Darf man einen kleinen Jungen aus seinem Heimatland entführen?
Ihn in einem Land gefangen halten, in dem es kälter und ganz anders ist als "zu Hause"?
Darf man ihn als "verrückt" abstempeln, aufgrund seiner Hautfarbe und seinen Vorstellungen?
Alle diese Fragen werden aufgeworfen, in dem Roman "Die rote Antilope" von Henning Mankell. Nicht, dass sie eindeutig beantwortet würden, nein so einfach macht Mankell das dem Leser nicht. Selber denken und antworten finden muss man schon selber. Aber die Geschichte, auf der die Fragen (und Antworten?!) basieren, ist ergreifend, spannend und sehr kritisch. Der Sinn fürs Detail mag einen die ersten Seiten lang ein bisschen nerven, doch zur Mitte des Buches und Besonders am Ende ist es schließlich ausschlaggebend. Denn genau diese winzigen Details ermöglichen es dem Leser, Molo (Daniel) zu verstehen.
Es ist ein tolles Buch, geprägt von der Liebe zu Afrika und der Kritik an verwundeten Menschenrechten.