mahound, im vierten und achten Kapitel jene von Aischa eingespannt. Die Verbindung zwischen den drei Handlungssträngen geschieht nicht nur über die analogen Fragestellungen (zum Verlust des Glaubens oder zur Unterscheidbarkeit von Gut und Böse), sondern auch maßgeblich über die Gleichheit oder Ähnlichkeit der Namen und der Motive in den verschiedenen Handlungssträngen. Das Verhältnis von Traum, Halluzination, Vision, Wunder und Wirklichkeit bleibt mit Bezug auf diese Struktur wie auch in vielen Detailszenen unscharf.
Wirkung: Bereits kurz nach Erscheinen der englischen Originalausgabe kam es in Bradford – einer englischen Stadt mit hohem islamischem Bevölkerungsanteil – zu Tumulten, bei denen Exemplare des Buches verbrannt wurden. Die Unruhen breiteten sich bald auf eine Reihe islamischer Länder und auf Indien aus; hier gab es Dutzende Tote. Die Satanischen Verse wurden in Indien und Ländern mit islamischer Bevölkerungsmehrheit verboten, während ihr Erscheinen in europäischen Ländern nach dem Fatwa Khomeinis behindert und verzögert wurde.
In Deutschland wurde die Übersetzung von einem eigens gegründeten Kollektivverlag herausgegeben, der den Erscheinungstermin unmittelbar nach dem Ende der Frankfurter Buchmesse festlegte, während die führenden Tageszeitungen sich weigerten, Anzeigen für das Buch zu veröffentlichen. Bis heute wird anhand der Satanischen Verse diskutiert, inwieweit ein Autor für die in Zusammenhang mit seinem Buch ausgelösten Konflikte verantwortlich zu machen ist. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Unerbittlichkeit der hier aufeinander treffenden Positionen sich auf ein Werk bezieht, das nichts leidenschaftlicher beklagt als solche Unerbittlichkeit. R. H.

Pressestimmen

"Dieser Roman ist das überaus vielstimmige, Geschichte und Gegenwart durcheinanderwirbelnde, von Einfällen überbordende und trotz eines "Happy-End" letztlich tieftraurige Manifest eines endgültigen Glaubensverlustes. Seinen literarischen Rang gewinnt das Buch durch eine scheinbar paradoxe Entscheidung seines Autors. Denn Rushdie erzählt diesen Glaubensverlust nicht im Sinne rationaler Welterfahrung: er benutzt vielmehr alle ihm zu Gebote stehenden Mittel des Phantastischen und des Wunderbaren, um sein Pandämonium der entgöttlichten Welt zu veranschaulichen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kolossaler Rundumschlag, 7. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die satanischen Verse (Taschenbuch)
Na klar, man muss es einfach gelesen haben, dachte ich mir, das Werk, von dem so oft die Rede ist, an das sich angesichts der über 500 Seiten aber die wenigsten so richtig heranwagen.

Gut, gesagt, getan, gelesen. Und nun steht mir vor Staunen immer noch der Mund offen: Rushdie gelingt es mit seinem Werk einen kolossalen Rundumschlag durch mehrere Jahrtausende Kultur, Geschichte, Literatur und Religion zu schlagen. Es scheint, als habe er die Schriften der drei monotheistischen Weltreligionen, Ovids Metamorphosen, Dantes Divina Comedia und viele Märchen, sowohl westlicher als auch orientalischer Provinienz, in einen großen Kochtopf gegeben, sie mit einer spannenden Handlung und fantastischer Erzählweise gewürzt und schließlich mit einer Prise grotesken Humors verfeinert.

Scheinbar schwerelos springt der Erzähler in Raum und Zeit, eben noch im Bombay des 20. Jahrhunderts, dann schon wieder im Mekka zur Zeit Mohameds, um daraufhin wieder den Ort und die Zeit zu wechseln. Großartig auch die Verschmelzung von fantastischen Elementen mit der Realität, wobei dem Leser jeweils verschiedene Versionen angeboten werden, und er sich selbst die Frage stellen muss: War es so oder war es nicht so?

Um es noch mal kurz zusammenzufassen: Rushdies Satanische Verse sind allumfassend, monumental und daher bei einmaligem Lesen wohl überhaupt nicht zu verdauen. Dennoch sollte man sich weder von der Dicke des Buches noch von der manchmal etwas fremdartig anmutenden und unverständlich scheinenden Erzählung nicht abschrecken lassen. Also ich habe nach ersten Anlaufschwierigkeiten (Kapitel 2!) das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und mich dabei keine Sekunde gelangweilt!
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meisterhaft, 15. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die satanischen Verse (Taschenbuch)
Ein unglaublich wichtiges Buch. Nicht weil es die Authenzität Mohammeds in Frage stellt oder den Engel Gabriel in Form eines schizophrenen, gescheiterten Schauspielers mit Mundgeruch darstellt, sondern weil es generell neue Denkanstöße gibt, was den Glauben an sich betrifft: Menschen glauben das, was sie glauben wollen. Die satanischen Verse tauchen in dem Buch zweimal auf: Zum ersten Mal empfängt sie Mohammed von einem falschen Engel Gabriel, als es um die Anerkennung der wichtigsten Heidengötter in Mekka geht. Zum zweiten Mal flüstert Saladin Chamcha satanische Verse durchs Telefon zu Farischta, woraufhin Gibril Farishta verrückt wird und vollends durchdreht. Beide Male stellen sich die satanischen Verse als Falschwahrheiten heraus, die der Empfänger im Grunde hören wollte und schon vor dem Empfangen glaubte. Diese Allegorie finde ich meisterhaft und atemberaubend. Wie oft ist das doch wirklich so, dass wir in heiligen Schriften nur die Bestätigung für das Suchen, was wir ohnehin glauben wollen, ohne bereit zu sein, uns von den alten Denkmustern zu befreien. Salman Ruschdie überspitzt hier natürlich, aber er schildert die Geschichte Mohammeds aus Sicht eines schizophrenen Träumers. Als literarisches Stilmittel finde ich das, auch als gläubiger Mensch, sehr spannend.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch als Wegmarke eines Zeitenbruchs, 9. März 2008
Von 
ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die satanischen Verse (Taschenbuch)
Mitunter markieren Bücher Zeitenwenden. Ein solches Buch ist Salman Rushdies "Satanische Verse", nicht weil es so unglaublich gut, sondern weil es so unglaublich exemplarisch ist. Mit der Fatwa, die die Islamisten in der ganzen Welt nach dem Erscheinen des Buches gegen den Autor ausriefen, wurde eine Epoche eingeläutet, für die Samuel Huntington erst einige Jahre später den Begriff "Clash of Zivilisation" einführen sollte.

Was ist es nun, was dieses Buch so unglaublich brisant macht? Das ist nicht so einfach zu erklären, weil die "Satanischen Verse" drei Bücher in einem bündeln. Zunächst ist es ein Buch über den modernen Inder, der im Kontakt mit der westlichen Moderne seinen Glauben verliert. Also auch ein Buch über Salman Rushdie selbst. Dargestellt wird dieser Handlungsstrang durch Gibril und Saladin aus Bombay, die nach einem Flugzeugabsturz eine Metamorphose durchmachen - aus dem einen wird der Erzengel Gabriel aus dem anderen der Scheitan", wobei es für den Leser nicht immer deutlich wird, wo Imagination, magischer Realismus, Psychose und Realität am Werk sein sollen. Da ist der moderne Poet am Werk, und dem Leser stehen vor lauter bizzarer Unwahrscheinlichkeiten die Haare unter Hut, Kappe oder Turban regelrecht zu Berge.

Das weltweite Aufsehen und die Morddrohungen des schiitischen Klerus erregte die zweite Geschichte, die den Propheten Mohammed als einen taktisch begabten Schwindler darstellt und seine Harmesdamen in eine prekäre Nähe zu Prostituierten rückt. Nach dem westlichen Literatur- und Toleranzverständnis befindet sich in diesen Passagen nichts Geschmackloses oder Unanständiges, aber innerhalb des Islams können solche Passagen einem Autor das Leben kosten. Das in aller Klarheit deutlich gemacht und damit gleichsam als Antikörper einer neuen Epoche eine so heftige Immunreaktionen erzeugt zu haben, dass über den Gegensatz von Islam und Moderne kein Zweifel mehr möglich ist, das ist das bleibende Verdienst dieses Buches.

Die dritte Geschichte des vorliegenden Buches handelt von der Pilgerfahrt eines moslemischen Dorfes aus Maharasthra nach Mekka, an deren Ende die gesamte Pilgerschar im arabischen Meer ertrinkt, als sie versucht, von Bombay durch den Ozean nach Arabien zu wandern. Für mich ist dies die eindrucksvollste Geschichte des Buches, ich selbst habe sie am Chowpattybeach in Bombay gelesen, genau an dem Ort, an dem der Autor die Gotterfüllten ertrinken und damit unendliche Assoziationen über das Verhältnis von Religion und Moderne evozierten lässt.

Insgesamt besitzt das Buch eine unglaubliche Sprachkraft, eine traumwandlerische Sicherheit des Ausdrucks, eine schier unbegrenzte Erfindungsgabe und eine fast sinnlich spürbare Anschaulichkeit, die auch durch gelegentliche Exkurse nicht beeinträchtigt wird. Sogar zu lachen gibt es in diesem so geschichtsschweren Werk das eine oder andere - man lese nur die Passagen, in denen London tropisch wurde, die Karikatur des Ayatollah oder die Darstellung von Cat Stevens, der als moslemischer Konvertit und durchgeknallter Bilal X die Bühne der Weltliteratur betritt. Dass Rushdie dafür vom Ayatollah ( Teheran ) und von Cat Stevens (London) gleichermaßen mit dem Tod bedroht wurde, sagt mehr aus über die wahren Frontstellungen unserer Gegenwart als hundert Romane.
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