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Die reine Freude am Sein: Wie man ohne Gott glücklich wird
 
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Die reine Freude am Sein: Wie man ohne Gott glücklich wird [Taschenbuch]

Michel Onfray , Helmut Reuter
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Piper (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492051367
  • ISBN-13: 978-3492051361
  • Originaltitel: La Puissance d'Exister
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.459 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michel Onfray
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seine furiose Streitschrift wider die Religion »Wir brauchen keinen Gott« entfachte in Frankreich und Deutschland eine leidenschaft­liche und kontrovers geführte Debatte. Ausgehend von seinem persönlichen Schlüsselerlebnis, der Erziehung in einem Waisenhaus der Salesianer, lässt Onfray in seinem neuen Buch die verneinenden Atheisten hinter sich und entwirft eine zeitgemäße Ethik für ein gelingendes Leben ohne Gott. Die Menschen sind verabredet auf das gemeinsame Ziel des größtmög-lichen Glücks im Hier und Jetzt und die Vermeidung von Unlust und Leid. Von einer strahlenden Erotik zu wechselseitigem Lustgewinn bis zu einer »promethe­ischen Bio­ethik«, in der jeder Eingriff in die Natur erlaubt ist, reicht sein fulminanter, Politik und Privates umspannender Gesellschaftsentwurf.

Über den Autor

Michel Onfray, geboren 1959 in Argentan (Frankreich), Doktor der Philosophie, initiierte 2002 in Caen die öffentliche Hochschule »Université populaire«. Er verfasste zahlreiche philosophische und religionskritische Bücher, die auf der ganzen Welt übersetzt wurden. Zuletzt erschien bei Piper der Bestseller »Wir brauchen keinen Gott«. Onfray lebt in Orne in der Normandie.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der französische Philosoph erregte erstmals vor zwei Jahren großes Aufsehen, als er in seiner schonungslos-polemischen Darstellung Wir brauchen keinen Gott. Warum man jetzt Atheist sein muss gegen die Religionen dieser Welt zu Felde zog und sich damit in eine Reihe mit Richard Dawkins, Sam Harris und Christopher Hitchens stellte. Sein neues Buch "Die reine Freude am Sein: Wie man ohne Gott glücklich wird" versucht nun, eine rein am Diesseits orientierte hedonistische Moral zu formulieren. Obwohl dies an sich ein notwendiger und richtiger Schritt ist, wirkt die Darstellung jedoch unstrukturiert und ohne roten Faden, so dass viel Potential verschenkt wird.

Auf den ersten 40 Seiten berichtet Onfray von seiner Kindheit in einem Heim der Salesianer, über die er wenig Positives zu berichten weiß: "Wenig wahrscheinlich, dass die Salesianer mit dem das Keuschheitgelübde brechen. Für jene, die zu sehr von der Libido umgetrieben werden, genügt ein Kind" (42) ist da noch eine der harmloseren Formulierungen. Das ist persönlich tragisch und muss sicherlich auch an passender Stelle erzählt werden, nicht aber in einem Buch, in dem Maßstäbe einer säkularen Ethik formuliert werden sollen.

Im zweiten Teil legt Onfray dar, wie die christliche Philosophie seit Paulus das Jenseits auf Kosten des Diesseits überhöht hat und dementsprechend das Glück im Hier und Jetzt als sekundär und nicht erstrebenswert dargestellt worden ist. Onfray attackiert dabei besonders die christliche Überzeugung, im Besitz einer wie auch immer gearteten Wahrheit zu sein: "Es gibt keine absoluten Wahrheiten, nicht das Gute, nicht das Böse, das Gerechte an sich, sondern nur in Bezug auf ein klares Vorhaben" (93). Anschließend formuliert er den obersten Maßstab seiner hedonistischen Ethik: "Freue dich und mache anderen Freude, ohne dir selbst oder anderen Leid zuzufügen, das ist schon die ganze Moral" (94).

Im folgenden kritisiert der Autor die Herabwürdigung des menschlichen Körpers und der sexuellen Lust durch das Christentum:
"Die Wiederaufbereitung [...] der platonischen Tradition hinterlässt dem christlichen Europa einen schizophrenen Körper, der sich hasst, die einzigartige Version einer immateriellen Seele in sich bewahrt und sich am Ende des Todestriebs erfreut, der von der herrschenden Ideologie ad nauseam gepflegt wird" (141). Dem entgegen hält er das Ideal einer "herrschaftsfreien Libido" (151ff.), welche Mehrfachbeziehungen propagiert und implizit dazu auffordert, keine Kinder mehr in die Welt zu setzen. Provokant formuliert Onfray: "Ich indessen glaube, dass nur die wahre Liebe zu Kindern davon enthebt, Kinder zu machen..." (159).

Im folgenden Kapitel "Eine prometheische Bioethik" wirbt Onfray dafür, die schöpferische Kraft des Menschen zu benutzen, um Krankheiten und Elend auf der Welt zu bekämpfen: "Das Menschliche wird erschaffen, indem man die Natur hinter sich lässt" (214). Dementsprechend setzt er sich für eine Politik des uneingeschränkten reproduktiven Klonens, der Eugenetik sowie das Recht auf aktive Sterbehilfe ein. Einprägend formuliert er die Maxime seiner Überzeugung: "Allein das Reale existiert, und allein dieses zählt; dahinter gibt es keine anderen Welten, die Wirklichkeit ist auf ihre Materialität reduziert, der Mensch ist das Maß aller Dinge, die greifbare Natur liefert das Vorbild, nicht die ungreifbaren Ideen" (192).

Fazit: Das Hauptmanko der Darstellung liegt in der Tatsache, dass Onfray viele Dinge anreißt und ohne erkennbare Struktur von Punkt zu Punkt springt. Eben noch bei Paulus, beschäftigt sich das nächste Kapitel plötzlich mit Bioethik und Sterbehilfe, ohne das der andere Punkt in erschöpfender Tiefe ausdiskutiert worden wäre. So bleibt das Buch an der Oberfläche und reißt das interessante und wichtige Thema einer hedonistischen Ethik zu Beginn des 21. Jahrhunderts nur an, ohne es mit der erforderlichen Genauigkeit behandelt zu haben. Schade...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch mit dem vielversprechenden Titel vollständig gelesen und muss sagen, dass es eigentlich erst bei Seite 90 anfängt. Erst ab da kommt der Autor zur Sache, sie wird aber nur bruchstückhaft und unanschaulich vorgetragen. Der zweite, dritte und fünfte Teil widmen sich dem Thema bzw. - vorsichtiger ausgedrückt - haben damit zu tun.

Die übrigen Kapitel bringen, fast ganz am Gegenstand vorbei, nicht sehr fesselnde Reflexionen über alles Mögliche, von dem der Autor meint, es lohne sich, es hin- und herzuwenden. Deplatziert erscheinen z.B. die Ausführungen über eine "Kynische Ästhetik" und die substanzlosen Bemerkungen zu "herrschaftsfreier Politik".

Leider findet sich in dem Buch soviel unkonkreter, nicht zusammenhängender und langweilender philosophiegeschichtlich inspirierter Gedankenschwulst, dass ich dem Buch kaum einen Erkenntnisgewinn zuschreiben kann.
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Arnold
Format:Taschenbuch
Das einzig spannende an dieser Publikation ist das fast 60 seiten lange Vorwort in dem uns der Autor seine Kindheit schildert. Dadurch erhält man den Eindruck, dass der Autor näher am Leser ist, was man im Folgenden leider vermisst.
Das komplette Werk ist eine Verschachtelung verschiedenster, längst verstorbener Philosophen. Durch die ständige Aufzählung, Wiederholung und Vermischung der unterschiedlichsten, längst bekannten Ideen verliert man zwangsläufig irgendwann den Überblick. Davon mal abgesehen kann mann über die eigentliche Meinung des Autors höchsten Mutmaßungen anstellten. Ich habe zudem den religionskritischen Gedanken vermisst den der Titel zunächst verspricht.
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