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Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum 11. September: Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum Irak
 
 
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Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum 11. September: Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum Irak [Gebundene Ausgabe]

Joschka Fischer
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 450 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag (4. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462037714
  • ISBN-13: 978-3462037715
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Joschka Fischer
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nie wieder Krieg. Nie wieder Auschwitz. Diese zwei Prinzipien galten nicht nur für Joschka Fischer unumstößlich. Doch dann marschierte die serbische Armee 1999 im Kosovo ein. Deutschland musste sich entscheiden, entweder „ethnische Säuberungen“ zuzulassen oder erstmals seit 1945 wieder Krieg zu führen. Folglich steht die Kosovo-Krise im Zentrum dieses politischen Rückblicks. Zudem erörtert der Ex-Außenminister und -Vizekanzler den rot-grünen Wahlsieg 1998, die anschließenden Regierungsgeschäfte, die Partei-, Nahost- sowie Europapolitik samt EU-Osterweiterung. Anekdoten erzählen von Schröders Haifischlächeln, einem schmuddeligen Hotel in New York oder davon, worüber sich Madeleine Albright einmal köstlich amüsierte.

Staatstragend, offen und persönlich, mitunter ausschweifend erklärt, ja legitimiert der Politiker getroffene Entscheidungen. Der Leser jettet gleichsam mit Joschka Fischer durch die Welt -- von Konferenz zu Krisenherd und zurück nach Berlin. Da Fischers Erinnerungen immer länger wurden und zwei angekündigte Erscheinungstermine verschoben werden mussten, reifte die Idee heran, seine Sicht der Dinge in zwei Bücher zu fassen. Deshalb reichen die vorliegenden Memoiren nur bis zum 11. September 2001. In einem zweiten Band wird Fischer die Zeit vom Terror-Anschlag auf das World Trade Center bis zur Bundestagswahl 2005 beleuchten.

Laut Umfragen war Joschka Fischer jahrelang der beliebteste Politiker Deutschlands. Im politischen Alltag jedoch fühlte sich der Pragmatiker oft zwischen Bundeskanzler und grüner Partei wie „eingeklemmt zwischen Baum und Borke“. Keinen Hehl macht der charismatische Macher daraus, dass ihn Parteilinke wie Jürgen Trittin mit ihren grundsätzlichen Vorbehalten und anstrengenden Diskussionen nerven. „Politik kennt keinen Konjunktiv“, hält Fischer dagegen. So steht dieses Buch auch als Mahnung an Bündnis 90/Die Grünen, sich keinen politischen Illusionen hinzugeben. Vielmehr könne die Partei nur mittels realpolitischer Pragmatik zurück an die Regierung kommen. Und darum gehe es letztendlich in der Politik, so Realo Fischer überzeugt. --Herwig Slezak

Aus der Amazon.de-Hörbuchredaktion

Der Grüne Joschka Fischer ist müde. Das sieht man schon auf dem Cover des ersten Bandes seiner Memoiren, Die rot-grünen Jahre

. Das dort abgedruckte Porträtfoto, das niemand Geringerer als der Hausfotograf gealterter Rockstars, Jim Rakete, geschossen hat, zeigt einen in Würde ergrauten Pensionär, dessen Blick zwischen Lustlosigkeit und spöttischer Distanz zum Weltgeschehen changiert. Dass Deutschlands ehemaliger Außenminister müde ist, das hört man aber auch in dieser gegenüber der Buchausgabe gekürzten Hörbuchfassung an vielen Stellen klar heraus. Denn hin und wieder meint man in Fischers etwas monotoner Stimme die Langeweile eines Ruheständlers herauszuhören, den man aufgestört hat -- und der aus dem Studio am liebsten schnell wieder zurück nach Hause will.

Das ist schade. Denn Fischer hat etwas zu sagen. Und es ist nicht so, dass er dabei etwas -- oder gar, wie in Politikerbiografien durchaus üblich, das Entscheidende -- verschweigen würde. Die rot-grünen Jahre spannen den Bogen vom Kosovo-Konflikt bis zu den Terror-Anschlägen des 11. September, und da ist wirklich, das macht einem die Lesung wieder einmal deutlich bewusst, eine ganze Menge passiert in der Welt. Wie stark die deutsche Außenpolitik unter Fischer daran beteiligt war, zeigen Die rot-grünen Jahre auf. Und auch, wenn manche Mitstreiter wie Kanzler Gerhard Schröder in der Figurenzeichnung eher blass bleiben und man etwa über Fischers radikale Jugend eher wenig (und nichts Neues) erfährt, tritt der Autor hier doch so erfrischend selbstkritisch auf, dass das Hörbuch in dieser persönlichen Lesart doch noch zu etwas Besonderem wird.

„Warum musste die Geschichte ausgerechnet unter Rot-Grün so hart zuschlagen?“ fragt sich Fischer einmal. Für die Spannungselemente dieser Memoiren allerdings war diese harte Zeit im Rückblick nicht verkehrt. Da kann man sicher über manche stimmliche Schwäche des Autors getrost hinweghören. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

4 CDs, ca. 322 Minuten -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lesenswert!!, 31. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum 11. September: Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum Irak (Gebundene Ausgabe)
Herr Fischer beschreibt den im Titel angegebenen Zeitabschnitt in flüssiger Form. Viele Zusammenhänge werden nach der Lektüre dieses Büches viel klarer. Dankenswerterweise beschränkt sich Herr Fischer auf diejenigen Daten seines persönlichen Lebens, die für das Thema von Interesse sind - kein Wort z.B. über seine Familie....

Interesant auch für einen Aussenseiter zu lesen, wie Politik, insbesondere Aussenpolitik "handwerklich" gemacht wird. Das ungeheure Arbeitspensum, das hohe Politiker haben wird nach der Lektüre dieses Buches auch klar.

Klar wird auch, warum Herr Fischer nach der Abwahl von Rot/Grün die politische Bühne ohne Zorn verliess.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Inhaltlich fundiert und durchaus ausgewogen, 30. März 2011
Von 
Gordian Ezazi (Troisdorf, Nordrhein-Westfalen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Joschka Fischer, man mag von ihm halten was man möchte, legt mit den "rot-grünen Jahren" den ersten Teil seiner politischen Autobiographie, ein durchaus gelungenes Werk vor. Inhaltlich bezieht sich das Buch, wie der Untertitel verrät, auf die "Deutsche Außenpolitik vom Kosovo bis zum 11. September" - womit schon der Grundstein - für die dann auch 2011 publizierte - Nachfolgebiographie gelegt ist.

Das Buch mag aus zweierlei Gründen zu überzeugen: 1)das Buch ist für den hiesigen politisch-autobiographischen Markt ein kleines Novum. In Amerika mag man derlei von Größen wie Clinton (ausführlich) oder Kissinger (sehr ausführlich!) kennen, aber in Deutschland sind solcherlei persönliche Einblicke in das Politikgeschehen doch eher selten geblieben; sieht man von dem unliebevoll und all zu schnell zusammengeschusterten Sujet Gerhard Schröders ab (2006).

Das Buch ist aber auch 2) gelungen, weil Joschka Fischer, gefeiert als smpathischer und bekehrter Alt-68er, gleichwohl finassierender Außenminister, sehr selbstkritisch zu schreiben vermag. Wir finden auch hier selbstbewusst-arrogante Satzbausteine à la "Ich wusste von Anfang an, dass" oder "Ich war schon immer der Auffassung, dass...", diese aber werden garniert mit zum Teil selbstkritischen Einsichten: etwa dem chaotischen Beginn dieser rot-grünen Koalition, eigenen, persönlichen Fehlern und Naivitäten. Fischer geht auch hier oft auf persönliche Friktionen ein, etwa zu grünen "Parteigenossen" wie Werner Schulz oder auch Hans-Christian Ströbele. Was im zweiten Teil (I am not convinced!), der die Jahre nach 9/11 und dem Irak-Krieg beschreibt, hier aber schon kursorisch erwähnt wird: Fischers schwieriges Verhältnis zu seiner Partei; seine Genervtheit im Hinblick auf ellenlange, seiner Sicht nach unnötig ausufernde Debatten zwischen "Pragmatikern" und "Fundi-Linken".

Gewöhnungsbedürftig ist seine "Schreibe", die sich sicherlich nicht mit der eines gekonnten Historikers oder versierten Redenschreibers messen kann (so findet das Wörtchen "Gewiss" eine geradezu inflationäre Verwendung), aber durchaus dem Anspruch der Deskription ereignisreicher Regierungsjahre gerecht wird.

Abseits der politischen Einstellung, welche man auch immer einzunehmen vermag, eine durchaus inhaltlich ausgewogene, nicht zu apolegetisch daherkommende politische Autobiographie, die auf persönliche Randnotizen - gottlob - zu verzichen weiß.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Grün ist keine Garantie für Schreibkunst, 12. Oktober 2008
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Ich saß jetzt also im großen Kabinettssaal, neben Gerhard Schröder und all den anderen Ministern - als Mitglied der Bundesregierung, als Bundesaußenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland." Und? Was geht da in Joschka Fischer drin vor? Tja, das wüssten Sie wohl ebenso gerne wie ich. Aber von solchen inneren Ereignissen eines Menschen, der plötzlich die Insignien der Macht in der Hand hält, erfahren wir in dieser Autobiographie herzlich wenig. Außer dass der ehemalige 68er nun glücklich war. Da lob ich mir Bill Clinton, der zwar ebenfalls unzählige Namen, Zahlen und Fakten in seine öffentlichen Lebenserinnerungen einpackt, aber wenigstens immer wieder einen flüchtigen Blick in seine inneren Regungen erlaubt, von seiner Kindheit und Jugend spricht - und auch von seinen Zweifeln. Joschka Fischer hingegen geht davon aus, seine Leser würden nach Stützunterricht in Geschichte und Parteipolitik dürsten. Also beauftragte er eine Schar von Getreuen, die Archive zu sichten und ihm das Material für die Lektionen zu liefern. Von seinem Lehrauftrag in Amerika zurück, wählte Joschka Fischer dann aus und reicherte den trockenen Stoff mit ein paar Anekdoten und abgefederten Seitenhieben gegen ehemalige Widersacher an. Und wie bei einem Vorstellungsgespräch für eine Kaderstelle verwandelt er vermeintliche Schwächen mehr oder weniger elegant in brauchbare Stärken.

Erstaunlich, wie hartnäckig sich früh erworbene Vorstellungsbilder halten können. Denn noch immer glaube ich daran, dass linke Politiker anders ticken und ihre Predigten selber befolgen. Wenn ich also von Fischers Lebenserinnerungen enttäuscht bin, dann liegt der Fehler eigentlich bei mir. Immerhin kam ich schon während der Lektüre zu dieser Einsicht und konnte daher noch umschwenken. Also änderte ich nach dem ersten Drittel meinen Fokus und versuchte, mich auf die Darstellung der politischen Ereignisse und Hintergründe zu konzentrieren. Aber das machte die Sache nicht viel besser. Denn bald musste ich feststellen, dass die Bücher guter Journalisten analytischer, präziser und hintergründiger sind. Nicht nur weil sie besser schreiben können, sondern weil sie ganz offensichtlich weniger von der Angst geleitet werden, einem ehemaligen Spezi allzu sehr auf die Füße zu treten oder ihr politisches Vermächtnis zu gefährden.

Mein Fazit: Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Vor allem aber kein Bericht über politische Seelenlandschaften und den Umgang mit Macht. Joschka Fischer plaudert ein bisschen aus der Schule, ohne sich wirklich darum zu bemühen, seine Klassenkameraden den Lesern wirklich nahe zu bringen. Die Sozialdemokraten der Schweiz warben einmal mit dem unsäglichen Slogan "Die Linken sind die besseren Menschen". Das kann glauben, wer will. Aber die besseren Autobiographen sind sie definitiv nicht.
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