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Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus [Taschenbuch]

Dirk Kaesler , Max Weber
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

23. November 2006
Max Webers berühmte Studie zur Protestantischen Ethik hat bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Ausgehend von der Frage, worin die Besonderheit der abendländischen Moderne besteht, beginnt Max Weber mit der Suche nach den Grundlagen und Voraussetzungen des modernen Kapitalismus. Er stößt auf eine spezifische, protestantische Ethik als eine der entscheidenden Wurzeln der typisch abendländischen Form des Wirtschaftens, die dem Kapitalismus eine ideelle Grundlage bot und am weitesten entgegenkam. In der vorliegenden vollständigen Ausgabe sind - neben den Originaltexten von 1920 - auch Webers leidenschaftliche Reaktionen auf die Kritiker seiner Schrift nachzulesen. Es ist die erste vollständige Sammlung aller Schriften Max Webers zur Rolle des Protestantismus bei der Herausbildung des modernen Kapitalismus.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Beck C. H.; Auflage: Vollständige Ausgabe. (23. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406511333
  • ISBN-13: 978-3406511332
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 510.155 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein Klassiker

upj. Max Weber hatte seine berühmte Studie über die «Protestantische Ethik» erstmals 1904/1905 im «Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik» und dann, fünfzehn Jahre später, in teilweise stark überarbeiteter Form in seinen «Gesammelten Aufsätzen zur Religionssoziologie» veröffentlicht. Trotz zahlreichen Anfechtungen und Widerlegungsversuchen hat die «Protestantische Ethik» eine selbst für Fachleute kaum mehr zu überblickende Wirkungsgeschichte. Webers Auseinandersetzung mit dem «Geist des Kapitalismus» – so der zweite Teil des Titels – profilierte das Werk immerhin als Gegenposition zur Marx'schen Kapitalismusanalyse. Klaus Lichtblau und Johannes Weiss, beide ausgewiesene Weber-Spezialisten, haben ihrer (nun in dritter Auflage) vorliegenden Textausgabe die erste Fassung der «Protestantischen Ethik» in der originären Schreibweise von 1904/05 zugrunde gelegt. Ein ausführlicher Anhang verzeichnet die wichtigsten Zusätze und Veränderungen, die für die zweite Fassung von 1920 hinzugekommen sind. – Viel philologische Kleinarbeit, aber doch so etwas wie ein Protokoll von Webers Umgang mit den «gegnerischen» Argumenten. -- Neue Zürcher Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Weber


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
72 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Ausgabe des area-Verlags 30. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Während der Text selbst für Interessierte sehr spannend ist (und der auch 5 Sterne verdienen würde), ist die Ausgabe des area-Verlags eine Enttäuschung. Es war den Redakteuren des Verlags offenbar nicht der Mühe wert ein Mindestmaß an editorischer Sorgfalt walten zu lassen.

Ich habe viel Mühe und Nerven gebraucht um zu verstehen, warum die enthaltene Vorbemerkung auf Sachen verweist, die nicht im Buch enthalten sind. Das liegt daran, dass die Vorbemerkung 1920 für die "Gesammelten Aufsätze zur Religionssoziologie Band I" geschrieben wurde - und nicht unmittelbar für diesen Text (1904/5).

Sie verweist auf zwei unmittelbar folgende Artikel und eine Reihe von Artikeln zu diversen Weltreligionen. In der area-Ausgabe ist nur der erste Artikel enthalten (die "Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" von 1904/5). Das ist in dieser Ausgabe nicht angeführt. Wer also nur sie kennt wird maßlos verwirrt sein.

Der area-Verlag hat eine Auswahl zusammengestellt, die entweder inkomplett oder inkorrekt ist. Inkomplett, weil zur Protestantischen Ethik noch mindestens der Artikel "Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus" gehört, ansonsten inkorrekt, weil die Vorbemerkung keine Vorbemerkung zu diesem speziellen, sondern einer Reihe von Artikeln ist.

Fazit: Kaufen Sie sich eine andere Ausgabe. Der Preisunterschied sollte die Klarheit wert sein. Ich empfehle eine Ausgabe der Gesammelten Aufsätze zur Religionssoziologie für alle, die sich ernsthaft mit den Texten auseinander setzen wollen. Die Seitenzahlen darin sind übrigens den Originalausgaben gleich, was die Seitenverweise aus Sekundärliteratur finden lässt.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgezeichnet! 23. Oktober 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Werk ist völlig zu Recht ein Klassiker der Soziologie geworden.
Und wie es sich für einen echten Klassiker geziemt, ist es auch heute noch relevant. Denn es beschreibt einen bestimmten Typus, der immer noch weit verbreitet ist und vor allem auch unser Wirtschafts- und Gesellschaftsleben - man muß fast sagen leider - bestimmt:
Der Typus des Unternehmers, für den sein Tun reiner Selbstzweck ist, der eigentlich nur für seine Arbeit und sein Unternehmen zu existieren scheint und dabei ohne jede Rücksicht auf sich selbst und erst recht auf andere handelt.
Max Weber hat genau diesen Typus einer profunden Analyse unterzogen und untersucht, wie dieser Unternehmertyp überhaupt erst entstehen konnte. Der Titel läßt dabei keinen Zweifel und Max Weber kam überhaupt erst auf sein Thema, als er feststellte, daß die wohlhabendsten Familien fast nur aus protestantischen Verhältnissen stammten.
Dementsprechend durchleuchtet Weber die grundlegenden Schriften der protestantischen Religionsstifter wie Luther und Calvin und kommt dabei zum Schluß, daß durch entsprechend extreme Auslegung der Bibel erfolgreiches Arbeiten mit göttlicher Berufung gleichgesetzt wurde. Arbeit erhält somit einen Wert an sich, wird zur verabsolutierten Tugend.

Bemerkenswert dabei ist, daß Max Weber schon früh feststellte, daß bei den Unternehmern moderner Prägung die religiöse Ethik immer weiter in den Hintergrund geriet und nur noch die Arbeit ohne jede Transzendenz und religiöse Fundierung besteht. Die Arbeit wird sozusagen selbst zu einem Gott. Max Weber ist sich der Gefahren, die hierbei entstehen, durchaus bewußt, enthält sich aber leider einer tiefergehenden Kritik an dieser Entwicklung.

Diskussionswürdig ist auch sein Versuch, das Marxsche Theorem, daß das gesellschaftliche Sein des Bewutsein bestimmt, zu widerlegen. Hier ist mir seine Sichtweise zu pauschal und er hat es sich hier ein wenig zu einfach gemacht.

Aber um zu verstehen, wie die heutige Verabsolutierung von Arbeit und Karriere überhaupt erst entstehen konnte und vor allem, warum als letzte Konsequenz daraus jede soziale Mitverantwortung schrittweise zerstört wird, ist dieses Buch unerläßlich.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker den man auch Lesen kann 29. April 2010
Format:Taschenbuch
Als gelernter Mathematiker und Programmierer gehört man wohl nicht zum "natürlichen" Leserkreis dieses Soziologie-Klassikers. Das Hineinschnuppern in Adorno, Habermas und Sloterdijk war jedesmal sehr abschreckend. Max Weber schreibt - zumindest im Vergleich mit diesen Schwaflern - sehr klar. Das Buch hat auch nichts an seiner Aktualität verloren. Man versteht z.B. welche soziale Funktion Sekten in der amerikanischen Gesellschaft haben. Man versteht auch aktuelle Begriffe wie z.B. "Zivilgesellschaft" besser und findet sie auf einmal nicht mehr ganz so sympathisch. Und man merkt, dass auch ein so Barock-Katholisches Land wie Österreich bereits sehr stark Evangelisiert ist. Wie sonst könnte der neue englische Vorstandsvorsitzende der BAWAG (ehemalige Österreichische Gewerkschaftsbank) behaupten "Arbeit muss Spass machen". Ein zutiefst unkatholischer Gedanke.

Wie man an der aktuellen Diskussion um den Staatsbankrott von Griechenland und die übrigen PIGS-Staaten sieht, ist die Protestantische Ethik in diese Regionen noch nicht vorgedrungen. Das macht diese Länder lebensfroher, hat aber auch ihren Preis.

Entbehrlich fand ich das schulmeisterliche Vorwort des Herausgebers. Die im Band ebenfalls abgedruckten "Antikritiken" geben ganz gut die Atmosphäre der Auseinandersetzung bei der Entstehung dieses Werkes wieder (inklusive kleinlicher Wadelbeisserei). Zum Verständnis würde man aber auch den Text der Kritiken benötigen. So stehen die Antworten Webers im luftleeren Raum. Man sollte bei der nächsten Ausgabe das Vorwort kürzen und dafür die Kritiken aufnehmen.

Anmerkung: Dies ist eine leicht überarbeitete Version einer Besprechung vom 28.Dez. 2007
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Billige Leseausgabe
... die aber leider auch in der Aufmachung billig ist: Sofort zerlesenes Exemplar, das zudem nicht zitierfähig ist. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von neptundritterfebruar veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ethik als Wirtschaftsfaktor
Seine Untersuchung leitet Max Weber mit folgender Fragestellung ein: Montesquieu sagt (Esprit des lois Buch XX cap. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von FMA veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Schulbuch
Muss man das wirklich armen Schülern in der E-Phase der Oberstufe in PoWi antuen? Im Studium mag es angehen, in der Schule, bei 15-16 jährigen, ist es eine Quälerei!
Vor 3 Monaten von Münster veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ausgabe Capital/Finanzbuch-Verlag
Die These "Der Protestantismus begünstigt den Erfolg des Kapitalismus" hat mich als neugierigen Nicht-Soziologen motiviert, in Max Webers Abhandlung die Antwort zu finden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. September 2010 von Jörn
5.0 von 5 Sternen erkenntnisreich
Diese Literatur eignet sich hervorragend, um die innere Logik des Kapitalismus in seinem Ursprung zu ergründen! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. April 2009 von Petra Und Karl-heinz Arens
5.0 von 5 Sternen Für Soziologen ein Muss, aber keineswegs nur...
Soziologiestudenten kommen um Max Weber - ein "Klassiker" der Soziologie -nicht herum und schon gar nicht um eines seiner Hauptwerke, die protestantischen Ethik. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2007 von pl
4.0 von 5 Sternen Über die Verquickung von Religiosität und Arbeitsfleiß...
Max Weber (1864-1920) war aufgefallen, dass Protestanten überproportional auftauchten unter denjenigen Menschen, die wirtschaftlich erfolgreich waren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2006 von FrizzText
5.0 von 5 Sternen Heutiges Interesse an der Kulturbedeutung der prot. Ethik
"Sie haben einige der spannendsten und folgenreichsten Texte vor sich, welche die wis. Soziologie (...) erzeugt hat." So beginnt das Vorwort des Herausgebers. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2006 von Klotz-Zengin
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