Joan Grant entführt in eine Zeit, die weit über die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents durch Weiße zurückreicht. Durch ihre Ausbildungen, die Piyanah und Raki im jeweils anderen Lager(Piyana wird bei den Jungen Tapferen und Raki bei den Squaws ausgebildet) des Zwei-Bäume-Stammes beginnen, werden sie sowohl mit ihren eigenen Vorurteilen als auch mit denen der Anderen konfrontiert. Dies soll sie u.a. auf ihre Rolle als gemeinsamen Häuptling des neuen Stammes vorbereiten, in dem eine neue Lebensform möglich ist, nämlich das Zusammenleben von Mann und Frau. Wie auch in Joan Grants Buch "Augen des Horus" ist auch hier die Botschaft, daß Liebe alles besiegen kann. Ich konnte dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Joan Grant schreibt in einer schönen und farbigen Sprache, die einen alles hautnah miterleben lässt und von Anfang an kann man sich in die beiden (Piyanah und Raki) hineinfühlen.. das gemeinsame Aufwachsen und die unbeschwerte Kindheit, die spätere Trennung der beiden durch ihre verschiedenen Ausbildungen.. man muß einfach in diese Geschichte reinrutschen! Vor dem inneren Auge entsteht die Welt von damals und man ist immer gespannt, was Piyanah und Raki als nächstes zu bestehen haben -erst getrennt voneinander und später gemeinsam- bis sie die Möglichkeit haben, mit ihrem neuen Stamm in ein neues Gebiet zu ziehen, wo sie ihre Ideale und Ziele gemeinsam verwirklichen können. An der letzten Seite des Buches angelangt, möchte man eigentlich wieder von vorne beginnen und alles noch einmal erleben! "Die rote Feder" ist eines meiner Lieblingsbücher und auch den Menschen, denen ich dieses Buch geschenkt habe, hat es unheimlich gut gefallen.