Das Buch geht insofern neue Wege, als es die Religion der Jungsteinzeit, also der Zeit, in der der Mensch sesshaft wurde, nicht aus unserer monotheistischen Sichtweise heraus beschreibt, aus dem Blickwinkel des vermeintlich überlegenen, weil entwickelten Glaubens, sondern die archäologischen Funde in aller Welt nutzt, um das praktische und spirituelle Leben der Jungsteinzeit aus sich heraus schlüssig zu erklären. Einen solchen neuartigen Ansatz kann nur eine vom wissenschaftlichen Establishment unabhängige Autorin wie Ina Mahlstedt wagen. Jahrelang hat sie Fundorte rings um den Globus bereist, erforscht und verglichen. Das Buch ist mit ihren eigenen Zeichnungen von Kultgegenständen und Wandmalereien illustriert. Sensationell und zum weiteren Nachdenken anregend ist ihr Nachweis, wie sehr sich die religiöse Ausdrucksweise frühbäuerlicher Menschen auf allen Kontinenten ähnelt. Mir gefällt das Buch ausgezeichnet, weil es mir einleuchtende und interessante Erklärungen über die Bedeutung der Hünengräber, Dolmen und vorgeschichtlichen Steinsetzungen gibt, die mich schon immer fasziniert haben, und weil es unseren spirituellen Ursprüngen aus der Zeit vor der Entstehung der heutigen Weltreligionen einen ganz neuen Stellenwert gibt.